Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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ft'iii mid di?m Wagen das M' Leiiung »nd Bedieiiung crforderliche Personal lzivci
cmachseue Personcii) dcigegebeu sein muß.

Beleiichliliig der währeiid der Piinkclheit falirendeu neiihr-
werke. F-uhriverke, welche uach eingetreteiicr Tiuikelheit anf öffentlicheii Wegen fahren,
mijssc'i mii einer liellleiichtciiden ^alcrne verfehen sein.

tz 14. Bcgcgn >i n g v o n ,r >> b rw c r k e n i in A l l g e m e i n c n. Komiiicli zwei
Fnhrwerkc anf öffentlichen Wcgen einander cnlgegen, so follen sie sich nach rechts
ausweichen. Findet jedoch die Begegnnng anf ffeilen Wegen längS eiucs k'ibhanges
stalt, 10 soll niii dein berganf fahrendeii F-nhriverk gegen den Äbhang ansgewichen werdcn.

> 1 ö. B e g cg ii n ii g v o n F- n h r w c r ke n a n f cng e n W e g e n. Fst wegen
der ffnge oder sonsrigen Beschaffenheit des Weges das Änsweichen nicht nioglich, so hat
derjenige, ivelchcr daS ihw entgegcnkoiniiicnde Fnhrivcrk znerst beinerlen kann, an einer
zinn Borbeilaffcn passenden Stelle so lange zn halien, biS das andere Fnhrwcrk vorbei-
gcfnhren isr. Äuf solchen Wegen folten fich dic Fnhrlenle dnrch Pnriif, KnaUen mit
der Peil'che, die Postillone init dem Horn, Feichen geben.

1b. Be r h a! Ien v o n F n h rw e r ken bei II» w öglichkcit d e s B o rbei-
fahrens. Treffen zivci Fnhrwerke an einer Tteile znsammeii, wo anch kein Vorbei-
lasscn inogiich ist, io innff dasjenige znriickfahrcn, fiir wclches dics nach dcn Uinstäiideii,
insbeiondere nach der iffiiifernniig der nächften ÄnSweichesielle, nach Beschaff'enheit, Ge-
fäil nnd ffiichtnng des äffegcs nnd nach der Bidnng init den ivenigsten Schwierigkeitcn
verbnnden iff.

s 17. Begegii ung von Beitern n nd .vce rden m iI Fnhrwerken.
Äeiiei nnd .veerden haben jedein ihnen begegnenden Fnlirivcrke ansznweichen. Bei
cngen Wcgen soll das F-nhrwerk dcnsclbcn, nni ihnen das sichcrc Vorbeikommen zn er-
moglichen, 'ovicl als thnnlicli Naiim lafsen, anch nötigenfalls, naiiiciitlich bei Begegnnng
mii .ffecrden, Lchriti fahre» oder anhalten. Treffen Beiter oder Heerdcn mit Fnhrwcrken
ani Bff-gcn ziisamwen, wo kein Änsweichcn oder Vorheilassen iiiöglich iff, so »nisseii die
eriteren nnikchren.

S 1 x. Peg e g nnn g v o n .v c e r d e» u n d N e i 1 e r» m iI elna » de r. Wciln
twei Hceidcn oder Vciier einander eiitgegcnkomincn, soll eS iinter i'hnen ähnlich gehalten
ivcrden, wie siir die Fnlmverte in dcn fsf: !-! - Ivorgeschrieben ist.

1U. Ä' a ch f a h r e n und V a ch reiI c». Tie Führer von Hccrdcn, sowie von
langiam sahrendcn F-nImverlen sollen, ivo dies »ach dcr Breile nnd Beschaffenheit des
Bffges tlmnlieli iff, die nachkommeiiden schneller sahrendcn ffsiihrmerke mid dic nach-
toiiunendeii ch'eiter ani gegevenes Peichen <r; Iffj links a» sich vorüber lassen, liidei» sie
nach rcchts answeiche».'

^20. rn I raffc n l o ko ii! o i i v e n nnd d erg l. Wagen, Ivelche dnrch Damps
oder lonsrige elemenlare.ff'räfte iz B. heiffe Lnft. (ffas) fortdewegt iverden «^lraffem
lolomotivcn, Dampskntschen n. dgl.) dürfei, ziim F-ahren a»f üffcntlichcimWegcn »iid
Planen nm mil besondcrer (ffeuehmignng der znständige» Behörde und nnter Esiihal-
uing dcr dabei znr Sicherheit n»d Drdnnng des Vcrkchrs nnd zin» Schuffe des Straffcn-
korpers festgcseylen Bedingnngen verwendet werde». Handelt es sich nur nm einmalige
Fahrlen anf knrze Strecken, so iff das Bezirksamt befngt, im (5'invcrständilis mit der
Straffelibaiiiiispektioii imd naäi Änbörimg der Srtspolizcibehörden dcr durcl) die Fahrt
lmrührten Gemeindcii die (''lcnchmigimg zn erteilen. Fnr ffröffnnng ciues daiicrnden
F-ahrbetriehs mit Wagen, welche dnrch Dampf oder sonstigc elcmentare Kräfte fortbe-
ivegt iverden, isr die Genehiiiigimg des Btiiiisterinms des Iimcrn crforderlich. Soweit
(ffemcindewcge nnd in der KreisverwalUilig stehcnde Wege dnrch dcn Fahrbetrieb be-
riihrt rverden, wird die C»!encliiiilgimg uach Änliörnng der hctrcffendcn (ffemeindc- be-
zielnmgswcisc Kreisbchörden erteill.

>21. Seffenlliäic Brüeken nnd Pläpe. Fn de» öffeiitlicffen Wegen im
Siniie dieser Verordimng sind anch die Brücken nnd Plätze, soweil sic bestinuiumgs-
gcunüff dcm öffenllichen Verkchr dienen, z» rechne».

H 22. Z nstä nd igc Behö rde n be i La ndst ra ffe n. ,-chr (strlassnng der anf
'ffaiidstraffen bezüglichc» Änordnimgen uiid VachsichtSerteiliuigen ist in dni Fälleii
der r-fz 4, 6, 8,10 die Slraffcnban-Jnspekti'o», in ben Fälten der ^ 121 und 12ff Ziff. 4
des Polizeistrafgcsetzbiiclics »nd dcr ^ 2, 11 n. 12 dieser Vcrordnnng datz Bezirksamt
»ach Benehmci!' wit der Straffenhaiiinspettion znständig. Handelt etz sich nm Äiiord-
lumgcn, wclche für eine 2andslraffe oder bestimmte Strecken dcrselhe allgemcine Be-
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