Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1894 — Heidelberg, 1894

Seite: 230
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der Teilnehmer, welcher die FortsetzunH des Äesprächs erwartet, die Fernhörer unaus-
gesetzt am Ohre behalten. Beim Eintritt einer längeren Panse ist von beiden Teilnch-
mern das Schlußzeichen zu geben und zur Fortsetzung der Unterhaltnng die Vermitt-
lungsanstalt von neuem auzurufen.

Nach beendetem Gespräch hängen die Teilnehmer die Fernhörcr an die Haken und
geben beide durch dreimaliges kurzes Drücken des Weckknopses das Schluß-
zeichen. Die genaue Befolgung dieser Lorschrift ist fnr eiuen orduungs-
mäßigem Betrieb unerläßlich.

Wird nach Schluß eiuer Unterredung eiue anderweite Lerbindung gewiinscht, so ist
ebenfalls zunächst das Schlußzeichen zu gcben und demuächst, aber nicht vor Ablaus
einer halben Minute, die Lermittelnngsaustalt abermals zu weckeu.

II. Teilnehmcr U wird geweckt.

Sobald der Wecker ertönt, hebt 8 die Fcruhörer von den Haken, hält sie an die
Ohren und meldet sich mit den Worten: „hier 8, wer dortl(" (Drücken dcs Weck-
knopfs als Gegen meldung ist durchaus unstatthaft und bewirkt vor-
zeitige Trennung). ^ nennt hierauf seiuen Namen und beginut dic Unterhaltung.
III. Zur Bestelluug einer Nachricht durch die Lermittlungsanstalt
ruft der Teiluehmer letztere wie gewöhnlich an und sagt: „Ersuche zu schreibcn". Ans die
Antwort: „Bitte bringen" diktiert der Teilnehmer die Nachricht und bezeichnet die Be-
förderungSart durch: „mit Post (als Brics oder Postkarte), „durch Eilboten" oder
„als Telegramm".

R. Lm Fernverkelrr

nennt der anrufende Teilnehmer sciner Vermittelungsanstalt den Namen des anderen
Ortes, sowie Nummer und Namen des Teilnehmers daselbst, z. B. „Frankfnrt (Main)
Nummer 12, Krebs". Der Beamte antwortet: „Ich werde rufen", veranlaßt daraus
das weitere und weckt, sobald dcr gerufene Teilnehmer am Apparat ist, den rufendeu.
Dieser briugt die Fernhörer, welche er inzwischcn an die Haken gehängt hatte, wieder an
die Ohren, empfängt die bezügliche Mitteilung der Lermittelungsanstalt nnd lcitet das
Gespräch nach erfolgter Meldung des gerufenen Teilnehmcrs in gewöhnlicher Weise ein.
Für den weiteren Berlauf des Gesprächs gelten ebenfalls die Bestimmungen für den
Stadtverkehr.

Der gerufene Teilnchmer wird von seiner LermittelungSanstalt gewcckt; dieselbe
tcilt ihm mit, daß er tzerufen werde. Der Teilnehmer meldet sich, beide Fernhörer an
den Ohren, in gewöhnlicher Weise.

IV. Kreisausschutz.

Kreishauptmann: GeheimerNegierungsrat
Pfister

Kreisausschuß: Dr. Wilhelm Blum, Vor-
sitzender, Prosessor Dr. Friedr. Eiseulohr
Stellvertreter, Oberbürgermcister Dr.
Karl Wilckens, Stadtrat Wilh. Hoffmann,
Professor u. Amtsrichter a. D. Dr. Seng,

Posthalter Wittmer in Eppiugeu, Ge-
meinderat Jul. Schiek in Neckarbischofs-
heim, Gemeinderat Phil. Schweinfurth
in Sinsheim, Gerbercibcsitzer Jul. Bnrk-
hardt in Wiesloch

Kreissekretär: Nevisor a. D. Ludwig Nittcr
Kreisrechner: ljhuard Schncider, Karlsstr. 6

V. Konsulale.

Für Akantreichr Konsul Eugen Eor in Mannheim.

FÄr Gkotzbriiannien r I'krtNnunü L,a<iv»8nrx, Nritisb Vieokolwul.

Oklles ol tbö britisb Viee-Oonsulalo, 8 3. 13, Llannbeim opon krom 10—12 a. m.
Lunclu^s anä oküeial bolicla^s oxeeptvä.

FÄr das Königreich Grtechenland r Konsul I. F. Menzer in dteckargcmünd.
Für Jtalienr Konsul E. Tranmann in Mannheim.

Für Oesterreich r Konsnl E Ladenburg in Mannheim
Für Spanien r Konsul Heinrich Nanen in Mannheim.

Kür Venezuela r (Konsulat Mannheim) Konsnl W. Köster in Heidelberg.

Für die Vereinigten Staaten von Nord-Vmerika r Konsul M. Goldfinger
in Mannheim 8 11,1a (Geschäftsstunden 10 -12, 2- 4).
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