Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

Seite: Anhang_009
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dlirch solche Gewerbctrcibende, scrner der Verknns itl QnanLiläteii von iiber 2.>tilo-
grnrnm an den nämlichen Käufcr ist untersagt.

Als Gcbühr für dic Fleischbcschan ist vom Besiher der Schlachttieres
aii die Gcmeindekasse zu cntrichteii:

a. bei Großvich, pcr Stück.Psg.

b. bei 5tleinvich, per Stück.20 Psg.

e. bci cingesührtem Fleisch für jedcn cinzelncn Trantzport

ohne Untcrschied von Art nnd Menge .... lO Psg.

ü. bci Pferden per Stiick.1 Mk.

AlsGebühr sür dieTrichinenschan sind an den Trichincnschancr zn entrichten:

a. siir die mikroskopische Untersnchnng eines Stückes Schwcincfleisch ans Trichincn

(ohne Rücksicht anf dcssen Grös;e).2b Pfg.

b. sür die mikroskop. Untersnchung eines ganzen Schwcincs aus Trichinen 50 Pfg.

0. Das Nalten von Schweinen betr.

Ortspolizeilichc Lorschrift vom 7. März 1878. G 87a P.-Str.-G.-B.)

l. Das Halten von Schwcinen innerhalb der Stadt ist nnr gesrattet, wenn
hiczn genügendcr Nanm vorhanden, der Fußbodcn des Schweinestalls, sowic dcsseu
iiächstc Unigebung vvllkommcn wasserdicht hergcstellt, d. i. cemetttierr, asphalriert oder
mit Cemcntfiigling gcpflastert, oder gcplattet, einc mil dem Schweinestall dnrch eine
Riirnc vcrbnndcne wasserdichte Grubc znr Ansnahme des Urins und Arisspülwassers
vorhandcn, und stets für entsprechende Ncinlichkcit nnd dcn nöligen Luslzng gcsorat isi.

§ 2. Um in einem Hause oder Hosc mchr als zwei Schwcine hallcn zu dürseii,
ist ansicrdeiu in jedcrn cinzelnen Fallc die Gcnchmignng dcr Polizcibehörde ersorderlich.

Dicselbe kann insbcsondere schon mit Nücksichl aus dic Lage des Hauses in ciner
bestiiiiiiiten Strasze versagt und für den Fall, das; sich Belästignngcn snr dic Nachbar-
schaft crgcben, jcderzeit widerrusen tverdcn.

tz lt. Ucbertretungcn werdcn an Gcld bis zu l»0 Mark oder mit Hast bis zu
14 Tagen bestraft.

v. Oeseiiittung lierischer NOsälle belr.

Ortspolizciliche Vorschrift vom 14. Famiar 1800 (§ 87a P.-Str.-G.-B. K 9 Ziff. 4 der

Lerordnung vom 17. Juni 1874».

i; 1. Sämtliche Mctzgcr, Wildpret- und Geflügclhäiidler, sowie alle diejcnigen
Gcwei bctrcibcnden hiesiger Stadt, in deren Geschäftsrälrmcll lcicht in FänlniS über-
gehende tierische Abfälle sich alisaiumcln, sind verpflichtet, zur Attsnahme und Abfuhr
diescr Abfällc sich je zwei Tonnett nach cincm von dcr siädtischen Lcrwalrung scsizn-
stclleiiden Mnster zu halten.

Ticse Tonnen, welche aus Holz gcfcrtigt und mit eiserncn Neiscn versehen sein
sollen, müssen cinen abnehmbaren, dichtschließenden Dcckel habcn.

8 2. Die Auswechselung, Abfnhr, Entleerung und Ikeinigung dieser Tonnen hat
durch die städtische Abfuhraustalt zu gcschcheii und ist die Sclbstentleernng drcser Ab-
fallstoffc den in 8 1 genannten Personeu untcrsagt.

8. Das Bezirksamt kann in einzclnen Fällen uach Anhörung des Stadtrats
gcstatten, das; die in tzl genanntcn Gcwerbetreibendcn die Gntlccrung derAbfalltoiinen
sclbst besoraen.

8 4. Dic Abholung und Entleerung der Tonnen dnrch die städt. Abfuhranstalt
erfolgt nach Maßgabe des von dieser stadtischen Behörde festzusevenden bcsiluiinten
Tiiriins. Lctztcrer ist in dcr Weisc ciuzurichken, daß im Wintcr, d. i. in dcr Zeit vom
I.Oktober bis 91. März, wöchentlich mindestenS cine, im Sommcr, d. i. in der Zeit
voin 1. April bis 90. September, wöchcntlich mindcstens zwci Abholungen für jedcn
in Betracht kommenden Gewcrbebetrieb vorgesehcn wcrdcn.

Dic einzclneu Abholungstage sind dcn in Betracht kommenden Gcwkrbetrcibendcn
rcchtzeitig zur Kenntnis zu bringen. Die Lerwaltung der stüdt. Abfuhranstalt isi für
die ordnungsgcmäße Absnhr, Entlcerung und Ncinigurlg dcr Tonnen vcrantwortlich.
Dem Personale der Anstalt müssen dieselben äußcrlich rciu übergebcn werdcu.

8 5. Fiir jede Auswechselung, Abfuhr, Entleerung nnd Reinigung der Tonnen
fft eine vom Stadtrat mit Zustimmung des Bürgerausschusses festzusetzende Gebühr
zu entrichten
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