Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1893

Seite: 215
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Ift die Zahiung des Geldbetrages oder die Annahme des Wechsels verwcigcrt
worden, so wird die Rücksendung des Anftrags und dre Weitersendung desselben an
einen anderen Empfänaer oder an eine znr Aufnahme des Wechselprotestes befugte
Person ohne nenen Gebührenansatz bewirkt.

Postaufträge zn Büchcrsendunaen: Frauko für die Büchersen-
dullg je uach dern Gewicht 20 bezw. M Pfg., beiondere Gebühr für die
Einziehung des Geldberrags lO Pfg. Im Falle der Bersendnng nntcr
Einschreibung tritt die lLinlchrcibeaebühr mir 20 Pfg. hinzu.

lleber Postaufträgc nach dem AuSlande erteilen d«e Poftanstalken bereit-
willigst Anskliuft.

D. Postnachnahme n sind bis zu 400 Mark einschl. bei Briefeu, Drucksachen und
Warenproben bis znill Gewichr von 25o Gramm, sowie bei Postkarten und
Paketen zulässig.

Nachnahmescnduttgeu müsscn iu der Auf-chrifl inir dem Bermerk „Nach-
uahme von . . . Mk. . . Pfg." (Marksunlnre in Zablen und Buchstaben,
Pfennig-Summe nur in Zahlen) versehen fein, und unrnitrelbar darunter
die deutliche Augabe des NanlenS und Wodnorts in größeren Städten
auch die Wohuuug — des Absenders enthalten. Bei Nachnahmepacketen
müffen vorsteheude Lermerke sowohl auf dem Packete als auch auf der
Begleitadrefse angebrachr sein.

Ueber den Bctrag der Aachnabme wird dem Auflieferer cine Bc-
scheiniguna erteilt.

Für Nachnahmescttduugcn kommen zur Erhebung:

1) Das Porto für gleichartige Sendungen ohne Nachnahme.

Falls einc Wertangabe oder Einschreibung stattgefunden hat. tritt dem
Porto die Versicherungsgebühr oder Einschrcibgebühr hinzu.

2) Eine Vorzeigegebühr von 10 Pfg.

3) Die Gebühren sür Uebermitteluug des eiugezogeueu Betrages an dcn
Absender, nnd zwar

bls S Mark .... lOPfg.
über Sbis lOOMark . . . 20Pfg.

.. 100 » 200 , . . . 30Pfg.

,. 200 .. 400 .... . 40Pfg.

Die Lorzeigegebühr wird zugleich mik dem Porto erhoden und ist auch
dann zu entrichten, weun die Seuduug uicht eingelöst wird.

K. Briefe mit Wertangabe. Das Gewicht der Briefe mit Wertangabe im in-
nern Verkehr Deutschlands lmd nach Oesterreich-Ungarn darf WO Gramm
nicht übersteigen; nach den übrigeil Länderi« ist daS Mwicht nicht beschränkl.
Gedühr für Wertbriefe nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn:

a. Porto bis 10 Meilen (1. Zone) ... 20 Pfg.

über 10 ..40Pfg.

b. Versicheruntzsgebühr für je 3l>0 Mark . . 5Pfg.

Mlndestens ledoch.!0 Pfg.

Die Taxe erböht sich für unfra »kiertc Briefc mit Wertangabe mner-
halb Dentschlands m:d nach Oesterreich-ttllgarn llm 10 Pfg. für den Brief.
Nach den übrigen Ländern ist die Taxe vorausznbezahlen.
b'. Für Pakete ohne Wertangabe innerhalb DeutschlandS und nach Oesterreich-
Unaarn ist zu entrichten:

1) Bis zmn Gewicht von 5 Kilogramm einschließlich:

a. biS 10 Mcilen (1. Zone).25 Pfg.

b. auf alle weitcre Entfermmgen.öO Pfg.

2) Beim Gewicht iiber 5 Ailogranrm:

a. für die ersten 5 Kilogramm die Porto-Ansätze unter 1,
l>. für jedes weitcre Kiloaramnr oder Teil eincs Kilogramms bis 10
Meilerr (1. Zone) 5 Pfg., über 10—20 Meilen (2. Zone) 10 Pfg.,
über 20—50 Meilen (3. Zone) 20 Pfg., über 50—100 Meilen
(4. Zone) 30 Pfg., über 100—150 Meilen (5. Zone) 40 Pfg., üder
150 Meilen (6. Zone) M Pfg.

Für Spcrrgut wird das Porto um die Hälfte der von'lchenden Säye erhöht.
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