Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1890 — Heidelberg, 1890

Seite: VIII
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L. IVsttsrs ^RLSÜUgS.

Vsdsr ?seeksrxsmünä, vllsdsrx vacd IVeeksrstelvsek; IstLlsres mied
uder LissssIK»v8S» uvä vou äa mik äer ueueu 8trasss nder Ivleioßemüuä, oder
ü1> er 8ek6uuu ru erreiedeu; äeu küekveZ äunu üder ^eekar§smünä uedweu:
oäer vou Äegeldsusso deim stüreuüaeütim! uuk eiuem suk duN-e Lerßegdülie
küdreuäeu uuä bkää im >VaIä, bulä uu dsrrlieben ^ussiedtspunllteu vorüder
risdeuäeu knssweZs uacd LieinFemüuä (ße^enüder ^eedsrßewüuä) derad oäer
veiter uuk äer Hode am ZcdvLlIieuuest vorbei uacd blscdLrsteioscd. Ileber äen
Löuigstudl uuä Kodldok used Lsmmentkul; Vt iebNnxen, Läin^en uuä duäen-
burx sm ^eeksr; Kcdnelrinxen <mit berüdmtem Oarteu); >ipe;er. V«M8en-
keim uuä 8edrie^deim mit ktuiue 8tradlevdui^ (Lw d'u88e äes Oelber^».
Vi'eindeim mit liuine IVinäeed, Oorxdeimer uuä LirdeuLuer Idrä; kleppendeim
mit Luine 8tsrdeudurß; Xuerbscd mit 8edloss, kelseumeer; Uelidvcn«; äv^en-
deim. Lsä Vl impken sm >ecdsr; wit ävr ^ecdsrldsldsdn nsed deeksr-
öleivscd, Lirscddoru, Lberbscd, Xninxenberx (von letrterem Orte aug äen
XstLenbucdel (Löedster LerZ äö8 Oäenvsläes) dssteigen) unä veiter üder
>'ecli«re!s! nsed .Is^tkelä uuä Lei'bronn; vou Lberbscd mit äer Oäenvalä-
dsdu nacd Lrbscd (8cdöns 8ammluu^eu im Orääiedeu 8cdIo88e) u. Nicdelstsät
(wit 8edlo88 unä ksrk küretevsu), von äa naed Lnlkscd. Xsed Ilensdelm
oäer äv^endeim; vou äa uacd j.iuäsnkels, Lrksed oäer Uiedslstsät, Lul-
bsed, dl. Leabsed u. Nütenberß;; von äa imrüek über ^mnrbsed, Lrnstdsi
uuä Xsilbsck nacd Lberbsck unä Ueiä« Iberss.

^lit vor8tedeuä außegedeuen I'uukten i8t äis susseroräentlied reiedkaltiße
.Vus^adl vou .Vu8ÜüZ6u iu äie niidere unä keruero I w^edunß IleiäelderßS uoed
lanbe nicdt ersedöi>kt. >Vir mü8seu un8 äsrauk desedränken, äiv dervorragenästen
kuukte LnriuAeden. — Xoed demerken vir, äass xadlreiede IVexnoiser in äer
I^wsse^euä Ileiäeldergs, äie kortnridriuiä iux d vermedrt neräen, äas >Vanäeru
ässeldst sedr erleicdtern, so äass m:iu sicd iu >VaIä, Lerß nnä Hial dalä
deimisck küdlt.

Chronologische Zusammenstrüung
wichtigrr Srgtbruhcitrn und Ercignissr in -cr Ltadt Hcidctbcrg.

Ungefähr

50—260 bestund hier auf den: Tcrrain des jctz'tzen foq. Bcrtzhcimer Bauviertcls
eine „Römifche Niederlassuntz".

781. Erste Erwähnung des Dorfcs Bergheim in einer Nrkunde dcs
Klosters Lorfch.

1150. Erbauung der Burg des Herzogs Konrad v. Hohenstausen auf der
Stelle der heutigen Molkenrur.

1196. Erstc urkundliche Erwähnung des Namens der Stadt Heidclberg und
der frUhercn Heiliggeistkirche.

1217. Aelteste Nachricht von einer Fähre Ubcr den Neckar.

1275. Viele Heidelberger Bllrgcr mit Hausfrauen und Gesinde fahren Ubcr
den Neckar, um eincm Gottesdienste bcizuwohnen, wobei das Schiff
untergeht und viele Perfonen ertrinken.

1288. Stadt und Schloß werden durch cine Jeuersbrunst zcrfiört.

Große Wassersnot, wobei viele Menschen umlommen.

1308. Zerstörung einer hölzcrnen Neckarbrücke durch Eisgang.

1329. Vertrag von Pavia. Erste urkundliche Erwähnung d. jetzigen (unteren)
Schlosses(Rudolfsbau), erbaut untcrKurfÜrst Rudvlph 1.(1296—1319).
25. Juli 1384. König Wenzel hält einen großen ReichStag in Heidelbcrg ab, um
dem drohenden Ausbruch von Feindfeligkeiten ^wifchrn den Fürsten
und Herren einerfeitS nnd den Slädten andrrerseits vorzubeugen.
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