Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

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H 2. Dieiistboteri in Bcglcimiig von »iildcri, dünen imr die in dci, Anloacii
hiiiter dcin obengcllaimteil Proinenadcwcg stchcildcn, sowie die auf dcin Wrcdeplatz
ailsgcstellten Sibbänke bcnntzelr.

' 8 3. Kinder untcr 12 Fahrcu, welchc sich iiiän in Beglciiuiig ibrcr Angehörigcil
bcfiiiden, sowie Dicnstbotcn mil Äiudern ist der tnittrm in den Lradt-und 'Acpmiis-
garten untersagt.

8 4. ttinderwagen dnrfcn nnr ans dem hinter der nidlichcn Baumrcihe dcr An-
lagc hinzichenden Wcge und tticmals ncbeneiiiander gcsahren wcrdcn.

8 5. Hnnde dirrsen in den Stadt- nnd Aepmusgarlcn, wwic in dcn Gartcn-
anlagen dcs BismarckplatzeS nnd nni dic Pclerskirche weder mirgcbracht wcrdcn
noch übcrhaupt dort frcl herumlauscn.

8 6. Berboten ist ferncr:

1) Das Fahren und Rciten auf dcu tslelnvcgcn.

2) Das Betreten dcr Rasenpläve nnd Pflänzciigrnnvcn, das Ucdcr'icigen nnd
Diirchbrcchen dcr Eittfriedignugen, das Lauscnlasscn von Dimden m d:c t' iltt'ricdi-
glingcn, das Abpflncken, Losrcißcn, Abschncidcn oder Adichlagcn. sewic das tt-itt-
weiiden voil Blnmen, Pflanzcn und .'swcigen.

3) Das Vernirrcinigcn von Gcbänden, Gartcnanlagen. Wegcn uud Bänkcn.

4) Tas Befahrcn des Stadtgartcns mit üindcrwaacn.

8 7. Ilebertretlmgen werdcn gcmäs; 8 R -Lrr.-t>;.-B. nnd 88 12t>, 144,
145 P.-Str.-G.-B. bestraft.

5. Die Handlrabung der Slratzenpoli;ci im Heidelbcrger Sladlwald.

Ortspolizeiliche Vorschriil vom 23. Okrobcr 1880.

81. Es ist verboten, anf Wcgcn Fnhrwcrke natt dnrch Anwendrmg eines Rad-
schuhs oder einer Mücke ranh zn sperrcn.

8 2. DaS Fahren, Reiten nnd Viehtrciben gns Fntz-, sowie gnf Gchwcgcn ist
mitcrsagt.

8 3. Das Verunrcinigcn der Wcge, srcien Pläve, Schnrzhänschcn, sowic dcr an
Wcgen anfgestclltcn Tische und Bänke lst verboien.

UebertrcMngcn der 88 1 und 2 werdcn gcmäfl 8 3<^ .4-1" R.-Sir.-G.-B. an
Geld bis zn 60 Mark odcr mit Haft bis zu 14 Tageu, ttcbenrcmngcn des 8 2 gc-
mäs; 8 129 P.-Str.-G.-B. mit gleicher Strafe geahnder.

L. Die Erftallung des Rlingenieichweges und der übrigen Wege

des Sladlwaldcs brlr.

Ortspolizeilichc Vorschrift vom 2t>. Ianuar 1883.

8 1. Alle Wagen, mit welchen aus den Steinbrnchcn oder aus dcm Siadnvaldc
Mauersteinc abgefnhrt werden sollen, müsscn mit gcschlosscncll Üa'tcn verfeben sein,
welchc nicht längcr ald 3,M Metcr fmd und mit Ginschluß der Lcilerbäumc die .f)öhe
vcn 0,60 Meter nicht iibcrstcigen. Der Wagcnkastcn mus; nnien cinc lichre Weiie von
0,60 Mcter nnd oben eine solche von 0,90 Meter haben.

8 2. Die Räder der Steinwagen müsfen annähernd vorn 1,05 Äcicr, hiincn 1,30
Metcr Höhe haben. Dic Reifc dcrselbcn dürfcn nichl unlcr 9 Ccittimeter breil sein.

, 8 3. Das Gewicht der Ladung eines Wagcns darf 80 Gcntner nicht übersteigen,
die Abfuhr von 27 Kubikmeler (eincr badischcn Kubikrittc) Maiicrsteinc darnach nicht
in weniger als 10 Wagenladungen erfolgen.

8 4. Bei allen Stcinfuhrcn sind zwci sog. Mücken anznwcnden nnd isr das
Rauhsperren nnd das Anlcgen eincs 9iadschuhs nntersagl. Tic Sreinfuhren sind
stets von zwci Männern zu begleiten, von welchcn dcr cine die Pferde zn bcauf-
stchtigeu, dcr andere die Mücken zü bediellcn hat.

8 5- Bei dcn Holzfnhrwerkcn nnd Fuhrwcrkcn andcrer Art ist das Rauhfperrcn
untersagt, dagegen die Anwcndnng eincs Radschuhs gestatret.

8 6. Vorstchende Bestimmungcn treten beziiglich der Breite dcr Rädcr mit dem
1.,^anuar 1885, im Uebrigen mit dem Tage der Vcröffentlichung diescr ortspoli-
zeilichcn Vorschrift in Kraft.

8 7. ttebertrctungen iverdcn auf Grund des 8 366, ,4iff. 10 R.-Str.-G.-B. an
Gcld bis zu 60 Mark odcr mit Hast bis zn 14 Tagen bestrast.
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