Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1893

Seite: 220
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geteilt, wenn sonstige Gesprüchs-Anmeldttngen zir erledigen sind oder wenn der Teil-
nehmer bei der Anmeldung des Gesprnchs die Anfhebung der Verbindnug nach drri
Mimrten ausdriicklich vcrlangt hat.

9. Die Gebiihr von 50 Pfg. bezrv. einer Mark anf den Ferrr-Verbindungsleitimge»
wird auch fiir angemeldete, aber ohne Verschnlden der N.-F. u. T.-V. unansgesiihrr
gebliebene Gespräche in denjenigcn Fällen erhoben. irr welchen

a) der gewnnschte Teilnehrner im fernerr One bei betricbsfähiger Leimng den Au-
ruf nicht bearrtwortet, oder es ablehnt, in ein Gespräch einzumten;

h> derjenige Teilnehmer. von welchci» die Abmeldung herrirhrt, ans die ttntkr-.
rednng verzichtet. bezw. rricht mehr antivorter. nachdem die Fernleitnng siir ih»
zur Benutzung bereit gestellt worden ist.

10. Fnr dringcnde Gespräche. welche mir Vorzng vor den gewöhnlichkii
Gesprächen ansgefiihrt werden, ist die dreifache Gebiibr eines geivöhillichcn Ge-
jpräches von glcicher Zeitdaner zn erlegen.

11. Die Teilnehmerverzeichnisse der Stadt-Fernsprechcinrichtungen in den ans-
wärtigcn Orten können dnrch Vermittelnng dcs Telegraphenamts in Heidelberg
käuflich bezogen werden

Anwtisung

znr Benntznng der Fernsprecheinrichlnnge».

Allgemei nes.

Die Fernsprecheinrichtung kann in Heidelbera während des Sommers von 7 tthr, iin
Wintcr von 8 llhr morgens brs 9 Uhr abends fiir den allgemeinen Verkehr bcn»yt werden.

Währcnd dcr Daner vonGewirter n werden von den Veriirittlungsairstal-
rcn Verbindungen nicht ausgefiihrt. Sämtliche Fernsprechapparatc sind mit änßerst
empfindlichcn Blitzschntzvorrichtnngen versehcn, welche etwaige Enlladungen atmospä-
rischer Glektrizität sicher anffangen und ableiten-, immerhin wird empfohlen, bei nahen
nnd schweren Gewitte r n dre Fcrnsprcchapparate nnd Leitungen nicht zn bernhren.

Bei ruhcnder Korrespondcnz hängen zweckmäßig bcidc Hör-Apparatc (Fernhörer)
in den Haken; nnbedingt mnß indeß der Fernhörer in dem ans demGehäuse
hervorlretenden beweglichen eisernen Haken hängrn, da nnr so der
Wecker anspricht.

Bei der Unterhaltung empsieht es sich, beide Hörapparate zum gleichzertigcn Hören
mit beiden Ohren zn benntzen; arrch beim Sprechcn gegen die Schallöffnung des ans der
Vorderwand des Gehäuses hervorragenden Sprechapparate« (Mikrophon) sind beidr
Fernhörer am Ohr zn behalten. Niemals darf während des Gespräches ein Fernhörcr
an dem beweglichen cisernen Haken liängen.

Es ist de ntlich, aber nicht zn lant nnd nichr zu langsam zrr sprechen , der
Mund muß 3—5em von der Schallöffnung des Mikrophons entfernt bleiben.

Gcnaueste Beachtung der vorstehcnden allgemeinen und der solgenden beson-
dercn Bestimmungkn ist fiir einen ordnungsmäßigen Betrieb nnerläßlich.

4. Sm Kladkvrvßelrr.

l. Teinehmer wunscht mit Teilnehmer U zn sprechen.

T riimmt den Fernhörer von dem eisernen Hakcn, hält ihn mit der SchaUöffnnng
an's Ohr, drnckt einnral kurz anf den Weckknopf an dcr Vorderseite des Gehäuscs
nnd führt danach den zweiten Hörapparat zum anderen Ohr. Aus die Antwort der Ver-
mittlungsanstalt „hier Amt" nennt dnrch Hineinsprechcn in das Mikrophon Nnmmcr
und Namen von 8, z. B.: „Nnmmer drei tNnmmer der Sprechstelle von 8 in dcr Teil-
nehmerliste) Fränkel."

Die Anstalt antworteu „Bitte riisen"! und verbindet ihn mit Odcr sie sagl:
„Schon besetzt, bitte nach sünf Minuten nochmals rnsen." Jn letzterem Falle erwidert^:
„Verstanden" und hängt die Fernhörer wieder an die Haken.

Aus die Meldung der Vermittlungsanftalt: „Bitte rufen" drückt ^ nochmals den
Weckknopf, jetzt aber 3—4 Sekunden lang; während des Drückens behält er den vom
eisernen Haken genonunenen Fernhörer am Ohr. Anf dic Geaenineldiing: „hier 8,
wer dort?" beginnt die Unterhaltnng mii: „hicr unter Benützung beider Fern-
hörer. Es empfiehlt fich, den Abschluß der einzelnen Mitteilungen. Fragen?c. durch
„Bitte Antwort" bezw. durch „Schluß" zu bezeichnen.

Jm Lause einer Unterhaltnng darf der Wecknops nicht gedrückt
werden. Pausen sind wahrend den Unterhaltungen thunlichst zu vermeiden, wie über-
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