Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1894 — Heidelberg, 1894

Seite: 269
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1. Das Mitbringen und Halten von Hunden, soweit dieselben nicht zurn Zng-
dienste verwendet oder deren Haltung von der Verwaltung für erforderlrch erachtet
wird.

2. Das Rauchen iunerhalb der zurn Betrreb gehörigen Nättmlichkeiterr.

3. Das Ausheben der Verschlüssc der Kanalisation und das Einlasien fester
Bestandteile in dieselbe.

4. Das Offcnstehenlasien der Wasserhähne.

5. Das Offenstehenlassen der Kühlhausthüren.

6. Das Einschlagen von Nägeln und das Anbringen von Kästchen, L-chäften
und dergleichen in Gebäulichkeiten ohne Erlaubnis der Verwaltung.

7. Das Einfahren mit Wagen in die Schlachthallen nnd das Fahren „außer
Schritt" im ganzen Schlachthofe.

8. Das Wegwerfen von Papier oder sonstige Verunreinigung der Schlachthof-
räunrlichkeiten.

9. Das Aufblafen von Tieren oder von Lungen mit dem Munde.

10. Das Annehrnen oder Verabreichen von Trinkgeldern durch, resp. an die
Bediensteten.

8 17. Der sogen. Viehhof und etwa entstehende Viehmärkre werden an den
von der Schlachthofverwaltung bestimmten Plätzen abgehalten, welche auch die etwa
nötigen Stallräume anweist.

§ 18 Die Metzgermeister sind für die mit ihrem Vorwisien begangenen Ueber-
tretungen ihrer Arbeiter mitverantwortlich.

§ 19. Die ortspolizeilichen Vorschriften vom 18. August 1879 in der Fasiung
vom 20. April 1888, vom 18. Oktober 1886 und vom 8. Februar 1875 werden auf-
gehoben.

8 20. Zuwidcrhandlungen gegen die 88 1—18 dieser Vorschrifl werden gemäß
8 87 a, 93 und 95 des P.-St.-G.-B. an Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis
zu 14 Tagen bestraft.

Tarif

betreffend die BenUtzung des städtifchen Schlacht- und Viehhofs und seiner

Einrichwngen.

Schlachtgebühren:

a. Großvieh:

1. für em Stück I. Schwere

2. sür ein Stück II. Schwere

3. sür ein Stück III. Schwere .
d. Kleinvieh:

1.

2.

3.

4.

ür ein Schwein ....

ür ein Kalb.

ür ein Schaf oder eine Ziege
ür ein Kitzlein oder ein Ferkel

Pferd e:
für ein Pferd

L. Waggebühren:

1. für ein Stück Großvieh . . . .

2. sür ein Stück Kleinvieh . . . .

6

4

3^

l^t 50^

50^

10^

9

50^

20^

6. Marktgebühren

(zu entrichten von Händlern, welche Vieh nach dem städtischen Schlacht- und Biehhof

bringen):

1. für Großvieh per Stück.50 ^

2. sür Kleinvieh per Stück.20 ^

3. sür Kitzlein und Ferkel per Stück .... 10 A

Mit Entrichtung dieser Gebühr erlangt der Händler zugleich das Recht, das
betreffende Stück Vieh bis zu 24 Stunden in den Viehhofstallungen einzustellen.

v. Stallgebühren:

1. für ein Stück Großvieh per Nacht . . . . 20 ^

2. für ein Stück Kleinvieh per Nacht .... 10 A
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