Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1892 — Heidelberg, 1893

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cl. Das Btgfheii deS Daches durch den Kaminfeger von einein Kaiuiiie zum
andern ist verboten.

8 6. Dicse Borschrift tritt mit dem 1. April 1888 für den gaiizcn AmtS-
bezirk — Stadt Heidelbcrg nnd Landgemeinden — in Kraft. Mit diescm Tage
sind die bczirkspolizeilichcn Borschriftcn vom 29. Fcbrnar 1872 nnd 12. Dezembcr
1874 anfgchoben.

tz 7. Zuwidcrharldlttiigen gegen diese Borschrift werdcn gemäs; 8 2.8 dcr Kamin-
fegerordttung vom 29. November 1887 nnd 8 988 Ziff. 8 N.-St.-G.-B. bcstraft.

5. Gcbrauch von Lichl in §»r.illungen rtr.

(BezirkSpolizeil. Vorschrift v. 9. März 1889 auf Grund dcs 8 968 Zjff. 8 A.-St.-G.-B.
nttd des Artikcls 9 VI e Bad. Einf.-Ges. z. d. N.-St.-G -B.)

8 l. Schciicrli, Ställe, Bödcn nnd andere Ränmc, welche znr Aufbcwahrung
fcnerfailgettdcr Sachcn dicnen, diirfen mit Licht nur unler Gebrauch wohlverwahrter
Laternen betretea werdcn. Die Benuyttiig voir Elilinderlanipctt jeder Art ist in
solchen Näumen verbotcn.

8 2. Zuwiderhattdlttngcn gcgen dicsc Borschrift iverdcn gcmäs; 8 968 Ziffer8
N.-St.-G. bestraft.

6. Vrrkelrr nrit Nachen anf dem Nrrlrar (Nachenordnung).

(Bczirkspolizeiliche Borschrift vom 22. Ianuar 1892 auf Grnnd des 8 159, M

P.-St.-G.-B.)

8 1- Wer gewerbSmäßig auf dem Ncckar in klcinen Schiffen oder Nachen
Personen zn füliren oder Fahrzenge der gedachten Art gewerbsmäßig zu vermieten
bcabsichtigl, hat sein Borhaben gemäß 8 14 Gew.-Ordu. beim Bezirksamt anzu-
zeigen nnd ist fcrner verpflichtet, jede Eiilstellung eines Gehiifcn nnter Augabc der
persönlichen Berhältinsse desfelben sofort dem Bezirksamt znr Kenntuis zu bringen.

Zu den Gehilfen im Sinne des Absatz I sind anch die eigencn Angehörigen
des Untcrilehmers zu rechncn, insofcrn dieselbcn als Schiffssnhrer Berwenduiig fin-
den sollen.

8 2. Jeder Schiffsfiihrer, sowohl der selbständige als der Gehilfe, hat auf
VerlanHeu seine pcrsönliche Zuverlässigkeit in Beziehung auf den beabsichtiatcu 0le-
werbetrieb darzuthiln und muß sich auf Anordnung dcs Bezirksamts eincr Prilfuiig
ubcr seine Fahrkundigkeit unterziehen.

8 9. Die zur Berwendung kommenden Fahrzeuge miissen mit der genugcttdcn
Anzahl von Sitzbauken und der erforderlichen Ausrüstung versehen seiu.

Au deuselben muß die zulässig größte Einsenkungstiefe mit Klammcrn beider-
fetts bezerchnet und die Höchstzahl der Personen, welche in dem betreffenden Nachen
aufgenommeu werden darf, an gnt sichtbarcr Stelle auf beidcn Scite mit Oelfarbe
— weiß, auf schwarzem Gruude — nud in entsprechcnd großcr Schrift ange-
schrieben seiu.

Die Unteruehmer haben ihre Fahrzcuge und deren Ausrüstuug stets in rcin-
lichem, brauchbarem und vollkommeu sicherem Znstande zu unterhalten.

8 4. Wenu cin Fahrzeug ueu oder nach Voruahme einer erheblichen Neparatur
m Gebrauch genommen werden soll, so ist vorher dem Bezirksamtc Anzcige zu er-
ffZtteu. — Das Bezirksamt veranlaßt sodann jedenfalls im erstcren Fall eine
Prufliug des au^emeldeten Fahrzeugs hiusichtlich seiuer Sicherheit, Brauchbarkeit
""o ^ragfühigkelt, sowie hiusichtlich der Ausrüstuug und erteilt dem Besitzer eine
schriftliche Bescheinigung über das Ergebuis dieser Prüfuug.

Außerdem siud die Uuteruehmer verpflichtet, ihre sämtlichen, im Gewerbcbetrieb
verweudeten Fahrzeuge uebst Allsrüstung eiucr jeweils im Frühjahr stattfindenden
alliahrlichca Koutrole zu uuterstellen uud etwaige hiebei vorgefundenen Mängcl
sofort zu beseitigeu. Die Fahrzcuge wcrden nach der Nciheufolgc ihrer Aumelduiig
m em beim Bczirksamt zu führeudes Vcrzeichuis eingetragcn und crhalteu die
diesem Elntrag entsprrchende Ordnuugszahl als Nummer, welche an der Außenseitc
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