Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbachbach für das Jahr 1891 — Heidelberg, 1891

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werden, müssen in den bestehenden Viehhof eingenelll werden. Tie Benümmg anderer
Slallränmc für derartige Tierc, sowic dercn Berkauf an anderen Trten jft nntersaal.
AllcS für hiesige Metzger, selbst auf vorherige Bestcllnng, cingebrachic Schlachlvicb
gilt als zilin Verkanf eingebracht, so lange nichl nachgewicscn wird, daft dcr ztauf-
preis mit dem Metzger' schon vor dcin Eiiibringeii dem Liiick uach fcft vercinbart
ist, also namentlich nicht noch von dcni, sich nach dcr Schlachmng crgcbendeu, Ge-
wicht odcr von der Oualität des Fleischcs abhängig gemacht war.

ts 2. Firr das Einstellen dcs Liches in den Licbhos anf die Taucr von achr Tagcn
hat dcr Verkäufer an deu Beständcr zn ciitrichicii:

1) für cincn Ochsen, Sticr, einc >kub, cin Vind odcr Pscrd 18 Pfg.

2) für ein fcttes Schweiu.18,,'

3) für ein Kalb odcr Schaf.12 „

4) für ciu magcrcs Schwcin oder eine Zicge .... 9 „

5) für ein Spauferkel.3 „

Blcibt das Vieh länger als acht Tagc im Liehlwfe ftchcii, so ist dic gleichc

Gcbnhr wiedcrholt zu entrichtcn.

3. Beständer hat fur hinläiiglichcn Nanin ziim Iliiierbringcn des einzuftellcnden
Viehes zu sorgen, die Stallnngen mit hinläiiglichcr Sireii vericlien zn lasien und sich
jcder Gebiihrcnüberfordernng zii enthalten.

8 4. An dcn Sonn- nnd gcseirlichcn Feieriagen ift dcr Lcrkauf von Vich ini
Vichhofc lintersaat.

^5. Das Vieh ist im Lielibof sowobl als wabrcnd dcs Transportes unter
gehörige Aufsicht zn stcllcn.

ß 6. Sämtlichcs ciiigebrachle Schlachivich mus; sich in schlaäiisäbigci» ,Filftande
besindeu. Kranke und uicht in schlachtfäbigem Ziiftandc besindliche Ticre, sowic un-
rcife Kalber werden, sofcrn deren .'snrückwcisiing in die.vcimal nichl für gebolcn
erachtet wird, sofort dcr städtischcn Frcibant ubcnvieseii. Wisienilichcs Einbringen
krankcn Viches untcrliegt der im 8 des P.-Srr.-(8.-B. angcdrolnen Srrafe an
Geld bis zu 150 Mark oder an Hatl bis zu <! Wochen.

8 7. Ucbertretungen diescr Lorschrisl iverdcn nach Maftgabc der 88 39 uud 149,
Pifscr 6 der Gewerbeordnung mit Gcldbnfte bis zu 3«t Mark nnd im Falle dcs Un-
vcrmögens mit Haft bis zu achl Tagcn beftrafi.

k'. Oerlrauf' von Hol;, -15en und l5lroli in den Str.rlzen

(vergl. obcn IV. U.i.

Q. Den HanUerhandel mit Nvl; und Lohlen betr.

(Bezirksamtliche Bckaiiilkinachniig vom 26. März 1889.,

Wir gcben hiermit öffeutlich bekaniil, daft deiijeiiigcn biesigen.ftoblcnhändlcrii,
wclche ohne vorhcrige BcstcUnng im Umberzieben in biesigcr Siadl .ftohlcn oder sou-
stiges Brcnnmatcrial hausterwcise nach dcm Gewiclir vertaufeu. zur Aiiflage gemachi
wurde, eiuc geeigucte Wage mil sich zn fiibren, danui dcm Publikuiu kftclcgcuhcii
geboten sei, sich durch Lörwiegenlasieii dcs bcir. Fcucruiigsmaierials von deu; an-
gegebenen Gewichtc desselben zn nberzcngcn.

H. Das Vrrdingrn von Dirnltdolrn drtr.

Örtspolizeiliche Lorschrisk vom 21. März 1865.

8 l- Wer das Gewerbe einer Mägdeverdingerin bcireiben will, bai dasselbe vorhcr
bei dcr Polizcibehördc gemäß Art. 8 dcs Gewerbegescizcs anzuinelden.

8 2. Mägdeverdingeriinien dürfcn nur solche weibliche Tiensiboicn beberbcraen,
ivelche g. dic vorgeschriebenen Heimalsurlnnden baben nnd
b. dahicr eincn Dienst suchcn.

Dienstboteu, welche sich schon 14 Tage dienstlos bei eincr Mägdeverdingcrin
hier aufgehalleu habcu, diirfen nichr längcr beberbergi wcrde».

8 3-. Die Mägdeverdiilgcriiinen sind dafiir veraniworllich, daft in ibrem Hansc
keme Zusammcnküufte vou Mannspcrsoueu mil den Beberbergten stattsindcn.
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