Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbachbach für das Jahr 1891 — Heidelberg, 1891

Seite: 209
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Am k»tadtverttcl»r.

I. Leililclinicr wiiinchr mil Lcitiiclimcr I: zu 'nrcclicn.

^ ilimiiil dc» Heriiliörcr voii dcm eiicriicii Hakcn. liäli ilm mil der Lcii.lUönnuiicl
an'sOhr, driickr eiiimal kii rz ani dc» Vcckliiavi a» der Lrorvcr'eilc des vlekauics
und führi daiiach deii zweitcii Hörapparat zuiii andcrcii O'ar. r'Iu' dic ölimvori dcr Ver-
mitklunMilstall „hicr Amt" nciiiit durch Hineiinvrccl'cii in da:- Äitivvöott rkliimmcr
midNamcii vou ll, z. B.: „Niliumer drci iNniliiiicr dcr Lvrectm-'llc vou i: iri dcr Lcil-
nehmerlistci Fräiikcl."

Dic Änstali aiitivortel: „6)iil", riiii dcu aeiviiiiichlcu Lcilricimrcr li uud vcrl'indck
ihn mit.t. Oder sie sagt: „Zchon bescm, k'irle nach 'iin' Äinur-u nvchmal-i' ru'ctt."
Zn letztercm Falle erwidert.X: „Vcrslaiideii" nnd hanar dic Zenchörcr ivicdcr an die
Hakcn.

Am' dic Mcldnng der Pcrmirllniigomrstall: „<>inl" deiialr V den vom ei'ciiien
Haken gcllolilmciicil Fernhörer am :Ohr. Anr die tÄ'gcnmcldnng: ..liier N, wer dorrr"
t>Ninnt -X die Untcrhaltnng mit: „hier .X" nnrer Bcnünung k'eider Zcrnl'örer. Es em-
pfrehlt fich, dcn Abschluß dcr cinzelnen Milteiiungen, Fragen ce. durch ..Biitc Amwork"
beziv. dnrch „Lchluß" zu bezeichneir.

Jm ^aufe ciuer Ilnterhaltuiig darr der Wcckknovr nichr gedruckt
werden. Pansen sind während den Unterhalkungen thunlichsr zn vcrmcrdcn, iv:c iiber-
haupt dic Tmrer der Benutzung der Einrichtungen nach Möglichkeik zu l'eichrmiken in.
r^alls cine knrze Untcrbrechung des (löespräches nichr zn vermeldcn l'r. io mns; dcimoch
dcr Teilnehmer, welchcr die Forrsctzuiig dcs Gesprächs crwariet, dic Z-cnibörer niiaus-
gesetzt am Ohre behalten. Bcim Eirikritl ciner längeren Pauie i'l von beiden Lcilneh-
rnern das Schlußzeichen zn geben und znr F-orlievnng der Unkerballiing die Bermitt-
lungsanstalt Don neuem anzurufen.

Nach becndetem Gespräch hängen die Leilnchmer die Fernbökirer an dic Haken und
geven beide durch drcimaliges kurzes Trücken des 'Äeckkiiov'cs das Schluß-
ze iche n. Die genaue Besolgunq dieser Borichriir vr iiir cinen ordiinngs-
maßlgeir Bctrieb unerläßlich.

Wßd nach Schlußeiner Uiiterredung eine anderweike Bcrbindnng geivünicht, >o i>l
evenfalls zunächst das Schlußzcichen zu geben und demiiächil, aber aichi vorAblaui
einer halbcn Minute, die Bermittelungsanstalt abermals zu wccken.

II. Teilnehmcr U wird gewcckr.

Sobald der Wecker ertönt, hebt U die Fernhörcr »on den Haken. hält iie an dic
Ohren und meldet sich mit den Worten: „hier 8, wer dorl'5" tTrncken d cs Weck-
knopfs als Gegen meldiiilg ist dnrchaus unstattkast nnd vewirkt
vorzeitige Trennung). .X nennt hieraus seincn Namen und beginm die Umer-
haltung.

IU. Zur Bcstellung einer Nachricht durch die ^"Ninllnttgsan'la!-

rust der Teilnehmer letztere wie gewöhnliäi an und sach die Be-

Antwort: „Bitte bringen" diktiert der ^eünehmcr dlc-lachllchl ^der

förderungsart durch: „mit Post (als Briet oder Po;tkarle), „durch
„als Telegramm". ^ . .

«. Lrn Lrrnvrrlrehr

iiennt der anrufende Teilnehmer seiner Mrmilleliingsmiilalt deir

Ortes, sowie Nummer und Namen des -Letlnehmcrs daielbn, ^r a n l a i; td a r auf

Nummer 12, Krebs". Der Beamte antwortet: ...zch werde r en . rcranlabt oma^r
das weitere und wcckt, sobald der gernfene L.eilnebmcr wieder an

Dicser bringt die Fernhörer, welche er inzwllchen an dre ^ b ' tz^s
die Ohren, empfängt die bezügliche Mitteliitiig der Bcrm'.ltelnng-^ ^ ^

Gespräch nach erfolgter Meldung des gerufencn Trllnehmeis m m
Für den weileren Berlauf des Gesprächs gelten ebenfalls dic Bemmmungen tur

^^^De??erufene Teilnehmer wird von feiner BermitteluiigsmmaU geimckN
teilt ihm mit, daß er gerufen werde. Der Tetlnehmcr meldct nch, rü
den Ohren, in gewöhnlicher Weife.

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