Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1890 — Heidelberg, 1890

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H 40. Ucbertretttngcn obtgcr Vorschrift ivcrden »ach Z :>06 Z. 10 N.-Str..l'.;.-B.
M Gcldstrafc bis zu M Mark oder niit Haft bis zn 14 Tagen bcstrast.

s. Drn Oerlrauf von Holz, Heu und ^trost detr.

(Holzmarktordming vgl. nnter Hafenpolizei V. e. mlteii.)

Ortspolizciliche Vorschrift dom 1. Mai 1885.

Z 1. Allcs Holz, Ivelchcs in Schcitcrform imd i» gaiize» Wageiiladimgeir, Hcn
rmd Stroh. ivelchcs znm Bcrkauf in hicfiger Stadt eiiigesnhrt ivird imd »icht für dc»
Udtischc» Lauer bestiirnnt ist, niiist airs den Platz bei dcr Henscheiier verdracht wcrdcii.
Dos Hcrnmfahren und Feilbictcn in den Straste» ist verboten. — Holz ka»i> anstcr-
dem anf den Holzlaner gebracht wcrden. Holz, He» und Stroh, wclches a»f Bestelliiiig
eiagebracht wird, darf dirckt nach dcm vom Bestclier bczeichiietc» Ort verbracht wer
dcn, sotcri, dcr Kanspreis mit dem Bestcller vorher fest vcrcinbart ist odcr »nr »och
durch Ansmessimg, Abwägung odcr Znzählimg bestimmt zn werdcn branclst.

Z 2. Als Platzgeld sind an dcn Marktmeister zn cntrichtcn:

Kg-

N-

'lg-

fg-

1) Fstr einen Schicbkarrcn.10

2) Fnr eincn zlveirädcrige» Handkarre» . . 20

3) Für ciiic» Emspäiiiierwageii .... 25

4) Fiir einctt Ziveispättnerwagctt .... ti5
Z 3. Dic Anfsicht iiber den Markt fiihrt der Marktmeister imd habc» die Markt-

bchulnr drn Anvrdmmgcn desselbc» Fvlgc zn lcistcn.

A 4. Zttwiderhandlnttgcn gegcn vorstehende Bestimimmgeii werde» gcmäst Z 140
Ziss. 6 dcr Gewcrbeordmmg mit Gcldstrafe bis z» 50 Mark »nd im llimermögensfalte
mik Hast bis zu 8 Tagen bcstraft.

6. Den Getrieb -rr Pfer-ebnljn bekr.

Ortspolizeiliche Vorschrift v. 27. April 1885.

Z 1. Die fiir de» Bctrieb der Pfcrdebahn zu benützcilde» Wagcn dürfen kcine
grötzere Brcite als zwei Metcr haben, nlle Borsprünge eingerechilet.

Sie inüssen vcrschen sein:

a. mit ciner kräftig nttd schncllwirkcndcn Brcmsvorrichtnng;

b. mit ciner Zugleme odcr ühnlicher Borrichtimg, wclche cinen Signalvcrkehr
dcm Kntscher von der Rückseite dcs Wagens nns ermöglicht, nnd

e. mit zwei Laternen (je cine an der Border- imd Rilckseire». wclche glcichzeitig
dcn mneren Wagcttramn znr Nachtzcit aiisreicheiid crhellcn.

8 2. 5tedc ^ .

M

die.

nchmcn kann, angrschriebeu sein. Ilcbcr dicse Zahl liiiiniis dürfen kri»c Personeil zur
Fahrt anfgenommen werden.

8 3. Dic zum Dienstc bci der Pferdebahn vcrwciidcten Pferdc müsseii krastig,
Mkommen dicnsttanglich rmd von schädlichen Fehlern frei, die Geschirrc solidc, von
gutem Aiischen »md in gniem Stande sein.

ß 4. Das Dienstversonal bestelst fiir jeden Wagc» ans eincm Schasfner mid einem
Kutscher. Dic Bcdiemtcten bnbcn während der Dienststilndcn die von dem Uttteruehmer

^ ,.. ..„.„ .... höfliches. . , ,

Den anf dcn Bahnbctricb beziiglichen Weisimgen dcr Poli.zcibeamten habcn sie Folge
zu lcisten. Bedienstete, welchc zn begründcten Bcschwcrden Veranlassimg gebe», sind
MS dem Dicnste zu entlasscil.

L 5. Dcr Betrieb riä)tet sich nach dem Fahrplane; die Falirpeise werdcli durch
de« Tarif festgesetzt. Fahrplan imd Taris ttnterliegen dcr Znstimnuulg des Stadtrats
uud der Gcnehmigling ver Polizcibehördc.

8 Auf denjenigeil Bahnstrecken in dcr Hanptstratzt, anf wclchen zwei Geleisc
««gen, ist bis 12 Uhr mittags nnr das nördliche, uach 12 Uhr mittags »nr das südliche
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