Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1890 — Heidelberg, 1890

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Z28. Es ist vcrbotcn, auf öffcnttichcn Straßcu uud Piatzeu sciuc Nütdurfl
zu verrichtcu.

8 29. Großcs Schlachtvich darf nicht ohuc hiurcichcude Bcchcinmq übcr dic
Strstzc qcführt wcrden: cs muß dabei mit ciuem Nascubuud vcrscbcu' riud au Eärueru
uud Füßeu mit starkeu Strickcn so gebuudeu tverdcu, daß es dci dem geriugstcu Bcrsuch
r,m Losrcißcu odcr Durchgcheu gebäudigt oder zu Bodeu gcrisscu »verdeu kauu, bci
Vcrmcidcu der iu 8 102, Ziff. 1 P.-Str,-G. augedrohtcu Strase bis zu ät) Mark.
Lrbendcs Vich, ivclchcs zum Haudel bcstimmt ist, darf uicht iu der Stadt herum-
getricben, muß viclmchr uach dcm Viehhvf gcbracht werdcu,

K M. UnbcspaMtc Pfcrdc durfcn über dic Straße uicht auders als am Zaum
Mr Halstcr ucbcu ciuauder nic mchr als zivci gcführt wcrdcn. Bespauutc Wagcu
durfm nic ohnc Aufsicht dcs Fuhrmauns oder eiucs Slcllvcrtrelcrs dcssclbcu blcibeu,

ß 31. Das Holzmachen vor dcn Häusern auf dcn Straßeu, iveuu es uicht durch
gänzuchcu Mangel an Hofraum geboteu, ist uutersagt. Zu der Hauptstraßc darf vor
den Häuscrn uutcr kcinen ttmständen Holz gemacht wcrdeu.

ß 32. Dcsglcichcn daS Wcrfen mit Stciueu auf deu Straßeu uud öffeutl. Pläpcu.

K 33. Feustcrladeu, scien sie geöffuet oder geschlosscu. müsseu feff augcmacht wer-
dcu. Die Lädru dcs nntcreu Stockes dürfcu iu keiueiii Falle uur bis zur Hälfte gc-
schlssicu wcrdcu. Das Ocffucu dcrsclbcu muß mit dcr gehörigcu Borsicht gcschcheu,
damit anf dcr Straßc Vorübcrgchende dnrch sie nicht vcrlc'vi wcrdcn.

§ 31. Warctt, welchc in Fcusteru uud an Thürgestclleu zur Schau aiisgcffcllt oder
auHgehängt werden, dürfcn nicht übcr die Banflucht des Hauscs hervorrageu. Flcisch
und andcrc Warcn, dcrcn Berührung bcschmntzt, dürfen außerdcm uicht au Thüc-
gcsttllcu und übcrhaupt mcht auf ciiic Weise ausgchäugt wcrden, daß Vorübcrgchcudc
dadurch bcschmutzt wcrden kömicn.

Das Anbringcn von Schildern nud andereu Gcgeustäiideii a» den Häuscru iu
gleichcr Hohc mit dcn stadtischcu Gaslatcrucu ifl mitersagt. Abgcschcu hiervoii ist cs
übechaupt uur iu cincr Höhc vou miudcsteuo 2,40 Mctec iibcr dcu Gehwcgeir geslattct.

Dic Schildcr dnrfcu höchstcns eiiicii Vorsprmig vou 1,20 Mckcc gcgeu die Straßcu
odcr öffcutlichcu Plätzc habeir.

Vor Aubriugttttg eincs Schildcs odcr anderc» dcrartigen Gegeiiffaudes iff jciveils
untcrEinrcichuiig ciiicrPlauftizzc dre pvlizeilichc (ffcuehmigmig eiiizuholeii, ivelclie uach
Anhöruug der Stadtbaukommissiou crtcilt rvird. Souueudächcr dürseu niäit ticfer hcr-
«Wngcu als bis auf 2,25 Meter über dem Trottoir. Dicsclbeu dürfcu Iiöchstcus eiuc
Breite habru, wclchc um 40 Centimcter gcringcr ist, als dic Breite dcs dariinter besind-
Uchm Trottoirs. Den Vcrkchr störendc seituche Vorhäugc dürfcu au Somicudächcru
nicht angebracht werdeu.

8 35. Allc Lastfuhrcu z, B. wie Holz. istohlcu, Stcin, Laub, Hcu, Stroh, Mchl
undMöbclwagcii w., welchc durch dicStadt fahreu, düifeu die.Hauplstraßc vom Aiarkl-
Platzc bis zum Darmstädter Hof uicht beuützeu, müsseu vielmchr über deu Marktplatz
odrr bci tfafe Wachter itt die Haspclgasse und dle obcre Neckar- mid llferffraße eutlaug
fahren; licgt dcr Bestimmuugsort iuucrhalb dcr Stadt, so dürfcn sic die Haiiptstraßc
n«r foweit bcujitzen, al« uubediugt tiotwcudig iff. Zufa m m eugc b u u d e u e Last-
Mgcn dürfcu nlcht durch die Stadt fahreu.

Allc Hcu- uud Strohwagcu, wclche p»n uud uach dem Hcmuarklc sahrcu, dl'irscu
ihren Wcg uicht durch die seyr steile, vcrläugertc großc Mautelgasfe zwischcu deu Häu-
fern dcs Kaufmamls Nupprecht uud Privatmamis Hofmciffcr uchme». Deu Führcru
VönLasksuhrctt, ittSbesoudcre attch vou^alkffeiusuhreii, wclche aus dcrRohrbacherstraße
kommcn und uach dcr Bcrgheimerstraße oder durch tetztcre uach cincr audcic» Straße
Khren wollen, ist uutersagt, bei diesem Aulasse dic ttaiser-, sowie die Römerffraße zu
oenützcn.

8 35a. Däs Fahreu der Droschkcu uud Privat-Gaiüpageu durch drc Plöckffraße
rst vcrboteu, ausgeitommcu wcuu die Plöckstraße sclbst, die Thcaterffraßc odcr Fried-
ttchstraßc das Ziel der Fahrt ist.

Alle Fuhrwerkc müsscn bcim Fnhrcu um e'mc Ltraßcueckc im Lchritt fahreu.

Bcim Eiubicgcu in dic Hanptstraßc hnbcn sich dic Führcr zu vertäfsige», ob
dre Slrccke frei ist, nötigeufalls habcn sie so lange zu rvartcu. bis der Pferdcbahu-
Mgen vorüber ist.

I35li. Lastwagcn, Rollen, Pritschen, Möbclwagcn dürfeu vom 1. Iamiar 1887
ün eine Bodenbrcite von nnr 1,80 m habcn mid dürfen nicht so beladen wcrden, dnß
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