Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1893

Seite: 214
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II. Postkarten müssen srankiert werden. DaS Porto beträgt:

a. für jede einfache Postkarte.5 Pfg.

b. sür jede Postkarte mit Antwort.10 „

e. für iede Weltpostkarte.10 „

6. für jede Weltpostkarte mit Antwort . . . . M „

M. Drucksachen müssen frankiert werden. Gewichtsgrenze im Reichspostbezirk:
1 Kilogramm.

Porto bis 50 Gramm einschließlich.9Pfg.

„ über 50 Gramm bis 100 Gramm einschließlich . 5 „

„ übcr lOO „ 250 „ „ . 10 „

„ über250 „ „ 500 „ „ . 20 „

„ über500 „ „ 1 Kilogramm ... 90 „

„ für je 50 Gramm nach den Ländern des Welt-

postvereinS und des Vereins-AuslandeS . . 5 „

IV. Warenproben müssen frankiert werden. Gewichtsgrenze 250 Gramm.

Porto ohne Rücksicht auf Entfernung und Gewicht für jede Warenprobe 10 Pfg.
Porto für je 50 Gramm nach den Ländern des Weltvostvereins

und des Vereins-Auslandes .... 5 Pfg., mindestens 10 Psg.

V. Geschäftspapiere innerhalb Deutschland und nach Oesterreich nicht zulässig.
Porto für je 50 Gramm nach den Ländern des Welt-

postvereins und des Vereins-Auslandes . 5 Pfg., mindestens 20 Pfg.

VI. Für Einschreibsendungen (Briefe, Postkarten, Drucksachen, Waren-
proben und Pakete ohne anaegebenen Wert) ist außer dem oetr. Porto eine
Einschreibegebühr von 20 Pfg. ohne Rücksicht auf Entfernung uud Gewicht
zu entrichten.

Für Beschaffnng eines Rückscheines weitere 20 Pfg.

L. Postanweisungen sind bis zu 400 Mark zulässig. Die vorauszubezahlendc
Gebühr beträgt:

bis einschließlich 100 Mark . 20Pfg.
über 100 bis 200 Mark . . 30Pfg.
über 200 biS 400 Mark . . 40Pfg.

Formulare sind bei allen Postanstalten käuflich (ungestempelte je
20 Stück für 10 Pfg.). Zu Postanweisungen nach dem Auslande konimt
ein besonderes Formular, welches mit lateinischen Buchstaben auszufüllen ist,
in Anwendung.

Postanweisungen sind zulässig im Verkehr mit Argentinien, Belgien, Bul-
garien, Chile, China (Shanghai), Großbritannien undJrland, Canada und den meisten
übrigen Britischen Besitzungcn bez. Britischen Postanstaltcn in außereuropäischen
Ländern, Dänemark, den Danischen Antillen, Deutsch-Neu-Guinea, Deutsch-Ostafrika,
Egypten, Frankreich mit Algerien, Hawai, Jtalien, Japan, dem Kamerun-Gebict,
Luxembnrg, Niederland, den Niederländischen Kolonien, Norwegcn, Oesterreich-Ungarn
nebstOkkupationsgebiet, Oranje-Freistaat, Portugal, Rumänicn, Salvador, Schweden,
der Schweiz, dem Königreich Siam, der Südafrikanischen Republik, dem Togogebiet,
Tripolis, derTürkei (Constantinopel, Adrianopel, Beirut, Salonich, Smyrna), Tnnis,
den Vereinigten Staaten von Amerika.

6. Poftauftragsbriefe müssen frankiert werden. Für einenPostauftrag kommen
folgende Gebühren in Ansatz:

1) Porto für den Postauftragsbrief mit.30 Pfg.

2) ». bei Postaufträgeu zur Geldeinziehung die tarifmäßige

Postanweilungsgebühr sür die Uevernüttelung des ein-
aezogenen Gelobetrages;

d. bel Postaufträgen zur Accepteinholung Porto für die

Rücksendung des angenommenen Wechsels mit . . 90Pfg.

DasPorto unter 1. istvom Auftraggeber voraus zubezahlen. DiePostanweisungs-
gebühr (2 s.) wird von dem eingezogenen Geldbetrage in Abzug gebracht. Der Porto-
oetrag unter 2d wird dem Austraggeber beiUebersendnng des angenommenen Wechsels
angerechnet.
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