Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

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IV. Der Kaminfcger hat zn beansprlichcl, fiir das Neinigen von Fabrikkaminen
bei einer Heizsläche des Dampfkessels bis zn 10,,m cine raxe von 2Mk.

von i0 biS 20tim.. 4 Mk.

von 20 .bis 40<rm.O Mk.

iiber 40 Qnadratmcter.. . 8 Mk.

In der Ncinignng der Fabrikkaniine ist die Neinignng dcr magrecht vo,n tttesst'l
nach dem Kamin fiihrcnden I-enerziifle nicht inbcflriffen. I-nr die Priifnnfl eiiies
nenerbanten nnd die ttntcrsnchliiig eineS soichen Fabrikkamines, dessen Neiniflung
dem Eigentiimer iiberlassen in, hat dcr Kamiiisefler olme Niicksicht anf die Höhe
deö Kamillö eine Taxc von 2 Mark zu beansprnchen. Bei Neiliigniifl nnd Besich-
tifliuifl kPriifnilg, llntersnchlilifl) von I-abrikkamirieil anfferhalb des Wohnorts des
Kamiiifegers crhält dersclbe. wcnn sie nicht gelegentlich andcrer lfleschäste vorgeiiom-
meii mcrdcn können, eine Olangflebiihr nach Maffgabc von .-jiffer Vi.

V. I-iir dic nach 8 10 dcr Kamiiifegerordnniig vorziiilchmeiide ttiuersnchnilg der
anffcr Olebranch gcschtcn Kaminc, mit Nnsschlnff der Tabrifkaiiii'iie, Imt der Kaminfcflcr
die fllcichen Taxen, wie siir eine Neiniflniig der bctrcffenden Kamiiie ;i, beanwrncheii

VI. Dcr Kamittfegcr erhält von dem Banherrn fiir die ttnterinchnnfl ei»es nen-
erbanten Kamins bci cinstöckiflem Kamin einschtiefflich des Tachranms .l<> Psfl.

bei zwei-nnd dreistöckiflcn Kamincil.M Psfl.

bei mehrstöckigen.'.X'Pffl.

ni'd aiifferdem bei einer Besichtifliing anffcrhalb des Btohnorls des Kaminseflers, menn
sie nicht geleflentlich von Kaminreiiliflimfle» vorfleiiommen werdeii kanir, bei eiirer Ent
ferilniifl von 4 Kilomctcr cinschliefflich eine Owiiflflebiihr von mindeneus 1 Mk, bei
Iveitern Etttferiinngcil erhöht sich die Olaiigflebiihr snr jedcn ailflefaiifleneir Kilometer
»>n 20 Pfg. iinter lfittferiiniifl ist die wirtliche ränmliche Onlferniuifl des Wolmorts
vom Ort der Vornahme des Oieschäfts, gemeffe» nach der beidc Orte in liirzester
Linie verbindcnde» Straffe vcrstande», also: der einsache Hinwefl tnicht Hin- i«nd
Nückweg). Werden nichrcre Besichtifliiiifleii an eincm Tage volfleiioininen, so iit
nnr eine (Kanflflcbiihr von den Banherren gemeinsam zn cnuichten.

VII. Die Taxe fiir das Neiiiiflen einer Hnrte oder cines sofleiiaiiitten Nanckv
lochs beträgt 0 Pfg.

VUl. Hierbei wird noch bemerkt:

a. Oeffnen nnd Schlieffen der Klappen nnd Pntzthi'ircheii wird nicht beson-
devs vergiitet

I». Halbstöckc, Mansarden. Sontenains oder Ketler zähleii als Ltockwerke.

a. Der Kaminfeger hat sänttliche NeiniginlflSapparate z» stellen nnd dcn Nnff
ans dcn Kaminen hcranszrrschaffen.

ck. Das Begchen deö Daches dnrch den Kaminfegcr von cinem Kamine znm
andern ist verboten.

rs 0. Diese Vorschrist tritt mit dem I. Apri! 1888 siir den flanzen Nmtsbezirk -
Stadt Heidelberg nnd Laiidgeineindeil — in Kraft. Mit diesem Tage sind die bezirks-
polizcilichen Vorschriften vom LO.Fcbr. 1872 nnd vom 12.Dezember 1874 anfgehobcn.

8 7. Znwiderhandlnngen gcgell diese Vorschrift werden flemäh 8 20 her Kamrn-
fcgkrordlttlllg vom 29. November 1887 nnd tz Ot>8 Z. 8 N.-Str.-t'ä.-B. bestraft.

v. Nauvrdnuntt.

k. Allgemcine Bauordnnng vom 15 Mai 18«',9 (s. Gesetz- nnd Verordttnngs-
blatt Nr. XI.) Abgeändert in den W 44—55 Nbs. 1. 2 nnd 4 dnrch Verordiinnfl vom
2l. März 1888 (s. Gesetz- nnd VerordnnnflSblatt Nr. X>.

ll. Bauordnnttg fllr die Stadt Heidelberg voin 20. Iarinar 188.'», nebff Ab-
änderiinaett. (Jn Separatabdrncken von G. Mohr zn beziehen.)

III. Ergänzung der städtischen Banordnttng als 8 00a (Ortspolizeiliche Vorsckmst
vom 19. Inli 1891).

Die Ginführung der offenen Bauwrife betr;

nnlsassend solgende Straffen- nnd Straffenstrcckell dcs Nohrback^r- nnd Neneiiheimer

Banbezirks:

I. HiohrbtrcHov Wtrrrvezirtt.

1) Die Nohrbacherstratze (Westseite auf der Strecke von der Luisen- bis zur
Blumenstraße).
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