Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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lember 1865 vorzugsweije als Ein- und Ausladenätte iür die Kausmauus- eder soW.
Stückgütcr bestimmt und uutcrsteht der Beaussichtigung des Großh. Hauptüeuerainte«.

ß 7. Der Platz von dem Hause der Frau Prosessor Walz. uuterc A'eckarslraße
Nr. 6, bis an das Haus vou Fr!. S. Fuuk, uutcre Neckarüraße Nr. 5, hat zum Ver-
ladeu von Breuuholz, Hopsenstaugcu, Bretteru, ttzatteu uud Rahmeuschcukelu zu dienen.
Sobald die Bedarsszcit sür Hopsenstaugeu vorüber ist uud spätcsteus mit Ablauf dcs
Mouats Mai müsieu die iu Rcsteu uoch lagerudcu Staugeu vou ihreu Pläueu gerämnt
und aus einen vom Lauerpächter sür sie zu benimmeudeu Platz gebracht wcrdeu.

§ 8. Das Lorlaud vou dem Hause vou Frlu. Funk, untcrk Neckarürasic Nr. ä,
bis zur ueuen Brücke ist zum Lageru vou Steineu, Baubolz. Flotzholz, Hop'cusiailgen,
Brettern, Lattcu, Rahmenschcnkelu und Germ'tstaugeu bestimmk.

L. Nttsl-r-e-Ordttun^.

L Lage und Ordnung des Ausladepla1;es.

tz l. Dcr Plap. au welchem die mit Holz bcladcneu Schine rur Vu ckadmig
kommcu, besteht aus:

a. dem cigeutlichcn Nusladtplatz und
l'. dem Nushilss-Nttstadeplatz.

^2. Dcr eigcntliche N usIadepla>; begiuut au dcr breite» Trcvpc obcrbalb
dcs Profcssor Walz'schcu Hauies uud critrcckl nch bis zuni uiitcre!! Gudc dicscs >?auics.
Nu dicsem Plaizc köimeu zwci Schisie zuglcia, ausgeladcu ivcrdeu. Dcrsclbe umtz an
dcr Userscite sicts iu eincr Breite von mindcsicns 4 Meter sreigcbaltcn ivcrdeu.

ss tl. Der Zl ushili? a usladeplatz crsircckl iich vom Walz'scheu Hau'e, am
untcrcn Gudc dcs obigcu Platzes bis zur Giumiiuduug dcr Biencusiratzc. 6 r isi z»r
Aushilfe besiimmt, wcuu drei oder mchr Schisic zu glcicber Zcit zur Niisladimg
kommcu. Ticscr Platz ist iu glcicher Wen'c freizuhalteu wic der eigenlliche Ausladevlab.

L» Lrdnnng dcr ;um Ausladcn ankommenden Lchiffc.

ls 4. Tas ersic aukommeudc Schiff hat sciucu, aus Schisisläugc besiimmleu :Ha»m
am oberen Gude des eigentlicheu Ausladcvlatzcs dirckl vou dcr brcitcu Trepve au. cin-
zuuchmcu. Au dicscs «chisi schlictzt sich uumiltclbar das uächsikoniuicndc a». i'iommen
zugleich uoch mehrere Schiffe zur Aiisladung, so 'chlictzt sich siets das uächsieimr.'sinde
direkt an das vorher augekommeue an.

ts 5. Sobald ein Sehisi von sciuer Ladung euitcert isi, hal cs sotort dcu Auswde-
platz zu vcrlassen. Dcsicu Raum daselbsi hat das uachsie imtere ^chisi eiuzuue'- uicu.
Siud mehrerc Schiüe zugleich beim Ausladcu, io rücken iämllichc in die Rämue ilirer
Vorderschiffe ein.

tz 6. Nach der Ausladuug -'iuesSchisics isi der Ausladeplatz ioiort zu räuuuu. ic
datz der Ausladeplatz uicht läugcr iu Anipruch gciiommeii wird, als bis das Sclii" vc»i
sciner Laduug enlleert isl.

7. Mit dem Ausladeu oder dem Atsiühreu vou gelagertcu tüegcustüudeu dars
erst begoiiuen werdeu, iiachdciu deui Laucrpächter oder ieiuem Slellvertrcter eiue vezüg-
liche Änzeige erstaltel worden ist.

Uebertretuugeu dieser Lorschriiteu wcrdeii gemätz 155 dcs P.-Str.-G.-B. an
Geld bis zu 100 Mk. ooer mit Haft bis zu l l Tagen besirait. Der Lauerpächter ivivie
die Polizeimaunschast sind zu sireuger Aiifrechterhalluug dieser Srdiiuug uud sosorligcr
Auzeige vou Uebertretunge'u augewicsen.

6. ilZttliinarlrk- nnd iü'utter->r.>rdiitttt!g.

tz l. Jedeiu Holzhäudler wird auf deu zur Lagcrung von Holz besiimmteu Plätzeu
vou dem Lauerpächter eine Stellc aiigewieseu, nu der er sein Holz iu bclicbiger Mcugc
aufsetzeu kann. Au deu Holzschichtcu sind dic Naiucu dcr Lerkäuser, sowie die vou dcu-
selben bestimmten Lcrkaufspreise mit schwarzcr Faibe deutlich aiizuschrcibcu. Tie Holz-
archen müssen so gesetzt werdeu, daß sie uicht eiustürzeu köuncu. Das Holz darf mn
auf 3Vz Meter Höhe gesetzt werden. AttSuahmen siud uur zulässig, wcnn und insolauge
in Folge hoheu Wasieistandes des N'cckars Ranmmaiigel ciutritt.

H 2. Die Lauerbedieusteteii, d. i. der Lauerpächtcr lLauerverlvaltcr) uud die Holz-
messcr, Holzeiulcger, Lauerkärcher, ickalkmesser „ud Sleiuaufsctzer lverdcn vom Stadtz
rate angesicllt. Der Lauerpächter, welcher iu bcsoudcrs zu verciubarendcm Lciirags-
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