Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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den Tcirif fcslgcscyt. ,>-(lhrpIatt Iittd Tarii Iitttcrliegett der Buftimmnug dee- Äadtrnts
imd dcr (ttcuchmiguug der Polizcidchördc.

6. r'liif dciijcuigett Balmstrcckeii iii dcr .vaiiptttraste, aiif weichcii zwci Geleise
liegcii, ist dis 12 Ilhr mittags n»r das iiördlictic, iiach 12 Ilhr mittags niir das siidlichc
Gcleisc voii dcr Pscrdebalm zii befahreii. Alttvciclmiigen hievoit köiiiictt von dcr Poli-
zeibchördc imd in dringcttdcii svällcit von dcm Kondiiktettr des betrcncndcii Wagcns
angcordnet mcrdcn. Ilttbcipaiiiite Pfcrdebahitwcigcii dürfeii anf dcm Bahnkörper nichl
ftcheii blcibcu.

Iz 7. Dic Ligiiale crfolgcn durct, die Zugglocke Uttd Pfeife. Die Digualc zivischeii
Kouduktcur uud .ttutichcr erfolgcii mit der Wagcuglocke, währcud dic Auswcichc-imd
2i.sirrttiiiigsfigiialc mit dcr Digiialpfcifc gcgcbeu werdeu.

Ü 8. vs-iir jcdcii Zchadc», dcr durch dwi Betrieb dcr Pferdcbalm augcrichtct wird,
baftct dcr Ilttlcriiehmer.

!>. Der Dchaifner bat daiiir zu sorgcn, dasi fcin Wageu dic plaiiinäsiigen Ab-
iahrts- nnd Ankiiustszcilen ciuhält, dic Aiisweicchstcllen rechtzeitig bcrübi!, währcnd
der Diinkclhcil vollttäudig crlcuchtct iit iind sicch stcts in rcittlichem Bl>üa»dc bciindet.

10. Das Wcitcrfahrcu itt crtt gettattct, weun der lsiinstcigeiide Plav gcnommcii,
bczw. dcr Austtcigcttdc dcn O'rdbodcn crrcicht hat. Der cchanncr hat anf oie Aus-
führuug dcr zizz isi—1l> zu haltc», zu dicscm Zwecke auch iiötigcufalls dic don bczeich-
uetcu uiizulässigcu Fabrgäfte, insbesonderc auch solche, wclche dic Mitfahrcudcn durch
Ükohhcitcit odcr llttaiittättdiglcircu bclättigcu, ans dem Wageu zu cutfcrnen, nnd wcim
erfordlich, dic Mitwirkniig dcr Polizci iu Anspruch zu uchmeii.

Wcnii in dem Wagcn sich soviclc Pcrsoucit bcfindcn, als derselbc vorschrisismäszig
aufnehmcn darf, so hat der Lchaffncr au dciuselbcii einc für das Piibtikum crkcnnbnrc
Dafel niit der Aufschrift „bescht" nnzilbriiigcn.

z, 11. Lofort nach dcm (siinlrcffeii des Wagcns au deu Gndpttttkteii dcr 2inic hat
dcr Dchaffncr dcuselbcii gciian zn niitersuch«» und elwa zurückgcblicbeiic tttcgcnttäiidc
deu bctrcffcndcu Fahrgättcn - weuii solchc uoch anivcsend - sofort zu bchändigcii,
audernfalls auf dcm Biircau dcs Ilulcrnchim'rs bebufs Ablieferuug au die Polizcibc-
hörde abzugcbcii.

zi 12. Allc dcu Bahnbctrieb bcrührendcii ansierordentlichcu Vorfällc Iial der
Dchaffncr sofort dem Betriebsbcamtc» zur .ttcuutiiiS zu bringcn.

8 12. Der .ttutscher dars ivährcnd der Fahrt den ihrn angewiesencn Plan uicht
verlafscu.

14. Pu schucllcrcr (ttangart, als im Drabe zu fahrcn, ift untersagt. An dcit
Strasicttkrcn.zuugcu, sowie iu deu Ausweichungen musi im Lchritt gesahreu ivcrdc».
Dreffcn zwei sich entgtgeiikommcude Wagcu uicht gleichzcitig auf cincr Auswcichcttelle
ein, fo hat dcr srübcr aitkommcudc dcn aiiderit zu crwarten und das Dkcbcngclcisc sür
daS Borbcifahrcn dcs später ankommendcu frci zu lasscn.

^ Itt. Der ttutschcr hat bci dcr Absahrl dcs Wagcus von den (°>nidpunk!cn dcr
Bahu uud vou dcu .ttmltettcllcn, fcruer bcim Passicrcn der Ttraßenkrcuzungen nnd so-
bald Hilidcruissc anf dcr Bahu bcmcrkt wcrdcn, ciu Digual zu gcbcn und crsordcrlichcii
sz-allcS seiiicu Wagen znm Haltcn zn bringcu, bis das Hiiidcrnis bcseitigt ist.

8 16- Das Befteigcu und das Bcrlasscu dcs Wagcus ist nur von der htnrercn
Plattform dcsselbcn aus geffattet. Die F-ahrgätte haben das J-ahrgeld bcim Giuncige»
zu bezahlcu. Lärmcn und Singcu ist ihucu üutcrsagt. Das Dabakraiicheu ift uur ans
dcn Ausieuvlätzen gcftaktet.

ss 17. Lichtlich kranke, sowic trnnkettc Pcrsoucu oder solchc, wclchc durck, unrcin-
licheS Aeusiere dic Biitfahreiiden bclättigeu, dürsen nicht aiifgeuommcn wcrdeu und nnd
eveutuell sofort wieder zu eiitfernen, ohnc dasi dicsclben, im Falle cigeuen Vcrschnldens,
daS ctwa bercits bezahlte F-ahr^eld zurückvcrlangcn köiineil.

rz 18. Huudc und andcre Dicrc dürfcn in dcu Wagcn nicht mitgcuoiumcn wcrdcn,
cbensowciiig Gepäck, welches durch seinen Nmfaiig, üblcu Gcruch oder fchmtitzige Be-
schaffciihcit den Mitfahreudcii läftia wcrden kann.

Gcladeue Gcwehre sind vom Dransport gänzlich aiisaeschiosscu.

tz 19. Mil dcm Grtönen der Bahnsignale hat das Publikttm sich übcrall von dcr
Bahn zu entfcrucn. Kein Fuhrwerk darf die Geleise der Bahn — sobald und soweit
dcr Fahrdamm der Strasie frci itt — befahreu. — Alle Fuhrtverke habcu den ihncn
cutgegenkommenden oder uachfolgeuden Pfcrdcbahnwagen vollstäudig und soweit aus-
zuweichen, daß der Pferdebahnwagen ohne Aufenthalt passieren kann. — Beim Be-
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