Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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Wegen nnd Plätzen währeud dcr Dnnkelhcil aufgcskeUi sind, somohi dem Lcücr des
Fnhrwcrks als dcm Wirte od, dei welelicm der ilieisendc eiugestellt hat.

; «l. Lch! eisci! vo n egenüäudc» ans rt a » d »ra tz e u. l>-> !>, n
sagt, ans dcu Landstraßcn (siegenüände zu schieiscn, welche, wic Lieine. Bäiuue. Ba»-
holz, Tägctlötzc. Faschiueu, rolaiisicn. Pslügc, vermogc ihrer lüeüali. eüi.öüc odc»
Schwerc die Fak,rbahn augrciseu. Busuahmc'wcisc tauu durch dic zusraudiac Bclnnde
das Lchlciscu solchcr Gegcuüändc oder ciuzclncr Itzatluugen dcrsclbcu aut ln'n'.nmten
Landüraßen oder Laudüratzcuürcckcu gcstaller werden, soseru Lcnachteilicuniqen dcr
Straße snamenrlich bc' genügeiidcr Schuccbahni in Folgc dcs Schleiseus uiä". ni dc-
sürchteu sind odcr uach dcn ortlichcn Lerbältnisseu der itzaud- nnd Forstwiriselian cinc
ausuahmsweisc lücstatlung als dringend wüuscheuswcrt erscheiut.

Werden lßcgcnstände aut dcn Üaudnratzcu geschlcist. io sind dic Porsichtsiuatzregcln
zii beachrcn, dic zur Perhüluug vou Slörungcu dcs Berkehrs, von lüesäbrdimaen dcr
Sichcrhcit nnd vor crheblichcrcu Lcschädigungcu dcs rriratzcukorpcis allgcmeii! crsor-
dcrlich oder bci ls'rteiluur; dcr lßcnchmigung besonders vorgeschricden ivordcn üno.

ts 7. chlciscn v o n Cä egcu n ä u d c u a n s lä c m cindc w egcu. I! c Be-
stimniuiig des letzten Absarzcs dcs ^ «'»sindct 'iuch ans <üeiucindeivege r'iuivcndnna..

Fni Uebrigcn kann das Schleiscn solcher ltzcgcuüände ans Gemciiidcwemn d»iw
orts- oder bezirtspolizeiliche Borschrisl nntersagt oder bcschrünkl wcrdcn.

8. Ansgrabcn nnd sonüige Arbcircu ans össcn rl ichcn ^tzcgcn.
lrZ iü nntcrsagt, ohne vorgangige lücnchmigiiug der zuüäudigcn Lchördc an öüem-
lichen Wcgen Ausgrabnngeii nnd sonüige, dcn Ltratzcnkörpcr odcr dessen chubcbördcn
berührcnde Arbeitcn vorzunehmcn odcr dcn Lcdingnngeii dcr in dieser Hinsichl - rU illcn
Genehmigung zuwiderznhandelii. Tic (üciichmignng iü anch daim einzuholcn, weim
die Anfgrabungen nnd sonüigcn Arbciieii znm chivcck der Hcrücllinig imd Unlcrbalmug
zu Zufahrtcii, Tohlen nnd andcrcu Borricbtuugcii gcschcheu solleu, wclchc dcn ?im
ftötzern oder fouüigcn Personen an dcm östcutlickicu 'Wegc krast Tulduug odcr cincs >n
Anivruch genommciie» Bechtstitcls zuüehen.

tz 9. Lrcite iind Ladun g. Lastwagen dürscii bei der Fahrl anf össcmli mn
Wegen nicht so breit geladcu scin, datz üc dcn doppeltcn Aanm der Radspnr cimicbnu».

Aiisnahmen können sür bcüimmtc Wcgeürecken ourch die zuständigc Lchördc a!l-
gcmein odcr in einzclncn Fälleu gcstattct wcrden.

H 1l>. Schwcrc der itzadnng. Gs iü nntersagt, östcntlichc Lrückcn wit itzalu».
welche mit dcr Tragsähigkeit der Lrückc niciit mchr im Berhäitins sicheii, zn bcfalucn,
oder den von dcn zustäiidigeii Lchördcn hinüchtlich dcr Lcfahriing öfsentlichcr Lrückcn
nüt schweren Laücn seügcsetzten Lcdittgmigcn zuwidcrzlihandcln. Sollcn östcmlickc
Brückcn nnt Laften bcsahren iverdcn, welche innm» .nilogramin überücigcn, so bcdari
cs dazn der vorgängigcn lüciiclningung dcr zuünndigeu Lchorde, welche allgciueiu sm
einc bestimmtc Lrücke odcr iu deu einzclucu Fälleu dcr Lcuützinig crtellt werdcu lanu.

tz 11. Auci >ianderhängc n v o n W a g c n. Lcim Fahrcu dürscu uic mchr a!s
zwci Wagen aueiuauder gchäugt sciu.

Das Busanimeuhäugeu vou zwei Wageu ist uiir gcstattct, ivcuu dcr hiutere 'Waacii

nickt


beladcu,

tticht grötzer uiid uicht üärkcr ist, als dcr vordcre Wagcu, uud

l iusbesouderc durch Umci
sür cinc sichere Stcneruug

wemi autzerdem durch ciuc feüc Beibiuduiig beider Wagcn
schiebung dcr hiiitercn Tcichscl nutcr dcn vorderen Wagcn»
des hintercn Wagens gesorgt ist.

Tnrch die znstäudigc Bchördc kauu für öffenllichc Wcgc oder Ltrcckcu dersclbcu,
bci dcucn das Fahreu mit zusamiiicugchäugleu Wagcn wcgeu dcr ttzrötzc dcs Gefälls,
der Schärfe der .ürüimnuugcu odcr dcr ^chmalhcit dcr Fahibahu dic Berkchrssichcrhcü
gefährdet, das Biisamiucuhäiigeil vou Wagcu gauz mttersagt oder auf das Auhäugcn
nnbeladcncr Wagen, von Lciwägclchen odcr iu soustigcr Wcisc beschräutt wcrdeu.

8 12. itzangholztrausport. Fuhrwerkc, welche zum Trausport bo» tzüniglwU
auf öffcntlicheii Wcgeu bcnützt werdcii, siud dcrart ciuzuriclitci! und zn lcitc», datz <üc-
fährdungen der Berkchrssicherhcit vcrmiedeu werden.

Für öffentliche Wege odcr Strcckeu dcrsclbeu, wclchc wcgcu dcr Grötzc dcs Gefälls,
der Schärfe uud Zahl dcr Krmmmmgcu odcr der ^clmialhcit der Fahrbahu besoudcrc
Schwierigkciten sür den Langholztransport bieten, kann dnrch die zustündige Behördc
vorgeschrieben werden, daß beim Langholztransport der Vorderwagen mit cinem drch
baren Schemel, der Hinterwagen mit cmer Vorrichtung zum Leitcn (Schwicke) versehen
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