Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1889 — Heidelberg, 1889

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1. d'inc Lcnucrkmis, iiber Art imd Mcnqe der miSqesührleii 0>c§c»sm»de.

2. Namen und Wohnort des Führers uiid seiucs Auftraggcbero.

3. Namen uud Wohuort dcs Giupfäugers oder die Verincrkmig. das; die bclrefr
scndeu oicgcusläude zum Verkauf au iittbestimmtc Persoucu ausgefiihrt iverdcu.

4. Das Tatum der Ausfuhr.

5. Tie Bezcichmmg der (f-rhebiiugsstelle mit dcr Uutcrschrist dcs Erhcbcrs.

Tcr Autrag auf Rttckvcrgütuug ist sodauu uuter Auschlus; der betrcffcudcii Vcr-
brauchsffeiiergilittuugen uud des Auöfuhrscheiues schrisllich beim ^ladtrat ei»;>irciäieu.

8 16. Wird Ruckvergütuug bezttglich solcher Gcgcnffüudc itt Auspruch qcnommeu,
welche mit der Gifeubahu ausgeftthrt werdcu. so ist dcr Ausfiihrscheiu 1.T bei dcr
dem Balmhof uächst gclegcucu GrhcbungsffeUe ausscrtigen zu laffen uud dem Anlrag
auf Rückvergütung auch eiu vou der Bahubehörde bcglaubigtcs Tiiplikat des belrcffcm
den Frachtbnefes beizufügeu.

8 17. Wcr Gegenftaudc. wclche aufferhalb der städtischeu Erl,cbimgsffcllei! ge-
lagert fiud, auf auderem Wege als durch die Eiseubahu aussührt imdBcrbrauchöffcuer-
Rückvcrgülimg bcauspruchcu will, hat auffcr dcm bci dcr uächffcu GrhcbungöstcUe zu
lösenden Ausmhrscheine uud den betreffcudeu Bcrbrauchöffeuer-Tuittimgeu auch eine
bürgermcistcramtlich beglaubigtc Bescheiiiigimg dcs auswärtigcu (> iiipsäugers übcr Art
und Mcugc der empfaugencn Gegcttständc, das Tatum des (ffmpfaugö uud die Persöu-
lichkeit dcs Abscndcrs, sowie dcs Ftthrers vorzulegeu.

§ 18. ff'iuc handelsmäffige imd darimi zum Auspruch vou Berbrauäisffeuer-Rück-
vergiittmg bcrcchtigeude Ausfuhr wird imr dauu augeuommeu, iveun es siä, nm eiucu
Berbrauchssteuerbetrag vou miiidcsteus 20 Pfg. bei jcdcr Aussuhr haudeli. uud wird
mcht angeiiommeu, wenn dic Ausfuhr durch die Poff ersolgt.

ß 10. Pur Erlauguiig vou Berbrauchösteucr-ffiückvergütttligcu wcgeu dcs iu 8 0,
letztcr Absatz, erwähuteu Gruudes ist feruer crfordcrlich:

daff der Antrag auf Rttckvergütimg spätestcns 6 Wochcu uaä, dcr Anssuhr

beim Ttadtrat eiugercicht wird, uud

daff die Zwischeuzeit zwischeu der Fälligkcit dcr Berbranäisffcuer uud der

Ansfiilir uicht mehr als scchs Mouate bcträgt.

K 20. Iu jcdem Falle köuueu dic uach dcu 8^ 10.17 nud 19 zu leiffeudeii

Rückvcrgütiiiigeu vcrweigert werdeu, wcuu uachwcisbar das Grfordcrnis dcr .s?audels-
mäßigkeit bci der Ausfuhr nicht zutrifft.

ä. Besouderc Bcst im m uugen ttber eiuzclu e v e r b r a u ch s ff eucrpfli ä, tige

G cgeu st ä u de.

Bier.

8 2l. Tic Bcrbrauchsstciicr von Bicr, welches auf ffädtischer (Oeuiarkimg gcbraut
wird, wird ziigleich mit dcr staatlicheu Bierstcner imtcr Aniveudimg dcr sür diese gel-
tcndeu Ottniidsätzc crhobcu.

8 22. Bci handclsmäffigcr Aussuhr hicr gebraiiteu Bicres bclrägt die Rückver-
gütung 00 Pfcuuig vom Hektoliter. Wird Bier iu uugeaichtcu Flasäicn ansgesührt,
so wird sedc Flasche als >/n Liter haltcud bercchnet, und jede halbe Flaschc als h r Lircr
halteud.

/i. Weiu.

8 20. Die städtischc Berbratichssteuer vou Wei» wird mit der 'laatliche» tztzein
. accisc »nter tzlnivcudimg der Grundsätzc erhobeu, wie sie das Wcinstenergesetz vom 10.
Mai 1882 m Bczug auf Abgabepfliclff, Fäliigkeit der Lteucr uud Fleuerbefremiig fest-
setzt. Ju deu Füllen dcs Art. 28, Ziff. 4 uud Ziff. 10 des Itteieizes tritt jedoä, eiue
Befrciuug vou dcr Berbrauchssteuer imr daim ei», weuu es fiä, um bercits iu der (ffe-
markuug Hcidelberg eiugckcllcrte Weiuc haudelt. Grhebt die Ttaatsverwaltuug iu deu
Fälleu dcs Art. 10, lctztcr Absatz und Art. 21 dcs Weiuffeuergcsctzes die Weiuffeuer iu
Geftalt eiues Abcrsums, so wird für die Berdrauäisffeuer cbeufalls ciu uaäi Ber-
hältnis zu bcrcchucndeö Aversttm vcreiubart. Bei FestffeUimg der verbrauchsstettcr-
pflichtigcu Weiumcnge ist jede Flasche von germgerem Jnhalt als ein Liter wie eiire
Merflasäie zu behandeln.

Mehl nud Brot.

§24. Wenu Mehl m Beträgen vou über 100 stilogramiu eiiigebrachk wird, so
hat der Führer beim Erhcber der EingaugSstclle dassclbe borznwciscu und auzugcben:
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