Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1894 — Heidelberg, 1894

Seite: 357
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tW z» eiiNlchtt», Il»d dtl bci dtliirtige» Persicherttii flewölittlic!', der Ginzng der Bei-
Uöae nicht durch die >irnnkcilüisse besorjil wird, »uch das Liiiiklede» der Wochemimrke
zi, iiberilchlile». Persolie», welche sich sreiiv iIliii versicher», Iwde» »»üer deni vollen
Pc!tr»b von 20 Psiz. fiir die II. kilchse noch 8 Psiz. .8»schl»§ zu bezlilileii.

Die Ollittirillisknrte ist imr zinii Oinkleben der MtUken dcsliilinit. Besondcrc
Perinerke »lis derselbe» sind bei Strasc verbotc». AllSjwsiillte >iliitcn wcrde» voi»
Bjirerm eistern m t dmch »elie ersetzt, ebenso verlore» tieq»iwe»c. !!m Pcrlustc z»
vciineidell, lverde» die Ouitt»nqsk»rtc» »m beste» der qenieiiisluiieli Mcldcstellc zur
Äilsbeivtihriiliq sofort mit der Alimeldiliiq ilbcrqcbe».

DieI » vnlidcnre»te betrnqt »nch 5 jnl» iqer Wnrtezeik:
i» dcr II. Iiilnsse: 124 Mk. 10 Pfq. Dieselbe knii» > !1. Klnsse 2«>2 Plk.

III. ltilnsse: 181 Mk. 15 Pfq. »»steiqe» bis l III. .>il»ssc 888 Pkk. 42.

Die Altersrente: II. >tl»sse: 184 Mk. 60 Pfq.-. M. .A»sse: 162 Mk. 80 Ps»

sDlirch Vereinbnriliiq zwische» Arbeitqeber und Arbciriiehiiier k»»» dic Versiche-
rimq in eincr höhern liilnsse erfolqe», »ls qesevlich vorqeschriebe» ist. Die höchste t>i!»sse
ist dic I V. Klnsse mit Wochenbeitrng vo» 80 Psq.I

stür die üebcrgnilgszeit sind z» lstnnstei! der Pcrsicherteil Bcstimmiiilgeil gelioste»,
ivelchc eine Abkürziiiig derWnrtezeit erinögliche» (iveini dic Arbeiiszeit gchörig
deschciiiigl ist» „nd eine höhcre Berech»»»g derAltersreilte «bei Persoiien iiber60I»hre)
gestntten.

!V. Gelteildmnch»„g des Re»teii»»spr»ches.

Personc», welche eine» Neiitennilspriich geltend mncheii wolle», h»be» sieii »» d»s
Grosih. Bezirksnmt zu wendeir.

Ileber de» Ansprnch entscheidet d e r B o rst» » d d c r B e r s i che r» n gs » » st»I t
lLandesversicherniigüniistnlt Baden i» .stnrlsriihe). lstegen eiiie» »iigüiisligen Bcscheid
findet die Bernflllig »» d»S Schiedsgeriüit der Anstnlk mid eveiitiiell die Revisio»
»n d»S Reichsversicher»rigsnmt (i» Berli») stnit.

V. Grlöschen des Ansprnchcs »» die Bcrsicheriittg nikt ei», wcnil dcr
Acnttiieinpfnnger nicht mehr eriverbsnnfnhig ist. Die A»w»rlsch»ft »»s dem Ber-
sicheiiingsverhnltilis crlischt, wenn imierhnlb 4 Inhren »ichr für i»iildesteris47 26oü>e»
Bciträge eiitrichtet sind. Dieselbe k»»n jedoch miter Ilmstniiden wieder »ufleben.

VI. Gine Rüekvergütuiig der geznhlte» Beitrnge greift Pl»l>,

a. gcbeiiüber wciblichc» Persone», die, oh»e i» den Bezng einer Neiite gelangl
z» sei», eine Ghe eingehcn, iinchdem fiir sie »ülidestens 5 Iahre Beirrnge gezahlr sind
«8 80 Ges.);

h. gegeiiüber einer hiitterlasseiieli Witwe oder Iiiilrer!»sse»e» .stindeiu mircr 15
Zahre», we»n dcr Berstorbene selbst keine Rente erhnlleit hnrre, mid für ihn während
iiündestenü 5 Jnhren Beinnge beznhlt worde» wnreir (8 81 Gcs.)

X. Lrtsgebrauch beim Wohnungswechsel.

Bek»mlti»»chmig deü Bilrgerineisternmts.

!. Bei den gcgen bierreljährige Mietezahlmlg vermieteren Wohnunge» gelten »Is
»bliche Bieltnge znni Wohiimlgswechsel:

der 1. Innnar, 1. April, 1. Inli mid 1. Oktober.

Bcgimtt d»s Mietsvcrhnlniis im Ginzelfnlle »n eiiiem »iider» T»ge »ls de» foeben
angeführteil, so gilt dasselbe »nf Iahr vom Tnge des Begiiines »b eingegniige».

II. Die ortSlibliche Kündigilngsfrist beträgt drei Monnte.

Bei den an de» nblichen Zieltagen begiiinende» BNetsvcrhältilissen k»»» die
Kündigniig nnr »iis ein solchcs Ziel »nd mus; vor Ablanf des dem tevtereii vorans-
geheiiden Zieltagcü erfolgen. Jst der Mieter mit der Mietzinszahlmig im Rück-
stande, so kann die.ztilildigling noch innerhalb 10 Tagen n»ch levtgenaittem T»ge
erfolgen. Beträgt die Mictc nnr 70 Mark pcr I»hr odcr darnnter, so kaii» die
Kündigung anfs Ziel »och vier Wochen vor dem Gintritt des levtcreii vorgenommen
werden.

I!I. Sowohl die Bermieter »ls anch die »bgehenden Mieter haben dafür besorgt
zu sein, das; die Wohnnngen jeweils »n dcm betreffenden Zieltage, bezw
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