Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1895 — Heidelberg, 1895

Seite: 312
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0. Der Wagenverkehr in der Vergheimerstrahe.

Ortdpolizeiliche Vorschrift vom 11. August 1891.

8 1. Dns Befahren der Bcrchieimerstrnße mit den städtischen Absuhrwagen. so-
wic mit dcn Dosscnheimer Schottersnhrwerken ist ans der Strccke von der Nohrbachcr-
straste bis zur Römer- und Mühlstraste verboten, auspenommen, wenn iunerhalb der
bezeichneten Strccke

n) die Bergheimcrstraße selbst,
d) eine Seitenstraste derselben
das Ziel dcr Fcihrt ist.

Die bezeichncten Fuhrwerke haben die Uferstrastc oder Bahnhosstraste nebst deren
Ziisahrtsstrasten zn benüven.

8 2. Zuwiderhandlinigen wcrden pcmäst 8 366'" R.-El.-9).-B. mil dleldstrase
bis zu 60 Mark odcr mit Hafl bis zu 14 Tagen bestrast.

v. Die Handhabnng der Straszenpolizei im Neidelberger t-tadtwald.

Ortspolizeiliche Vorschrist vom 23. Oktober 1880.

8 1. Es ist verboten, anf Wegen Fuhrwcrke statl dnrch Anwcndiillg eincs Nad-
schnhs oder einer Mücke rauh zu sperren.

8 2. Das Fahrcn, Reiten und Viehtreiben anf Fust-, sowie auf (üehwcgen ist
iiiiteisagt.

8 3. Das Verunreiriigen der Wege, freicn Plätze, ^chutzhällschcn, sowie dcr an
den Wegen anfgestellten Tische uud Bänke ist verbotcn.

8 4. Uebertrcluilgen dcr 88 1 und 2 wcrdeu gemäst 8 366 Z. 10 N.-Str.-G.-B. an
Geld bis zn 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen, Uebertretungen des 8 3 gemäst
8 129 P.-Str.-G.-B. mit gleichcr Strafe geahndet.

L. Die Erhaltung des Nlingenleichweges nnd der übrigen Lvege

des Stadtwaldes.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 20. Jauuar 1883.

8 1. Alle Wagen, mit welcheu auS den Steinbrüchen oder ans dcm Stadiwalde
Alauerfteine abgefuhrt werden sollen, müssen mit geschlossenen Kasten verseheu sciii.
welche nicht länger als 3,60 m sind und mit Eiilschlust der Leiterbäume die Höhe von
0,60 m nicht übcrsteigen.

Der Wagenkasten muß uiiteu ciue lichte Weite von 0,60 m uud oben eine solche
von 0,90 m haben.

8 2. Die Räder der L-teinwagcn müssen annäherud vorn 105 m, hinten 1,30 m
Höhe haben. Die Reife derselben diirfen nicht uuter 9 em breit sein.

, 8 3. Das Gewicht der Ladung eines Wageus darf 80 Eentner nicht übersteigeii die
Abfuhr von 27 kbm (einer badischen 5kubikrnte) Mauersteine darnach nicht in weiiiger
als 10 Wagenladungcn erfolgen.

8 4. Bei allen Steinfnhreii sind zwei sog. Mücken anzuweuden und ist das Nauh-
sperren und das Anlegen eines Radschuhs untersagt.

Die Steinfuhren sind stets von zwei Männern zn begleiten, von welchcn dcr eine
die Pfcrde zu beaussichtigen, der andere die Aiücken zu bediencn hat.

8 5. Bei den Holzfuhrwerken und Fuhrwerken anderer Art ist das Nauhsperreii
untersagt, dagegen die Anwendnng eines Radschuhs gestattet.

8 6. Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Tage der Veröfseutlichuiig dieser
ortspolizeilichen Vorschrift in Kraft.

8 7. Ucbertretungen werden auf Grund des H 366, Ziff. 10 N.-Str.-G.-B. an
Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

k'. Das Sperren der Wagenräder.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 18. November 1865 bezw. 2. Jannar 1891.

Das Herabfahren mit Fuhrwerken ohne Sperre von dem Schlostberge, von dem
Klingenthor an auf dem Wege über die Eisenbahn bis zum Gymnasiumsgebäude, von
der Neckarbrücke, von der Bremeneckgasse bis zur Oberbadgasse, von dem Philosophen-
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