Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1892

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Deii Kllheu tvcrdeu dle Antbllllletl, d. h. iue zunl eeslen 9)itl!e linchkigcn Alindcl',
aleich gerechnet. Als Ferkel gilt jedes Schivciil imker 8 Kito.

Kopf, Fttße, Eingctveide, Unschlitt nnd Hant bleibcn bei der Leftiminung dcs
Schlachtgetvlchts anßer Betracht; hiirsichtlich der übrigen Ticrgarllingen fittdet ein
solcher Abzng nicht statt.

ß93. Wenttinfolgevon MelllUttgsveitchicdenbeiten zivischcn dcm Ltericrvflichtigen
uild dem Aufsichtspersoiial über das (vewichr eine» Tiercs dessen Mwäguug crtorderlich
wird und zn Ungunsten des Steuerpsllchtigeii misfällt, so bal diescr eine Waaggebiihr
zu bezahlen, tvelche der Stadtrat im voraus seslseyt. Tiese Waaggebühr dars nicht
uber 40 Pfennig betragen.

e. Fleisch.

Z 34. Die bei handelsmäßigcr Ansfnhr von Flcischwaren aller Art zu lcistende
Rllckvergntllllg der VcrbrailchSsteuer beträgt 1 Pfg. pro .>ii!ogranun, gleichgiltig, ob die
Steuer bei der Einfuhr von lebendem Vieh oder von Fteisch bezahlt worden isr.

e. Strafcn.

ß 35. Wer die Entrichtnng von Verbranchsfteucrn nnterläftt, verfällt — abge-
seherl'von dcr Pflicht der Nachzahlung dcr Abgave — in cine l^eldftraft, lve!che dem
viersacheu uud im WiederholuugssaUe dcm achrfachen Velrage der ge'chuldelen Abgabe
aleichkommt. Weist der Angezeigte uach, daft die t^nlrichlnng dcr Abgabe nnr ans
Versehen nuterdlieb, so kaun aus ciue gcringere Srdnnngsftrasc bis zn höchftcns zchn
Mark erkaimt oder je nach Uiuständcil die Srdnnngsftr.ne gänzlich erlasscn tverden.
Wer den zur Ueberwachnng und Sicheriliig der Abgabe-Enrrichlnng crlassenen Vor-
schriften Znwiderhandelt, wird von einer lftcldftraft' bis zn Mart gclroffen. Auch
der Versilch, die Beihilfe und die Begünstigung sind ftra'bar. Tie adsickrliche oder fahr-
lassige Vorenthaltuug der auf Weiu uud l>icr gebranrcni Vier beruhendeil Verbrauchs-
steuern wird auf glerche Weise, wie die Vorcnrhallnng der beneffendcn Slaalssteuern
vcrfolgt und abgcwandelt.

k. Vollzug.

8 36. Die zum Vollzug der gcgeuwärtigen Verbranchsftener-SrdlUittg nöügeil Att-
ordttttilgcn. insbesondere die Vestimiiumgcil nber Errichlnng cuvaiger neiicrErbebnngs-
tellen nnd über die Dienstweistmgen der dic Erpebung mid .>;onnote dcr Verbrauchs-
teuer besorgenden Bedicilsteten hat der Stadrral zn erlasftu. Ans dic VerbranchS-
teuern bezügliche Tienstweisnugen au dic Schiiiömanuschasl har er bei (ftrofthcr.zog-
ichem Bezirksamt zu beantragen.

tz37. Feruer steht dem Stadtrat zn, die den Beamlcn nnd Bedicnfteten dcr
Steiicrverwaltung, der Eisenbahu uud der Schnmnaünsetiasr sür MiNvirkung bci der
Kontrole nnd Erhcbnng der Derbrauchsftener zn leifteuden Vcrgülnnaen uur den zn-
ständigen Staatsbehördcn zn vereinbaren nnd sür Auzcigen von Nebectrctnngeu dcc
Verbrauchsfteuer-Ordnung Belohmmgen zn gewähren.

8 38. Endlich bleibt dem Stadtrat überlassen, mit cinzetileil Berbrauchsstencr-
pflichtigen Aversen odcr eiue vou der Berbranchsfteuer-Ordnnng abrveichcilde Kontrotc
zu vereiubaren.

v. Berdrauchssteuer-Tarif.

Gegenftand

Maftftab
dcr Beftcucrnng

VerbranchS-

sienersabe

I. Getränke.



1. Bicr:



a. hicr gebrautes.

v. Hettolitcr .ftesseliiibatl

— ! 25

b. eingeführtes.

2. Weiu:

voin .ftcklotiler

40

a. Traubenwein.

vom .ftektoliter

1 > 20

b. Obstwein . . .' .

"

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