Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbachbach für das Jahr 1891 — Heidelberg, 1891

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ZusltmmeilßellMg iler für ilie Aailt Keiilesberg

erlasscncii, zur .seir qelreiideii

ortspotizeitichen dorschriften,

wclche fiir dcis qrös;ere Piidlikuin von Fnleresse sind.

I. Lrdnunqs- nnd Licherheitspolizei.

iSicheicheilspolizeiliche Bestiminuiigeii sindeii sich auch in deu uiiler der Nubrik lV
sLtrasieiipolizeii aufsicfiilirteii ortspolizeiliche» Vorschrifteii voiu 22. Dezemder

L. Wohnungs-, Fremden- nnd Vienftboten-Unreigen.

Lerordinintt vom 8. Mai 18M 49 P.-Ltr.-(9.)

iBestiilimunüen über den Ortsüebrauch beim Wolmuuqswechsel, sowie iiber Rechts-

verliältnisse der Arbciter und Dicnstboten vergleiche uiner Vll und VIII.)

8 1. Wer nach zuriickgelegtem vierzelnnen ^ebcnsjabre in eine t^eineinde eiiiziebl,
uiil iu derselbeu seincn Wohrisit; oder Aufeinball zn nebinctt, ist verpflichrct. biunen
läiutsteus acht Tagen nach dcm t5inznac fich bei der Orispolizeibebörde uiner Bor-
legung der ihm an sciiltln bisherigen Wobn- oder Aiiseinbaltsorie erteilten Abmelde-
bescheiiiignrig persönlich oder schriftlich anzuittcldcii und die im bcigcdruckren Formu-
lar ^ entlialtencn Attgaben über seine persönlichen Berhälniisse zn machen.

Auf Verlanfien der OrtSpolizeibehörde haben die sich Anineldenben auch dic in
ihreui Besitz befiudlichen, zuin Auswcis über ihre Person sonst dienlichen Papiere
stlkciseausweise, Pässe, Heimatsscheine .'c.) vorzuzeigen.

Neichsausländcr rnüssett sich iedenfaUs durch Zeugnisse ibrer zuständigen.veimats-
bel>örde iiber ibrc Staatsangehörigken auswcisen.

8 Wer nach zurückgcleatem vierzcbnlen Vebensjnbre aus einer <9cmeinde weg-
ziebr, iiiii seinen Wohn- oder Aufeiithallsori in derselben aufziisicben, ist verpflichler,
vor seinem Wesizuge sich bei dcr Ortspolizeibehörde persönlich odcr schriftlich abzu-
mcldcn nnd dabei anziigeben, wohin er zn verzichen gedenkt.

8 8. Beziiglich der Personeu, dic sich irur als Aciscnde in eincr Oiemeinde aus-
balteii, siildct cine Verpfllchtuna znr AifZeige nur insoweik stan, daü Gastwirre <Fn-
haber.'c. von Üütel8 zarois) Namen, Stand und Wohnorr des Fremden sogleich
in das von ihnen zu führende Fremdenbuch einzutrasicn oder von dem Fremden
eiinragen zu lassen haben.

Jn den Städten, in welchen die Ortspolizei von ciner SlaalssteUe verwallel wird,
haben die Wirte Anszüge aus dem Frcmdenbuch längstens bis zuin andern Morgen
dieser Polizeibehörde mitzuteilen.

Die Fremdcnbücher können von der Polizeibehörde und deren Srganen jederzeit
eingesehen werden.

8 0. Jn den Städten von inindesteus 30M tiinwohnern ist jeder Einzug und
jeder Auszug spätestcns drei Tage nach seinem Beginn schriftlich bei der Lrtspolizei-
behörde nach Formular L anznzeigen:

a. von dem Besiver des Wohnhauses oder dem von ihm oder für ihn aufgesteUren
Verwalter bezüglich des Ein- oder Auszugs, welcher
1. ihu selbst und seinc mit ihm ivobnenden Angcbörigen,

3. die übrigen iu seinem Haushalt wohnendeu Personen, wie Dienstboken,
Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge, Schlaflenre. Pfleglinge.

6. seine Mieter,

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