Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1890 — Heidelberg, 1890

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nur damr bcnützt wcrden, wenn sw sich vollkommen dicht erwiesen haben. Es ist un-
stMhnft, rtwa gefiindenc Fehlrr an eisernen Röhren »nd Berbindnngssti'icken durch
Vcrslrcichen mit Kitt oder Verhttmmern, oder durch Schnell-Loth zu reparn'ctt.

Berstreichcn mit Kitt oder Vcrhämmern undichter Stcllen ist auch bei Bleirohr-
leitimgen »ntcrsagt, dagegen bei dicsen das Vcrlöthen zulässig.

§3. Tie Verbindungen und Vcrschliisse der Rohren miissen auf dauerhafte und
solidc Weise lnftdicht hcrgcstellt wcrden, bci Eiscnröhrett durch Muffen, Metallstopfcn
und Flanschcn odcr Kappcu, bci Blciröhren, wo diese uach 8 1 uberhanpt zulässig sind,
durch Verlöthcn. — Wo Blcirobrleitungctt durch Maucrwcrr oder Gebälke gehen, muß
em fchmicdcjscrncs Fnttcrrohr über dieselben geschoben werden, wclches ctwa 1 Ctm.
weitcr als der äußcre Durchmcffer des Bleiroures ist und anf jcder Scite der Mauer
oder dcs Gcbälkcs mindcstens 1 Ccntimeter oorsteht.

§ 4. Wo Ciscnrohr an beftchende Bleirohrlettung angeschlossen werdcn soll, darf
dic Vcrbindung bon Elsen und Blei nicht durch nnmittelbares Anlöthell erfolgerl, biel-
mchr mnß dieselbc mittclft mcssingeuer Verbindnngsschranben, welchc an das Bleirohr
anzulöthen sind, ailsgcführt wcrden.

§ 5. Bci Bcstimmnng der Rohrwcitcn ist fiir gewöhnliche Verhältllisse die fol-
gcnde Tabeüe maßaebend, währcnd in außergktvöhnlichen Fällen der bctreffendc Jn-
stallatenr mrt dcr Direktion drs Gastverks über die zu ivähleildeu Rohrdimcusionen rc.
sich zn vcrständigcn hat.

Lüngc der Lciiung
i» Mcter

Durchmcffer dcr Röhren in Zoll

u»d MilUmcter _

3/ «

/8

10

mm.

l/2«

13

MM.

20

MM.

I"

25

mm.

1'/4"

32

MM.

1'/-'

38

MM.



51

mm.

3

' 3

W

32

65

s 120

188

395

6

2

7

22

46

84

133

280

V

2

6

18

37

69

W9

228

12

1

5

16

32

60

94

198

15

1

4

14

89

54

84

179

18

1

4

14

26

48

77

162

21


4

11

24

45

72

150

24


3

11

23

42

67

140

27


3

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40

63

130

30


3

10

20

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2

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54

113

42 I



2

9

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50

105

C'i„ Beifpiel wird die Anwcndniig dcr Tabellc erläutern: Angenommen, es sollte
cine Rohrleitung von 20 Metcr Länge fttr 18 Flammen hergestellt werden, so hat man
in der ersten Vcrtikalspaltc der Tabelle dicjenigc Zahl Ati uebmeil, welche der angegebe-
»en LeitungÄänge a,n nächften koimut. Gegeben ist n, unserem nngenommenett Fnll
dic Länge 26, es tviirdc also i„ der Labelle die Zayl 27 dafür zn nehmerr sein. Aran
sucht nun tn dcrselben Horjzontalzckle von links nach rechts die nächst höhere als dic
angrgebkne Flainmenzayl, statt dcr angenommcnen 18 mithin 21, und da diese in der
Spalte für 1 ZoU englisch 25 Millimeter Rohr stcht, ift aiso cin Rohr von dieser
Weite erforderlich unb genttgend, 18 Flammen vei einer Leitnngslänge von 26 Meter
noch mit Sicherheit zn versorgen. . ^

Z 6. Die Röhrenleituug soll tu der Regel zu Tag rmd muß stets mit dem uötigcu
Gcfälle gelegt tverdeu. Auch bel Veränderuugeu und Erweiterttttgeu besteheuder Blei-
rohrleituugeu müffeu eiserne Röhreu zur Verweudttttg kommen, sobald dieselbeu iu bie
Wand, rmter die Deckeir oder unter die Dielen gelegt tverdcll sollen. Zum Ablasseil der
iu dcu Röhreu sich sammeludeu Kolldeusattollsflüssigkeiten siud au geeigneten Stellen,
»ameutlich da, wo die Leituug von wärmereu iu kältere Räulne übertritt, Wassersäcke
mit sichcret» Verschluß auzubriugeu. An feuchteu Stelletl sind Eiseuröhrell durch Au«
strich gegen Oxydalion zu schützen.

A 7. Die Haupt. uud Zwischenhahneu tuüffen tu der Regel diesclbe Dltrchlaß-
öffnung haben, wie die Röhren, au detteu sie angebracht si»ld; sie müsseu fertter mtt
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