Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbachbach für das Jahr 1891 — Heidelberg, 1891

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8 4. Das Hiniiberschaffell oon Pfiiiqen, Egqen
BaumstSnlmen nnd anderen schlvcren Gegeilstäüdcü
tticht getragcn werdcn, nnr anf Wagcn odcr niucrgc!

8 5. 'Alle Bcschädignngeil dcr Bahn u»d der r-
Äctri'ebsmittel nebst Zubehör, inglcichen dnc' Aüilcgc:
Sachen anf das Plannin der Bahn, das Aui- imd Äl
Fafirgeleise oder näher al-s ein Meter voi: dcmtt!l.c!
hinverniffe siNd verboten, ebcnso die d-rreguttg ttilttire
Ijgnalen, dic Bcrstellnng von AiK'weichevoriichünla
aller den Betrieb störendcn Haiidliingen.

uno auscren «^eraien, lowie vo:r
uber die Bahn darü iofcrn soichc

cgl-.'n ?chle:fi:: cr»olgcn.

-am geböuge:: Anlagcn, iorvie der
? vo:i Llernen. Hcl; nnd ichifijgeu
-'üdett ltti.geüttttittoel! aui dem
i, d.r> Aubrmaen »'ottfiigec ,vabr-
u Aäarms. kie A-.ttitt'.httiung von
en nno überbanpr die Bornahme

8 6. Außerhalb der bestiiililiililg.-iiiastig dem Buoi-tum 'ur immcr odcr ;eil>vcile
geöffneten Ränme darf Aiemand dcn Babiiboi obnc«' llüubiüc-tanc bctrcicu, mil Ans-
nahmc der in Ausiibung ihrcs Dienfics bc:iiidliche:! Fmfisci.m:-, Lrener-, Post-,
Üelegraphen-, Polizeibeainlcn, der Beaiiilcu der Ziaarsainvali'chaiien nud dcr znr
Aekognosziernttg dicnftlich cntsendclcn Dniziere: oave: :fi jcdoch d:e Beivcanng, iowic
dcr Anfellthalt innerhalb der Fahr- nnd Aangicrgeteitt' ;u vermeiden.

8 7. Das Besteigen »nd Bcrlanen cineS iii Beivrgung besindlicheu . ingcs, der
Acrsuch odcr die Hilfeleistiing dazn, das eigemnächüge Denucn der Plalisormvcrschlüne
der Wagen, sowie das Aiissteigen aiü eiüeu von dcm Dchassner als voilttüiidig beiebi
bezeichneten 2Aage» ift verboren.

8 8- Aur an den dnrch Tasclu be;eichi!eien Halievuulttu iü der Dchattuer ver-
l'flichtet, während der Falnt Personen aiiszunelmien be;w. abzii'even.

§9. Lärnien, -Lingcn uiid jcbes die Milsabreiwen beläsügenoe Berlialien ver
Fahrgaste ist rintersagr.

Auf der Lokalbalm Heidclberg-Weiiiliciin ist oas Aanchcii iu der dritten ülasse
gestattct, in der zweilen imr miler Z'nstiniinniig säiiittiäier Mirreisendeii. Tabafspfcisen
innsscn mit Deckel vcrschen sein.

810. Persone», wclche wcgen ciner fichllichen .Mailkbctt oder ans aiiocreii tfiründen
durch ihre Nachbarschast dcn Mikrciscndcii angciischcinlich läfiig iverdc», werden vom
Mitfahren ansgeschlosscn.

Betrnnkenc Personen diirsen znr Milsalni iiichi zngelassen werde». Anch ift die
Mitnahme von Hnndcn »nd anderen Ticreii imd von solchen Oicgcnfiäiioen, ivclche
dnrch ihrcn Ilnisang, nblcn Gernch oder nnsaiiberc'BeschattenIieir den Fabrgäfien läfiig
werdcn, unlersagt.

Feiicrgefährliche tficgenstäiidc, sowie alles tükväck, wctchcs Fliissigkciten nnd
anderc Gegenstände enlhälr, die aui irgcnd cine 'Weise Dchaden vcrursachen köimen,
insbcsondere geladenc Gcwehrc, Dchicfipulvcr. lcicht enrzüiidbare Präparaie nnd andcrc
Sachen gleicher Giaenschaft dürscn in dcn Personcmvageu iiicht iiillgenominen wcrden.

Das Eisenbahndicnstpersonal ifi bercchtigl, sich in diescr Bezielmng bie nötigc
Ueberzeugung zu verschaffen.

Jägern und im öffentlichen Tienfie fiehcndcii Penone» ifi jedoch die Miksnhrnng
von Handinttnition gestaüer.

Der Lanf eines milgeführten Oicwehres iimfi nach obe» gchalreii werden.

8 11. Dcr Neiscnde, wclcbe ohne gilüges Falnbillet berroffen wird, hat für die
ganze von ihm znrnckgclcgtc Strecke mid, weiiii dic Zugangsstakion nichr soiort im-
zweifclhaft nachgewiesen wird, iür dic ganze vom Zug znrückgclegte Ltrccke das Doppclte
des gejvöhnlichen Fahrpreises, miildesteiis aber dcu Betrag vön 4 Mk. zn cnrrichten.
Derjenige Reisende jedoch, wclchcr i» cincn Perioiienwagcii einfieigt nnd glcich bcim
Einsteigen unanfgefordert deni Scliaisner odn Zngiührcr meldet, dafi cr wcgen Ver-
spätnng kcin Billet mehr habe lösen köimen, bai. ivenn er iiberhanpt noch znr Ätilfahrt
zugelaffen wird, worans er kcinen Ansprnch har, ciiien um 1 Mk. erhöhten Fahrpreis
zn zahlcn. Wer die sofortige Zahlung vcriveigerk, wird der »ächstcn Polizcibehörde zn-
gefährt, welche den Betrng iin Vcrwälriliigsivegc cinzicht.

§ 12. Die Bahiipolizeibcantten sind benigr, cinen Fcden vorläufig feslzunehmcn,
der bei der Uebertretung der Bestiinittimgen berrotten oder unliiittclbar nach der Ueber-
tretung verfolgt nsird und sich iiber seine Pcrson nichl aiiszuweisen verrnag.

Derselbe ist mit der Festnahiilc zu verschonen, wenn er cinc angemessene Sicherhcit
bestellt. Die vcrlangte Sicherheit dars den Höchstbetrag dcr angedrohten Strase nicht
übersteigcn.
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