Adreßbuch der Stadt Heidelberg für das Jahr 1890 — Heidelberg, 1890

Seite: Anhang_042
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gctrieben werden. Zur Nufstellnng grsherer Wagen und Bnden kann die Polizei-
behörde nach Anhörung des Äememderats Erlaubms crteilen.

ß 4. Hundc dürfen nickt auf die Markte mitgenommen werdcn, auch sind die Be-
sitzcr derjenigen sttafdar, wclche hcrrenlos anf den Märktcn tzernmlaufen.

Z 5. Von allen zu Marktt gebrachtcn Gegenftändcn ist a» den Marltmcister das
ftstgesctztt Markt-(Platz-Meld zu cntrichten, wofür dcrselde das bctresfcndc Aiarkt-
zcichcn zu übcrgchm hat.

Auswärtige Milchhändler, welchc auf öffentlichen Plätzcn oder Stratzen fM
halttn wollen, habcn bereits am Eingang dcr Stadt dem dort ansgestellten
trolcur das Marktgeld zu bezahlen.

ß 6. Marktgeld wird bezahlt:

1. sür einen Korb bis zu 50 Centimcter Durchmeffer.

2. für eine« Korb bis zu 1 Meter Durchmeffer .

3. für rinen hohen Korh bis zu 50 Centimeter Durchmeffer

4. für cinen hshen Korb bis zu 1 Meter Durchmcsser

5. für ein Tuch bls zu 50 Centimeter Raum

0. für ein Tuch biS zu 1 Mcter Raum.

7. für einen Gack.

ür ein mittleres Faß.

ür em größeres Faß.

ür cinrn Gchichlarren.

ür einen zweirüdrigen Handkarrcn
einen Einspännerwagen

8.

9.

10.

N.

12

,3.

11.

ZweffpSnnerwagm .
i Tisch, auf welchem

Waren ftilgebotcn werdcn,

15.

16.

17.

18.

5M.
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10

20

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20

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für

für cmen
für cinen

1 Ouadratmeier

für einen Tisch, aus welchem Waren seilgchoten werden

2 Quadratmeter.

sür einen Kammstand sfogen. Aämmkiste)
sür einen Ltand bis zu 2 Ouadratnrettr

18. sür einen Kübrl, Fischbrhälier stnd die Beträtze wic bri 1 u. 2 zu crhrben.

19. bei allen sonst zu Markt gebrachtcil GegcnstSnden pro Ouadratmctcr

20. sür Benützung eines Sitzpiatzes.3 ,

H 7. Sämtliche Waren müffcn an dcn sür sie bestimmttn Platzen, welche für

Aöche und Fuhren getrennt stnv, aufgestellt und dürfcn dicse Plätze währeud des
Markts nicht verandcrt werdeu.

Z 8. Arich dcn Gcwcrbcttcibendcn ist der Vcrkauf ihrcr Warcn auf dem Markte.
sowcit es der Naum gcstattct, erlaubt nnd habcn ste stch uon dcr Aufsichtsbehöldc
dic Plätzc anweise» zn laffen.

H 9. Nnr unverdochcne, unverfälschtt und der Gesundheit nicht schädlichc Waren
dürfen auf den Markt gebracht werden; andere werdcn je nach Umständen weggcschafft
odcr konfisziert (tz 367 Ziffer 7 R -Str.-G.B.).

Ortspolizeitiche Vorschrist vom 12. Januar 1888. Dtc Gcfaße, in wclchcil cnt-
rahmie Miich verkauft oder tcHgehalten wird, müssen an offensichtlichcn Stelleii emc
dcutlichc, nicht verwischbare Jnschrist iragen, wclche dic Bezcichrumg „entratimtt
Mttch" errthält. Dic Jnschrift rst auf drrr Sctttnwänden und wenn thnrrlich anch
auf dcm Deckcl des Gesätzes anzubringen rmd hat durch Aufmalen mit schwarzer Farbe
auf helleru Utttergrunde zu crfolgen. Die Buchstaberr der Jrrschrist sollcn mindcstcus
3 em lang sern. Uebcrtreturrgen dicscr Vorschrist werden gemätz H 149 Z. 6 der G.-l^.
nrit Geld bis zu 30 Mark, im Urrvermögensfalle mit Hast bts zn 8 Tagcn bcstrafr.

Z 10. Auf dem Markt darf nur den Borschristtn der dcutschen Maß- rrnd Ge-
wichtsordnriug cntsprcchendes Matz und Gewicht tn Nnwcudnng kommen.

tz 11. Wer Geaenstände mit Angabe d«s GewichtS, wie z. B. Buttcr, ftiMetct,
ist daftir verantwomich, daß seiue Angabc richttg tst, urrd rvird, falls die Ware zu lcrcht
seirr solltt, besttast. Das Gewicht der Butter darf, mit AuSuahmr größerer Balttn,
unr 1/4 uud >/s Psund (>/« und '/« Kilogramm) betragen uud wird durch das Polizcr-
personal nachgewogen.

ß 12. Zur Handhabung dteser Marttordnung tst autzer dem Polizeipcrsoual uanrent-
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