Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1890 — Heidelberg, 1890

Seite: Anhang_038
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tember 1WS vorzngsweise als Em- und AuSlaLcstärte für die KansuicumZ- vdcr sogm.
Llückgüler bestrmmt mrd unlcrstcht der Kcaufsichtigimg des Grosch. Haiiptstciicramie^

ß 7. Dcr Platz von deni Hausc der Frau Profesior Walz, Untcre nststckarstrahe
Nr. 3, bis an das Haus von Frl. S. Funk, Uuterc Ncckarsrrafzc Nr. 5, bat pnn Ver-
laden von Brennholz, Hopfeastangen, Brettern, Latten und Nalmicnscheukcln m diciM.
Sobaid dic Bedarsszcit sür Hopscnsrangcn vorüber isi und spütcstcns niil Ablanf dcs
Mouats Mai müssen dic iu Rcsten uoch lagcrudcn Etaugcn vou ihr'cti Pläpcn gcrämiit
nnd aus eincn vom Lauerpächter sür sic zu bestimmeuden Platze gebracht rvcrdcn.

tz8. DaS Vorland von dem Hause von Frl. Funk, ttnterc Ncckarstraße Nr. ü,
bis zur ncuen Brücke ist zum Lagern vou Steincn, Bauholz, Floßholz. Hopfeiistangeii,
Brettern, Latten, Rahmcnfchenkelu imd Gerüststangeu bestimmt.

s. Nuslade-Ordmmg.

s. Sage und Qrdnuug dr- Unslaveplahe».

K 1. Der Platz, an welchem die mit Holz beladenen Schiffe z»r Ausladmtg
kommen, besteht aus;

a. dem cigentlicheu Ausladeplatz uud

b. dcm AttshilsS-SluSladeplatz.

6 2. Der eigcnt 1 iche Nus! adcplatz bcgiuut au dcr breiteu Treppc obci halb
des Prosesior Walz'schcu HaufeS unv crstreckt sich bis zum uutercu Ende diefes Haufcs.
An diefcm Platze könncn zwei Schisie zugleich ausacladcn wcrdeu. Dcrscibe unisi aii
der ttseiseite stets in ciuer Breite vou miudestcns 4 Metcr frcigehalteu wcrdeu.

si 3. Ter Anshilfsaus! adeplatz erstreckt stch vom Walz'fchen Haiv'e. am
uutcreu Eude dcS obigen Platzes bis zur Eimmuiduiig dcr BieUcustrastc. tta iü uir
Aushilfc hcstimmt, wemi drei oder mehr Schiffe zu gicicher .3eit znr Aiisladmig
kommcu. Diefer Platz ist in gleicher Weise freizuhattcu Ivic dcr cigentliche Ausladcplai;.

st. erdnnng der zum Ansladen ankommenden rchiffe.

4. Das erste aukommeude Zchiff hat seiukii, auf Schiffslaiigc bcftimmic» Raim,
ani obercu Ende des crgentlichcn Ausladcplatzes dirckt von der breiten Trcppc a». cin-
zunehinen. Au dicscs ^chiff fchliestt fich umnittelbar das iiächstkommelide au. ^vmmril
zuglcich noch mehrerc Schiffe zur Ausladuug, so fchlicstt sich stets das nächsteinticncnde
direkt an daS vorher angekommene au.

tz 5. Sobald ein Achiff von fciner Ladung eiitlecrt ift, hat es sofort deri Nnsladc-
platz zu verlassen. Deffen Ranni dafelbst hat das nächste untere Echiff eiuzmicimien.
Siud mehrere Schiffe zugleich bcim AuSladcn, fo rückcu fämtliche iu dic Rämnc ilirer
Vorderschiffe ein.

H 6. Nach der Ausladung eiues Schiffcs ist dcr Ausladeplatz fosort zu ränmcii. fo
daß vcr Ausladepkatz nicht läuger in Anfpruch genommeu wird, als bis das Schin voii
sciner Ladung entleert ist.

8 7. Mit dem Ausladeu oder dem Abführcn von gelaaerten Gegeustä'idcn davf
erst begonueii tverden, nachdcm dcm Lauerpächter odcr fcinem Stellvertreter einc beziig-
liche Anzcige erstattet worden ift.

ttebertretuugeii diescr Vorschriftcn werdcn gcmäß des P.-Str.-t8.-B. aii
Gcld bis zu 100 Mk. odcr mit Hast bis zu 14 Tagcu bcstraft. Dcr Lauerpüchter foivic
die Pottzeimannschaft sind zu strengcrAufrechtcrhciltmig diefer Ordimng uud foforligcr
Auzcige vou Uebertretnugen augewiefen.

c; tzolrmävlir. und Lauer Ordmmü.

8 l Jedem Holzhändler wird auf dcn zur Lagermig vou Hoiz bestimmteu PläiM
vou dem Lauerpächter eiue Stellc anacwiefeu, an der cr sciu Holz i« beliebiger Mcnge
aufsetzen kami. Au deu Holzfchichten siiid die Namen dcr Verkäufer, fowic die von bc»-
felbeu bestimntteu Verkaufspreife mit fchwarzer Farbc deutlich auzüschreibcu. Dic Holz-
archeu müffen so gesctzt werdcu, dnß fie nicht einstttrzeu könuen. Das Holz darf mir
aus ff' sMeter Hohe gesetzt werdeu. Ausuahmeu sind nur zulässig, wcun uud insolaiige
in Folge hoben Wasserstaudes dcs Neckars Raummaugel eintritt.

tz 3. Die Lauervcdicusteten. d. i. dcr Lmicrpächicr (Laucrverwalter) uud die Holz-
messer, tzolzeinleaer, Lauerkärcher, ttalkmrffer uud Steiuauffttzer werden vom Stadl-
rate angestellt. Der Lauerpächtcr, wclchcr in besouders zu verciubareudcm Bcrtrags-
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