Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

Seite: Anhang_053
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Das Einsteigen in einen bereits in Gai.g gesetzten Zug, dcr Vcrsuch, sowie die
Hilseleistung dazu ist verboten, desgleichen das Ausstcigerr, so lauge der Zug sich noch
in Bewegung besindet.

Ebcnso ist es untersagt, auf der Plattform des Wagens sich über dieselbe hinaus-
zubeugen oder einzelue Körperteile hiiiauszustrecken.

8 8. Vorbehaltlich der weitergehenden Strasvorschriften dcr 28 A>5, 3!5 und 316
dcs s>t.-St.-G.-B. ist es untersagt, die Drahtseilbahn und die zugchörigeu Anlageu uud
Betriebsmittel zu bcschädigen. Desgleichcn ist jedc Handlung strasbar, welche — wie
die Anbriugung don Fahrhiudernissen, unbeftigter Gcbrauch dcr Bremsvorrichning,
Nachahmuug der Signale u. dgl. — deu Bahnbetrieb gesährden oder ftören köurite.

89. AÜes Lärmen und Smgen in dcn Wagen ift untersagi und das Tabakrauchen
iilir auf dcu Außcuplätzen und in deu als Rauchcoupä bczeichncteu Wagenabteilungen
gestattet.

ß 10. Pcrsonen, welche wegen emer sichtlichcn Krankheit oder aus audereu Grüii-
den dcn Mitfahrcnden augenscheinlich läftig werden, sind von der Fahrt auszuschließcu.
Etwa schou bezahltcs Fahrgeld ist densclben znriickzugeben. Personen, wclchc betruiikcn
sind odcr sich unanständig benehmeu, sind vor der Absahrt auszusetzcn und habcn kciuen
Anspruch auf Rückgabe des Fahrgeldes.

8 1l. Hiinde dürfeu bei deu regclmäßigcn Fahrtcn nur im Gepäckrauni und nur
in Begleitung von crwachsenen Pcrsoncn initgcnoninien werden. Gepäck- und Güier-
beförderuny ist iu dcm Gepäckraum zulässig, jedoch dürsen inuerbalb des sür denWagen-
füyrer bestlinmteu Raumcs keinerlei Gegenstände gclagcrt werdeu. .^leincrcs Hand-
gepäck kann in die Wageuabteilungcn mitgenonimcn wcrdcn, sofern hierdurch dic Mit-
sahrcnden uicht belästigt werdeu.

8 12. Ein Abdruck dcr iu 8 6 Absatz 2, 83 7—11 u. 13 diefer Drahtseilbahnord-
ttung ift in dcn Einsteighallen uud im Jnuern cincs jcden Wagens au geeigneter Ltelle
aiiznheften.

8 13. Uebertretungeu dieser Vorschrifteu iverdeu gemäß 8 366 Ziff. 10 des Reichs-
strafgesetzbuches mit Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beftraft.

V. Hasen-Polizei.

L. Ordmmg ttber die iVerwendung der einzelncn Nbschnitte dcs
Neckarufer-Geländes zu Verkehrszwecken.

8 1. Der freie Platz oberhalb der alten Rcckarbriicke bis zuni Ende dcs Scklacht-
hauses soll, besondere Fälle ausgenommen, nicht zur Verladung, sondern nur zum
Aufstellcn von lecren Wageu an Markttagen bcnutzt werden.

8 2. Der Raum uninittelbar unter der alten Brücke bis zur Trciköuigstraße ist
zur Verladung und Lagerung von Brennholz bestimmt.

8 3. Der Platz bei dcr Einfahrt in dic Dreikönigstraßc ist für dcn Fischmarkr
vorbehalten.

8 4. Der Raum von der Dreikönigstraße bis znr großcn Mantclgassc ist zur
Verladnng und Lagerung von Steinen, Riuden uud anderen Rohproduktcn bestimmt.

8 5. Der Raum vou der großen Mantclgassc bis zur Marftallstraßc ist zum
Heu- und Strohausladen zu benützen.

8 6. Der Platz von der Marstallstraße bis zum Hanse der Frau Profcssor Walz,
Untere Neckarstraße Nr.9, ist nach Verordnung der Großh. ZoUdireklion vom 22. Scp-
tember 1865 vorzugsweise als Ein- und Ausladcstälte für die iitaufmanns- oder sogen.
Stückgüter bestimmt und untcrsteht der Beaufsichtignng dcs Gr. Hauprsteueramtes.

8 7. Der Platz von dem Hause der Frau Profeffor Walz, Unrere Neckarstraßc
Nr. 9, bis an das Haus von Frl. S. Fnnk, Unterc Neckarstraßc Nr. 5, har znm Vci-
laden vou Brennholz, Hopscnstangen, Brettern, Latten undRahmcnfchenkeln zu dienen.
Sobald die Bcdarfszeit fnr Hopfenstangcn vorübcr ist nnd spätcstens mit Ablanf dcs
Monats Mai müffen die in Restcn uoch lagernden Stangcn vou ihrcn Plätzcn gerämnt
und auf einen vom Lauerpächter für sie zu bestimmcnden Platz gebracht werdcn.

8 8. Das Vorland von dem Hause von Frl. Funk, Untere Neckarstraßc Nr. 5,
bis zur neuen Brücke ist zum Lagern von Stcinen, Bauholz, Floßholz, Hopfenstangcn,
Brettern, Latten, Rahmenschenkeln und Gerüststangen bcstimmt.
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