Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbachbach für das Jahr 1891 — Heidelberg, 1891

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Lie hcibe» davübtr zu lvachen, das; leizkerc zur Nachrzeit uicht »Iiuc erlaul'ten
Ziveck das.vaus verlasseu uud auf deu Lrraszcu muhcrzictici,. Lvllre sich eiuc Be-
ticrvergre cuvas derartigeS zu Schuldcn koiuuieu lasseu, so liadcu sic am rolacudeii
Taqe der Polizeidekörde Auzcige davou zu machcu.

tz 4. Lie tiadeu jedeu Morgcu ciu Berzeichuio dcr säunlicheu iu der verrloneueii
A'aäir Behcrbergrcu uach deui vorgeschricbeucu ,Toriuular vorzulcgeu uud iiiiiüeu
deui Polizcipersoiial jedcrzeir Zurrirr in ihreui .>?ausc gestatleu.

Z 5. Uebcrrrcluugeu iverdeu uach Piaügabe des l!46 dcs P.-Lir.-<ü.-B. niii
eiuer Geldslrase bis zu 25 Mark oder eiuer Gcsäuguisstrafe bis zu 8 Tagcu geabudcl.

?.u WiedcrbolungSfällcu kanu uach Arr. M Abscw 2 die zeirlichc GiuneUiiug
des (üeivcrbetriebs aur dic Taucr vou 6 Monareu cilitreren.

Zu H !l Abs. 1 wird deuselben strengsteus untcrsagt, Zinnuer beziv. Lchlafstelleu
au einzclnehcnde Hcrrcu zn verinieteu.

ck. Drofchlten-Or-nnng.

Trtspolizeiliche Porscluisl voiu 2. Tzanuar 188<i.

zj 1. Wer selbstständig sür eigcue Rechuiiug odcr als Gehilfe Droschkeu zu iedcr-
iiiauus Gebrauch au ösfeiillichen Trteu iu biesigcr Stadt ausstcllcn iviU, bar bievou
dem Bezirksamte Anzeige zu crstartcu. r§ 6 der P.-V. zur G.-T.) Zulassuug umi
tücwerbeberricb ist allen Tenjcuigeu zu vcrsageu, in dercu Pcrhaltcii und persöulicheu
Perbälluisseu begrüudere BcsorgniS zu finden ist, daf; sie dieseu Gcwerbebcrricb zur
tüefährduug dcr öneiirlichcu Sicherbeir uud Trduuug ruiübrauchen werden «>- 4
Absatz 2 dcr P.-P. zur G.-T.).

^ 2. Tie Troschken iiiüsscu mit zwci Pferdcu bespauur seiu. Tie Pscrde uiüncu
hiureicheud slark ieiu, auständig aiisschcu uud sicher gebcii', auäi müsfeu sie gleiai
ivic das Gcschirr reiulich gclialteu wcrden.

^ !1. Tie aufzustelleudeu Wageu müsseu solid gebam, von gefälligeui Ac»s;cru uud
beauem seiu. Tie Wageutriue müsseu so bcschafsen seiu, das; das Giusreigeu uube-
schwerlich iü, aucb mus; dcr Wagenschlag vou iuueu gcössncr iverden köuucii. ,Teruer
müsseu dre Wagcu sauber lackierr, uür gurem, nicht gcflickreuilch'derzeug, iiu TtUneru mii
reiuemAusschlag iiud uüt gurer Polstcruug versehcu sciu, auch immer rciulicb gebalien
wcrdcu. Tccder Wageu mus; mir seiuer Bespanuuug im PcrhÜlruis stebeu. llebrigeus
köuucii die Wagcn vou verschiedener Bauarr sein. Gs kaun jcdoch kein Wagen, dcsseu
ss-orui mit dem ,'sweck dcr bicsigeu Droschkcnfnhrwerke uach hiesigeu ^okalitärcn iu
Widerspruch stäude, zugelassen werden. Gtivaige» Mäugclu au Wagen odcr Geschirr
ist iiiivcrzüglich abzubelscu. Alljäbrlich siudet »äcb Auorduimg der Polizcibehörde aus
zrostcn dcr Bcsiper eiue Bcsichriguug säuiklicher Droschkeu und Troschkenpferde sran.

^ 4. Tie Troschken uiüsscu aü der Aückivaud mil arabischen Zisfcrn weis; odcr
ror uud au den !2arcrncn mir arabischen Zisscru rot bezeichuct scin. Die Amnnieru
teilt das Bezirksamt zn.

^ 5. Tic Troscbkeufübrer mnsfen uiiudesreus 1k> Zabre alr, des Z-abreuS und der
Tcrtlichkeire» kimdig sein; sie uiüssen sters uüchrcrn seiu, iedcriuanu böflich nnd au-
stäudig bcgcgneu uud sich geuan au die Tarordnmig halrcn.

Zu eiuzelneu szäilen kann das Beziiksaiur aus deu Autrag des Stadtrars vou
deiu vorgeschriebencu Aller dispeusiereu. Tic .Dirscher dürfeu bei beseizier Troscbke
nicht ranchcu, sich uichr »üt den sz-abrendeu in'eiue lluterhaltuug eiulasseu, wod»rcb
ibre Ausnicrksaiukcit voui ,Ti>br>vcrk abgeleukr wird, uud ibre .'sügelu uieiuals dieseu
übcrlasse». Auch dürfe» sie sich von ibrem sz-ubriverk nicht enlferueu. Gs liegt ibueu
dic Pflicht ob, nach jcder ,Tahri den Wageu z» durchsncheu »ud cnva darin gelasseuc
Gcgeustände alsbald bei der Polizeibebörde abzulieseru. Sic haben im Tieust stcts die
von dcr Polizcibcbörde vorgcschriebcnc Tieustkleidimg z» trageu. Tieselbc bcstclu iu
ciuein duukclblaucn tliock mit rolem Kragcu und 2 Acibc» gelber Merallkuövfe, sowie
in eiuein ruudcu schwarzen tA'derhiit mit der b>mmner der beir. Droschke in Ncusilber.

§6. Zeder Zuhabcr eiuer Troschke ist verpflichtct, dieselbe in tadelloscin Zn-
stande auf dcu gcmäf; 8 7 bcstiiuiirten Haltestationcn und zu de» in ^ 8 >md 14 be-
stiimntcn Zcilcu ohne Uurcrschied des Wetters zum Gebranch des Publikiuns bereil
zu halteu.

^ 7. Tic .HaUestatronen wcrdeu von der Polizeibehördc nach Aiihörrmg dcs
Stadtrars bestiimnt; cs »ms; jedoch eine verhältuisinasüge Perteilimg dcr szuhrwerke
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