Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

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Gegenstände

Einzuliesernde

Menge

L. Gebrauchsgegenstände.

!

j

1. Mctall-Legiernngen für Ech-, Trink- und Koch-
geschirre, Konservenbüchsen, Druckvorrichtungen zum
Ausschcmk von Bier, Syphons für kohlensänrehaltige
Getränke, Metallteile für Kindersaitgflaschen, Metall-

!

!

1 Stiick oder

folien zur Verpackung von Schnups-, Kautabak und Käse

50

2. Kautschuk zur Herftellung von Mundstücken für Saug-
staschen, Saugringen und Warzenhütchen, Trinkbecher,
Spielwaren, Kautschukschlänche.

ISt. od. lOOi-i^

3. Glasuren irdener Kochgeschirre.

1 Stück i

4. Farben. a. Für Gefäße zur Aufbewahrung von Nah-
rungsmitteln, Umhüllnngen, Schutzbedcck-
ungen,

b. für kosmetische Mittel (Mittel zur Pflege
oder Färbung der ^aut und der Haare),
n. für Spielivaren, Bilderbogen, Tuschfarben,
Buch- nnd Steindruckfarben,

,l. für Tapeten, Möbelstoffe, Teppiche, Beklei-
dungsgegenstände, künstliche Blumen, Blät-
ter, Früchte.

!

!

1 Stück ^

Wasser- und Leimsarben, quantitative Be-
stimmung des giftigen Stoffes.


5. Petroleu m. Bestimmung des Entflammungspunktes .

250 gr !

Ge-

biihr

6

6

2

5

10

2

v. Den gewerbsmätzigen Verkauf von Vackwaren (Vrot) c. betr.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 7. Nov. 1867. G 134d P.-Str.-G.-B.)

8 1. Wer gewerbsmäßig Brot verkauft, ist oerpflichtet, die Preise fiir dasselbe
alle 14 Tage sest zu bestimmen, an seinem Verkaufslokal anzuschlaben und der Orts-
polizeibehörde anzuzeigen. Letzteres muß von jedem Gewerbetrelbcnden besonders
geschehen.

8 2. Jnnerhalb dieser vierzehntägigen Periode darf der Preis nicht erhöht werden.

tz 3. Alle Brotsorten mit Ausnahme der Ein- und Zweikreuzer-Brote diirfen
,mr mit Angabe eines bestimtnten Gewichtes, als Ein-, Zwei-, Vier-Pfund-^aibe
u. s. tv. verkauft werden urrd hat der Verkättfer dafiir einzustehen, daß das Brot das
angegebene Gewicht auch wirklich hat.

H 4. Jn sedem Verkaufslokal muß eine Wage anfgestellt sein, damit das Brot
auf Verlangen vorgewogen werden kann. Außerdem wird aber auch von der Polizei-
behörde von Zeit zu Zeit das Nachwiegcn dieser Ware angeordnet werden.

H 5. Bäcker und Verkäufer von Backwaren werden gemäß Z 134 b P.-Str.-G.-B.
bestraft:

a. wenn sie der Vorschrist unter tz 1, 3 u. 4 zuwiderhandeln, an Geld bis zu 30 Nlk.,

b. wenn sie die Vorschrift des tz 2 übertreten, an Geld bis zu 60 Mark.

Die Anschläge über die Preise find gemäß Art. 73 der Gewerbeordnung mit dem
polizeilichen Stempel zu verseyen.

L. Den Verkauf von Blumen, Obst und Vackwaren auf StrMen

unb öffentlichen Pläffen betr.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 21. September 1879.

Auf Grund des tz 366 Zisf. 10 R.-Str.-G.-B. wird das Feilbieten von Blnmeii,
Obst und Backwaren auf den Straßen und öffentlichen Plätzen durch Kinder unter 14
Iahren verboten. Eltern und Vormünder sind für Uebertretungen dieses Verbots durch
ihre Kinder mit verantwortlich.
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