Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1893

Seite: Anhang_044
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1893/0322
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
44

Dic bezeichneten Fuhrwerke haben die Uferstraße oder Bahnhofstraße nebst drm
Znfahrtsstraßen zu beniitzen.

8 2. Zuwiderhandlungen werden gemäß 8 366'° R.-Str.-G.-B. mit Geldsttch
bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

93. Die Handhabung der Htrahenpolizei im Gebiete des Keidrl-

berger Stadtwaldes.

(Ortspol. Vorschrift vom 23. Oktober 1880 auf Grund dcs 8 129 P.-St.-G.-B.,

8 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.)

81. Es ist verboten, auf Wegen Fuhrwerke statt durch Anwendung eines Rad-
schuhs oder einer Mücke rauh zu sperren.

8 2. Tas Fahren, Neiten und Viehtreiben auf Fuß-, sowie auf Gchwegen ist
untersagt.

8 3. Das Verunreinigen der Wege, freien Plätze, Schutzhäuschen, sowie der an
den Wegen aufgestellten Trsche und Bänke ist verboten.

8 4. Uebertretungen der 88 1 und 2 werdcn gcmäß 8 366 Z. 10 N.-Str.-G.-B.
an Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen, Uebertretungcn des 8 3
gemäß 8 129 P.-Str.-G.-B. mit gleicher Strafe geahndet.

34. Die Erlzattung drs Klingrnteichwrges und der ttbrigen Wrgr

des Stadtwaldes.

(Ortspol. Vorschrift vom 20. Januar 1883 auf Grund 8 366 Ziff. 10 N.-St.-G.-B.)

8 1. Alle Wagen, mit welchen aus den Steinbrüchen oder aus dcm Stadtwalde
Mauersteine abgeführt werden sollen, müssen mit geschlossenen Kasten versehen sem,
welche nicht länger als 3,60 Meter sind und mit Einschluß der Leiterbäume die Hoye
von 0,60 Meter nicht übersteigen.

Der Wagenkasten muß unten eine lichte Weite von 0,60 Meter und oben eme
solche von 0,90 Meter haben.

8 2. Die Räder der Steinwagen müffen annähernd vorn 1,05 Meter, hinten 1,30
Meter Höhe haben. Die Reife derselben dürfen nicht unter 9 Centimeter breit sem.

8 3. Das Gewicht der Ladung eines Wagens darf 80 Ccntner nicht übersteigen,
die Abfuhr von 27 Kubikmeier (eincr badischen Kubikrute) Mauersteine darnach nicht
in weniger als 10 Wagenladungen erfolgen.

8 4. Bei allen Steinfuhren sind zwei sog. Mücken anzuwenden und ist das
Nauhsperren und das Anlegen eines Radschuhs untersagt.

Die Steinfuhren sind stets von zwei Männern zu begleiten, von welchen der
eine die Pferde zu beaufsichtigen, der andere die Mücken zu bedienen hat.

8 5. Bei den Holzfuhrwerken und Fuhrwerken anderer Art ist das Rauhsperren
untersagt, dagegen die Anwendung eines Radschuhs gestattet.

8 6. Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Tage der Veröffentlichung
dieser ortspolizeilichen Vorschrift in Kraft.

8 7. Uebertretungen werden auf Grund des 8 366, Ziff. 10 R.-Str.-G.-B. an
Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

35. Die Ordnung auf den Nnlagen, im Stadl- und Neptunsgarten,

fowie auf dem Vismarckplatz (Nnlagsordnung).

(Ortspol. Vorschrift vom 19. Juni 1888 auf Grund deS 8 58 Ziff. 1, 88 144, 145
^ ^ P.-St.-G.-B., 8 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.)

L 1. Die Bankreihe in den städtischenAnlagen der Leopoldstraße unmittelbar längs
des Promenadewegs, sämtliche Bänke in den Gartenanlagen um die St. Peterskirche,
in dem Stadt- und Neptunsgarten sowie in den Gartenanlaaen des Bismarckplatzes
sind nur für Erwachsene und Kinder in Begleitung ihrer Angehörigen bestimmt.
loading ...