Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1895 — Heidelberg, 1895

Seite: 324
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Abändenliigeli der Tnxe ttiiterliegcn bezirksamtlicher (tzeiiehmigimg.

Dns SicherheitSpersottnl deS StnntS imd der Gemcittden, die Bedieilsteleil der
Großh. Nheinbnil-, sowie der Grosch. Wnsser- nnd Strnszenbnttinspeklioil imd die
Soldnteii im Dieiisle siild tnpsrei.

8 17. Die Bellimiimiigett der 4-6 ee, 8—12, 14,15>, 16, sowie die Tnrord-
nunq sind mit Plnkcutnseln nuf Kosten der Unteriiehmer nn beiden Ufern niizuschlnqeii.

8 18. Zilwiderhniidlimgett gegen vorsteheiide Bestiiiimlmgen werden gemäß 8 >53
P.-St.-G.-B. bezw. 134» desselben mit Geld bis 150 Mk. bezw. Hnft bis zn 8 Tngen
bestrnft.

I. Zusatz bezüglich des Betriebes der Drahtseilfähre.

8 T Weim der Betrieb der Otierfnhre infolge hohen Wnsserftnildes oder sonstiger
Ursnchen eingesteUt imd dieselbe nbgeflihrt ist, wird die oberhnlb errichtcte Drnhtseil-
fnhre für Personen- und Gepnckbeförderiliig in Betrieb geiioiimlen.

Derselbe dnrf solnnge forlgesetzt wcrdeii, bis der ^einpfnd niif dem rechten User
unter Wnsser kommt.

Der Betrieb der Drnhtseilsnhre ist imr bei Tnge, sowie in den friihen Morgen-
und spnten Abendstilllden dnnn gestnttet, weim Mond- oder Sterileiihelle beslehl.

8 2. Ziliii Betrieb der Drnhtseilfnhre ist cin solider, gut niisgeriisteter Nnehen zu
verwendcn, an welchem nnf der Zttiienseite liiiks nnd rechts nn geeigneter Stelle die
höchste Anznhl der Personen bezeichnet ist, welche nnf einmnt iibergesetzl werden diirseii.
Diese Anznhl wird durch die technische Behörde festgesetzt.

8 3. Im Hiiiterteile des Nnehens beim Stnndone des I'Nhrinnims iims; stnndig
ein Äetlimgsriiig (Korkring) mil Leine vorhnnden sein.

8 4. Iw allgeiiieineii findcn nlle eiiischlngigen Bestimmimgett der I'nhrordimiig
für die Gierfnhre auch für die Drnhtseilfnhre Anweiiduilg.

H. Zusatz bezüglich des Betriebes der tÄiersühre.

8 1. Bei Wnsserstnndell des Necknrs nnter 1,40m nm Heidelberger Pegel dnrf die
Einrichtung der Drnhtseilfnhre lQuer- und Treibseil) mit Oaufrolle nuch zuiu Ueber-
führen der Nnhe benützt werden.

Bei stnrkem Thnlwind, bei Südost- und Südwestwind rmd bei (tzewittern iimst
jedoch dic Nnhe nn der Gierkette befcstigt bleiben.

tz 2. Der Wasferstaiid von l,40m am Heidelberger Pegel ist an der Ueberfnhrls-
stelle nuf beiden Ufern in deutlicher Weise zn vermerken.

o. Der Verketzr mit Nachen (Nachenordmmg).

Bezirkspolizeiliche Borschrift vom 22. Innnnr 1802.

8 1. Wer gewerbsmnstig nnf dem Necknr in kleiueii Schiffen oder Otnchen Per-
fonen zu führen oder Fnhrzeuge der gednchten Art gewerbsmnstig zu veriiiieteii benb-
sichtigt, hnt seiu Borhabeu gemnst 8 14 (tzew-Ordn. beim Bezirksnmt niizuzeigett imd
ist ferner verpflichtet, jede Ginstellimg eines (tzehilfen imter Angnbe der persöttlicheii
Verhnltiüsse desselben sofort dem Bezirksnmt zur Kenntiiis zu bringeii.

Zu den Gehilfen im Siime des Absntz 1 siiid auch die eigenen Angehörigen dcs
Uilternehmers zu rechnen, ilisofern dieselben als Schiffsführer Verwendung findeii
foUen.

8 2. Jeder Schiffsführer, sowohl der selbständige nls der Gehilfe, hnt nnf Ver-
lnngen seine peisönltche Zuverlässigkeit in Beziehung nnf den benbsichtigten Gewerbe-
betrieb dnrzuthun und muß sich nnf Anordnimg des Bezirksamts einer Prüfnng über
seine Fnhrkundigkeit uiiterzieheii.

8 3. Die zur Verwendung kommendeil Fnhrzeuge müssen mit der geimgeudett
Anzahl vou Sitzbänken und der erforderlichen Ausiüstnng versehen sein.

An denselben muß die znlässig gröstte Giuseukuligstiefe mit Klammern beiderseits
bezeichuet und die Höchstzahl der Perfoiieil, welche in dem betr. Nachen nufgenommen
werdeu dari, an gut sichtbnrer L-telle nuf beideu Seiten mit Oelfarbe — weiß, nuf
fchwarzem Grunde - und in entsprecheud großer Schrift niiaeschrieben sein.

Die Unternehmer haben ihre Fahrzeuge und deren Ausrustung stets in reinlichem,
brauchbarem und vollkommen stcherem Ziistande zu unterhalten.
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