Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1893

Seite: Anhang_043
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1893/0321
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
43

Lö. UeLertretungen dleser Vorschrift werden, soweit nicht auf Grund anderer
Wfbestiinmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, auf Grund von 8 366 Ziffer 10
bezw. 8 108 P.-St.-G.-B. bestraft.

29. Die Ventttzung der öffvntttchen Wege.

MSpol. Vorschrift vom 16. Juni 1869 auf Grund des § 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.)

K 1. Das Bcfahren der in dem nachfolgenden Paragraphen uiiher bezeichneten
Kege mit Lastfnhren ist verboten.

ß2. Die in dem vorhergehenden Paragraphen angezogenen Wege sind folgende:
die beiden Wolfsbrunnenwege,
der Hausackerweg,
der Gaisberbweg,
der Sensenned- und
Steiaerweg,
der Mühlweg,
der Krahnenweg und
Auweg.

8 3. Sollte iu einzelnem Falle dic Benutzung eincs dieser Wege aui dic in
81 brzeichnete Weisc nicht zu umgeheu sein, so ist znvor die Gcnehinigung hiezu
vei der Gemeindcbehörde einzuholen, welchc dic für die jcweilige Bcmitzungsart
mßgebenden Bestimmungen festzusetzen hat.

8 4- Zuwiderhandelnde werden an Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis
zu 14 Tagen bestraft.

30. Der Garnifon-Nebmrgsplatz anr Neckar.

(OrtSpol. Vorschrift vom 26. April 1883 auf Grnnd des § 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.)

Das Fahren nnd Reiten über den Garnison-Uebungsplatz am Neckar ist unter-
ßlgt. Während der Dauer der militärischen Uebungen ist auch Fußgängern das
Betretcn des Platzes verboten.

Zuwiderhandlungen werden auf Grund des 8 366 Ziffer 10 R.-St.-G.-B. mit
8«ld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

31. Vie Sichrrung des Verkehrs auf der neuen Neckarbrücke.
Ockpol. Vorschrift vom 28. Febr. 1891 auf Grund des ß 108 Ziff. 5 P.-St.-G.-B.)

81. Sämtliche Passanten der neucn (unteren) Neckarbrückc sind gchalteu, bcim
Wsteren der Brücke jeweils und ausschliesjlich den ihnen znr Rcchtcn gclcgenell Geh-
W zu benützen, so daß die in der Richtung von Heidelberg nach dem Stadtteil Neuen-
«im gehendenFußgänger ausschließlich den östlichen, die in der Richtung von Neuen-
Wn nach Heidelberg Gehenden ausschlteßl. den westlichen Gehweg zu begehcn haben.

« ^8 2. Zuwiderhandlungcn werden gemäß § 108 Ziffer 5 des P.-Str.-G.-B. an
W> bls zu 150 Mark oder mit Haft bestraft.

32. Der Wagenverkehr «l der Vergheinrerstratze.

(Ortspol. Vorschrift vom 11. Aug. 1891 auf Grund des 8 366 Ziff. 10, R.-St.-G.-B.)

. 81. Das Befahren der Bergheimerstraße mit den städtischen Abfuhrwagen, sowie
Aü den Dossenheimer Schotterfnhrwerken ist auf der Strecke von der Atohrbacherstraße
M zm Römer- und Mühlstraße verboten, ausgenommen, wenn innerhalb der bezeich-
mtrn Strecke

u) die Beryheimerstraße selbst,
d) eine Seltenstraße derselben
U» Z,el der Fahrt ist.
loading ...