Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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Wiieii von Truppcil und Pfcidcbnlniwnste» pcltcn jedocli folgciidc dcfoirdeic Vor-
fchrifteii:

1) Im Fall cine gcsclilosscnc, iui Trilt nunscliicrcndc Triippeiiadtciliing die Pferde-
bolin kreii;!, dnrscii die Wagcn imr am Eirde der Abteiliing dnrclifahrciu

2) Bei Kiciizuug inil cincr Tinppeiiabteilnng, welclie fich nicht in ftrcng gcschlois'"
ner Trdiimig nnd iin Tritk bcwegt, ist dnc> Dnrchfnhrcn der Bahnwagen schon nin Endc
der einzeliieii zloinpaguicii gestattet.

3> Alcnn Pfcrdcbalmwagei! einer marschierenden Triippcnabteilnng begcgneu oder
diese ciiiholeii, iiiiilscii jcne sö lange haltcn bezw. hinter dcr Abteilung berfahrcn, bis
cs dieser iiiöglich geioorden. das Pahngeleise frei zn inachen.

Fenerwclnabtciliiiigcn, welche z» cincr Bran d ita tte cilen, mils; die Pferdcbalin
vollständig, norigenfalls dnrch Einstellen dcr T-ahrt Plat; niachcn. — Riickt dic Fcner-
wchr zn cincr llebung ans, so gelten dic Borschriften dicses ss, Abs. — Das Aach-
ahmen der Sianale »nd anderc Handliingen, dnrch welchc eine Störnng dcs Bctriebes
vermilasu werden kann, lind verboten.

!s A>. Der Flntcrnehmcr ist verpslichiel, den von ihin zn iinkcrhalrenden
Bahnkörpcr nnd die Halteplätze zn rcinigen, von ^chuce nnd Eie' zn befreien nnd den
Kehricht imd Schlamm von deinselb n abziisiihren. Derselbe nt insbesondcre znni
Kehren, Lchneerännieii nnd Sandcn bezüglich des innerhalb der Pferdebahngeleise ge-
legenen Teils der Pflaitertraverscn in nngcpflasterten Straflen verpflichtet. — Der ans
den Schieiieiiriiiiicn iind der Fahrbahn gcscharrle odcr abgezogene und gekehrte Schlamm,
Kot imd Kchricht mns; vei gcknppelter Doppelbahn innerlialb beidcr Gelcise, bei einsacher
Bahn zimächst zur Seite dcrsclben .ziisainnieiigehünst nnd sofort abgefahren werden. —
Tas Slreiien von Salz ist nnr mit besonderer Bewiliigiing der Polizcibehörde zulässig.
F-all« dinch die E'isbildnng anf der Strasze sich dicselve gcgenüber der Schienenplanie
crhöht, so hat dcr Uiiternchmer dicse Erhöhnng gcgen die Bahn abznflachen nnd den
Abraum abznfahrc», damit für das übrige Fnhrwerk kcine Stürnng im Berkehr anf
der Strahc beim Ucbcrschrcitcii dcr Balm cntsteht. — Wcrden bei flürkercm Schneefall
diirch dic Aänmnng der Bahn uud Abfnlir des Schnccs ans dcrselben fnr die Fuhr-
wcrkc Bcrkchrsstöruiigen crzeugt, so ist, jcdoch nnr sofcrn der Stadtrat oder die Polizei-
behördc dics vcrlangt, der Bahnbetrieb vorübcrgehend eiiiznstellen.

si 2!. Dnrch das Anf- und Abladen von Gütern, durch die Neinigung vou La-
triiien, sowic dnrch das Nicdcrlegeu von Banmaterialien, Kohleu, Koaks und sonstigen
Gegeiifläiidcn darf der Bctrieb dcr Pfcrdebahn nicht behindert wcrden. — Liegt die
Bahn uiciit in der Mitte, soudcrn auf einer Seite der Straste, so darf das Aus- nnd
Abladcii von Gütern, das Nicdcrlegc» von Bauinatcrialien ,'c. nur auf der eutgegenbe-
setztcn Siiaflenscite vorgcnoininen werden. Im besondereu dürfen Fnhrwerk und Vieh
in dcr Nähe der Gelcise der Pferdebahn nicht anfsichtslos gelassen werden oder stehen
blcibcn.

§ 22. Der Fahrplan, der Tarif nnd cin Ezcinplar diescr Vorschrift siud in jedem
Wagcn anzm'chlagcn.

8 23 Befchwerdcn entscheidct das Bezirksamt.

Ilcbcrtrctnngen dieser Vorschrift werdeu gemäß sz 134a des P.-Str.-Ges.-B. und
8 3<'»Fifs. des N. Str.-Ges.-B. mit Geld bis zn 150 Mark oder mit Haft bis zn
U Tagcn bcstraft.

v Das Hperren der Wagenrädrr Uetr.

Dasselbe ist porgeschricbcn für den Schloßberg, das Klingentlior, den Weg vom
Klingentlior übcr die Giscnbahncn bis zum Ghmnasininsgebände. fnr die Neckarbrücke,
die Bremcncckgassc bis znr Obeibadgasse, dic Lehergasse, F-ischergasse, Marstallstraste.
Lchiügasse, Brmittcngasse mid die Straste zum Hcumarkt.

Uebcrlrctmigeii werdeu gemäst ss 123 Ziff. 4 P.-Str.-Ges.-B. an Geld bis zn 00
Ma,k odcr Hast bis zn 14 Tagen bestiast. lOrtspolizeil. Vorschrift v. 18. Nov. 1805.)

L. Dje Ordnung anf drn Unlngen, im Htadk- und NeplnnsuAt'ken,
snUne ans dem VisnmrUrplatz betr.

Ortspolizeil. Vorschrift voin 1l>. Juni 1888.

^ 1. Die Bankieihc in den städtischen Aulagen der Leopoldstrahe nnmittelbar längs
dcs PromenadewcgS, sämtlichc Bänke iii dcn olartcnanlagen nm die St. Peterskirche,
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