Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

Seite: Anhang_039
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brechtn lassen, binnen längstens 24 Stnnden wieder in den gehörigen Stand sctzen
lassen.

§ 39. Das Ankerwerfen anf dcrn Vorland ist übcralt da, »vo dasselbc gepflästcrt
ist ni'td Ninge angebracht sind, nntersagt. Ebenso ist verboten, anf diese Nliige Holz,
Steine oder andere Gegenstände, wodnrch deren Beniitznilg erschwert wird, zn legen.

ß 40. Uebcrtretuiigen obigcr Borschrift ivcrden nach ß 3l;6 Z. 10 N.-Str.-G.-B.
init Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Hast bis zu 14 Tagcn bcstraft.

Dnrch ortspolizeil. Vorschrift voin 2. Januar 1891 ist versügt, das; folgende W
der vorstchenden ortspolizeilichcn Vorschrift anf den Stadtteil Neilenheim An'-
wendling sinden:

ß 11 mit Ansschlttß des letzten Satzes. ß 12,13,14, 15.

ß17mitder Abändcrung, das; für den Stadtteil Ncnenheiin die Rci-
nigling von Kloaken und Abtritten nnd dic soglcich vorznnehttlendc
Abfiihr ihres Inhalts nicht vor nachts 11 Uhr nnd in den Monatcn
April bis Oktober nicht nach 7 Uhr, in den nbrigeil Monatcn nicht
nach 8 Uhr morgens bewirkt wcrden darf.

tz 18 mit Ausschlnß des letzten Satzes. K 32, 33, 34.

§ 18 a, 22, 23. 23 a, 25, 25 b, 26. 27, 28. 8 35 a Absatz 2.

8 29 mit Ausschluß des letzten Satzes. 8 65 b.

8 30. 8 65 k, n. b iind i.

8 31 mit Ausschluß des letzteu Satzes. 8 68,39 und 40.

S. Den 'Wnyenverlrelrr in der Dcrtiljeimerstr.Ure betr.

Ortspolizeiliche Vorschrist vom l l. Angnst 1891.

8 I. Das Befahrcn der Bergheimcrstraße mit dcn städtischen Absuhrwagen, sowie
mit den Dosfenheimer Schotterfnhrwerken ist auf der Strcckc von der Nohrbacherstraße
bis zur Römer- und Mühlstraße verboteu, ausgenomlncn, wcnn innerhalb der bezeich-
neten Strecke

a) die Bergheimerstraße selbst,

b) eine Seitenstraße dersclben
das Zicl dcr Fahrt ist.

Die bezeichneten Fuhrwerke habeu die Userstraße oder Bahnhofftraße nebst dcren
Zilfahrtsstraßen zu benützen.

8 2. Zuwiderhandlungen werden gcmäß 8 366'» R.-Str.-G.-B. mit Gcldstrafe
bis zu 60 Mark oder mit Hast bis zu 14 Tagen bestraft.

v. Den Verkauf von Hol;. Nen und Stroh velr.

(Holzmarktordnung vgl. uuter Hasenpolizei V. L. untcn.)

Ortspolizciliche Vorschrift vom 1. Mai 1885.

8 1. Allcs Holz, welches in Schciterform nnd in ganzcn Wageniaduugen, Hen
ilild Stroh, welches zum Verkauf iu hiesigcr Stadt eingcführt wird und nichl für den
städtischcn Laner bcstimmt ist, muß auf den Platz bei der Hcllschencr vcrbracht werdeu.
Das Herumfahren und Fcilbietcn in den Straßcn ist verbotcn. — Holz kaun außer-
dem anf den Holzlauer gebracht werden. Holz, Heu und Stroh, welches anf Bestellnng
ciiigebracht wird, darf direkt nach dem vom Bestcller bezcichncten Ort vcrbracht wcr-
den, sofern der Kanfpreis mit dem Besteller vorhcr fest vercinbart ist oder nnr uoch
dnrch Ausmessung, Abwägung oder Zuzählung bestimmt zn werdcn braucht.

§2. Als Platzgeld sind an den Marktmeister zu enkrichten:

1) Für einen Schiebkarren.10 Pfg.

2) Für einen zweiräderigen Handkarreu . . 20Pfg.

3) Für eiuen Einspännerwagen .... 25 Pfg.

4) Für einen Zweispannerwagcn .... 35 Pfg.

8 6. Die Aufsicht über den Markt führt der Marktmeister und habcn dic Markt-
besucher den Anordnungen desselben Folge zu leisteu.

.84- Zuwiderhandlttngen gegcn vorstehcnde Bcstimmnngcn wcrden gcmäß 8 149
Ziff. 6 dcr Gewerbeordnnng mit Geldstrafe bis zu 50 Mark und im Unvcrmögcusfalle
mit Haft bis zu 8 Tagen bestraft.
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