Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbachbach für das Jahr 1891 — Heidelberg, 1891

Seite: Anhang_33
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H2'6. Die Privat-Jlistallateure sind vcrpflichlel, die tvas- »>id Wasserleiliinqei!
im Nebrrgen in Uebereinstimniliiig mil den znr ,';eit dcr Äiisertigimg dcr Leitimg gilli-
gen Vertragdbestlinmungen nber die Mgabe von <>4as und Wast'er a» Prival-Äbail-
iiciiten anszlifilhrcii imd sind serner verpslichiet, von allen grösteieii Äeuderuiigcn imd
lt-rweitcrlmgen besteheudcr Gas- u. Wasscilciliiilgeii der Diretiion dcr stadliichcn <stas
lind Wasserwerke sofort uach ihrer Ferligstellimg ichriftlich Änzeige ',11 eistatlcii. Tic-
vezieht sich nameiitllch auch auf Badeemrichtiliigci!, <»!oiets, Pissoirspüliiiigei! imd alle
sonstigen Äpparate und ts'tiirichtungci,, welche von der Wasseileiriiiig versorgl werdeii,
wie Ventilatoren, Ziliimerfoiitaiiicii, Ägnarie», Wassermotoreil imd dergl. uiel».

8 24. Gas- tiud Wasserleituugcii, die überdeckt tvcrdeii sollen, müsseii stadiischc,
scits 'geprüft sein, bevor die Ueberdeckimg erfotgk, widrigeiisall» die lriitferimug der lew
tercn verlangt werden kann, was besonders daim geschehen soll, wcim die belrestendc
Leitling sich nicht vollkoiiiiiien dichr crweist.

8 25. Die Direktion der städlischen Gas- und Wasserwcrke hat jederzeit das lttecht,
die ArbeitderVrioat-Jnstallateiire zu konlrolieren imd bci etwa vorgcslindenen Fehlern
in der Ausführiliig sofort Abhilse zu verlangen.

8 26. GaS- iind Wasserlcitnngen, welche den vorstehcnde» Bestimiimngcn nicht
cntsprechen oder onstige grobe Mängel aiisweisen, drirfen nichl in Gcbranch genoiiimcn
werden. Bereits in Gcbranch geiiommcne Leitimgen kaim die Direttion der städtischen
Gas- nnd Wasserwerke, falls nach ergaiigeuer Aiistorderimg die Abstelliiug der beires-
senden Mängel nicht sofort ersolgr, ohnc Weiiercs abschliesten lassen.

Privat-Gas- und Wasscrlcilrittgen. welche znr Zeit des Iiikrafttretcns vorstehen
der Bcstlinniniigen sich bercits im Gcbranchc besinden, mnssen, besonders wcnn sich ge-
fahrdrohende Mängel an denselben ergeben, nach Vorschrisl geändert oder diirsen nicht
weiter bennvt werden.

8 27. Nebertrctniigcn diescr Bestiiilinnugcn werden gemäst 8 1l<» n. 8 1<>^ .'Uster.'.
P.-Str.-G.-B. au Geld eventuell bis zu l.50 Mark oder mit -vasl bestrast.

I V. Straßen-Polizei.

L. Die Sichersreit. '^ennemlichlreit. 'ireinlichlreit und 'Uiche nus
vffentlichen L»tral;en.c. betr.

L-rtspolizciliche Vorschrist vom 22. Dezember 18<»5 mit Aenderimgeii imd .'siisänen.

<8 5<»6'o sti.-Srr.-tst.-B.)

8 1. Sämtliche Strastcn der Stadt sohnc Untcrschicd, ob Hanpt- oder Acbcn-
strasten) sind an deu crsten fi'inf Wochentageu, und zwar in dcn Monaten vom
1. April bis 1. Oktobcr, morgens 8 Uhr, n»d in den Moiiatcn vom 1. Oktober bis
1. April, inorgens 9 Uhr, und Samstag, abends 5 Uyr, rcsp. 4 Uhr, die Trottoirs
an leytercm Dag anch nberdies schon niorgens zn reinigen.

8 2. Die Verbindlichkeit des Ncinigeiis für die betrcstcnden Bewohncr erstreckt
sich auf den ganzen Teil des öffciitlichcn Weges längs der Hänser, Höse, Gärten
oder privateigentümlicheil Plätze bis in dic Mitte der Straste. Tem Gigentüiner des
Hanses, wenu er solches bewohnt, im andern Falle dem Hanptmieter, liegt es ob,
dafür zu sorgen, dast diese Verbindlichkeit gehörig crfüllt werdc. Zst das Haus an
mchrere Hansbewohner vermietct, so entschcidct znnächst die etwa zwischen dem Gigcu-
tüiilcr ilild den Mictern odcr zwischen diesen nnter sich getrosseiie Vereinbarniig über die
Verbindlichkeit znm Strasteiireiiiigen. Fehlt eine solche Vcreinbarung odcr ist sie »m-
vollständig, oder ihre Existenz iiicht sofort überzengend nachzilweiscil, so bleibt dcr
Eigentümer oder Hanptmieter allein sür den Vollziig des Strastenkehrens verant-
wortlich. Bei nnbewohiiten Gcbäuden, sowie bei allen Stallnngcii, Rcinisen, Gärtcu
u. s. w. hat der Eigeiitümer oder Benützer der Lokale für das .ztehren zn forgen.

H 3. Das Kehren dcr Strasten hat im nachbarlichen Einvernehmen so viel als
iiiögllch zn gleicher Zeil zn gcscheheii. Tasselbe innst so vorgenominen werden, dast
die Straste gehörig rein ist.

8 4. Anch auster den regelriläßigell Kehrzeiten können die Reliiignngspftichtigctt
vom Polizeipersonal angehalten werden, die Strasten zn reinigen nnd den Verkelw
lieinmcnde Gegenstäiide zu entfernen, weiin dics iin Fnteresse dcr Reinllchkeit uiid
des ungehniderten Verkehrs geboten erscheiiit. Sie find nameilUich dazn verpstichtet,

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