Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1895 — Heidelberg, 1895

Seite: 330
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Monats Mai müssen die in Nesten noch lagerndcn Stangen von ihrcn Plätzen gerämnt
nnd auf einen vom Lanerpächter für sie zn bestimmenden Platz gcdracht wcrden.

K 8. Das Vorland von dem -vanse von svrl. Fliiik, Untere Neekarstraße tlir.o,
dis zur netlen Brüeke ist znm Lagern von Stcincn, Banholz, F-loffholz, vopfenstangen,
Brettern, Lalten, tliahmenschenkclit imd Gernststaiigcn pcstimint.

s. Nusladevrdnung.

A. Lage ilnd Ordnnng des A nsladep l atzes.

8 1. Dcr Platz, an wclchem die mit >volz deladenc». Schiffe znr Ausladnng
koinineri, dcstelu ai»?

1) dem eigciitliclien Aiv>ladeplaiz nnd

2) dem Arn?hilfsaio>ladeplatz.

2. Der eigcntlichc Ansladeplatz deginnt an dcr drciten Trcppe ober-
hald des Prof.Walz'schcn.vanses nnd crstrcekt sich dis znin nnteren Gnde dieses Haiises.
An diesem Platze können zwei Sclnff'e zngleich ansgeladcii werden. Dcrselde nms; an
der llferscite stets in eincr Breite von mindestens 4 Bieter frcigehalten werden.

^3. Ter Anshilfsansladeplatz erstreekt siäi vom Walz'schen vanse, ani
Uliteren Gnde dcs odigcn Platzes dis znr (s'inmüiidimg der Bienenstraffc. Ur ist znr
Aushilfe destimmt, wenn drei oder mehr Schiff'e zn gleicher zseit zur Aiisladimg
kommen. Dieser Platz ist in gleicher Weise freiziihalten wic der eigcnllicheAiisladeplaiz.

l>. Ordttung der znm Ausladen au kom m ende n Schi ffe.

8 4. Das crsle ai>kommende Schiff' hat scincn auf Schiffslänge dcstiiiimlcn Nainn
am odcren Gnde des eigentlichcn Ansladeplatzcs direkt von der dreiten Trcppc an,
einzttnehmen. An dieseS Schiff schlicfft sich immilteldar das nächstkommciidc an.
.ziommen znglcich noch mchrere Schiffe znr Ansladttiig, so schliefft sich stets das
nächsteintreffendc direkt an das vorher angckommeiic an.

8 5. Sodald ein Schiff von seiner Ladniig cntleert ist, hat cs sofort dcn Anslade-
platz zn verlassen. Dcff'en Naiim daseldst hat das nnchstc nntere Schiff' einzimchiiicil.
Sind mehrere Schiffc zilgleich deim Alisladcn, so rüeken sämtliche in die Nänmc ihrer
Vordcrschiffe ein.

8 0. Nach dcr Ansladiing cincs SchiffeS ist dcr Ausladeplatz sofort zn ränmeii,
so daff der Ausladeplatz nicht länger in Ansprnch genommen wird, als dis das
Schiff von sciner Ladnng cullecrt ist.

8 NUt dem Ausladcn oder dem Adführen von gelagcrtcn Gcgcilständen dars
erst degonncn werden, nachdem dem Laucrpächter oder seinem Stellvertrcter einc
dczügliche Anzeige erstattct worden isl.

Strafdestimm ung.

Uedcrtrctuttgcn dcr imtcr .4 lind U gegedcnen Vorsehiiftcn wcrden gcmäff 8 löo
des P.-Str.-G.-B. an <8eld dis zu UX) Mark oder mit Haft dis zu 14 Tagen destraft.

Der Laucrpächter sowic dic Polizeiniaiinschaft sind zu strcnger Ansrcchtcrhaltiiilg
dieser Orduilng nnd sofortiger Anzciac von Uedertretuugcn ai'.gewiesen.

0. Tauerordnuug nebst Tarif.

Ortspolizciliche Vorschrift vom 13. Dezemder 1803 auf Grimd dcs 8 60 140a. G.-O.

8 1. An dem Heidelberger Ufer soll dcr srcie Platz vom alten Schlachthause an
bis zur Dreikönigstraffe, besondere Fälle attSgettommen, nicht znr Verladung, sonderii
nur zuin Aufstellen von lceren Wagen an Markttageil dcniltzt wcrden.

8 2. Der Platz dei der Ginfahrt in dic Drcikönigstraffe ist sür den Fischinarkt vor-
dehalten.

8 3. Der Naum von dcr Drcikönigstraffe dis znr groffen Atantclgasse ist znr Ver-
ladung und Lagerilng von Steincn, Nindcn und anderen Nohproduktcn dcstimmt.

8 4. Der Naum von dcr groffen Mantclgaff'e bis znr Marstallstraffe ist znm Aus-
ladcn lind Feilhalten von Hcn imd Stroh zn denützen.

8 3. Der Platz von der Marstallstraffc bis znm Hanse Uniere Neckarstraffe Nr.»
ist nach Verordimng der Groffh. Bolldireklion vom 22. Septcmder 18<;.') vorzilgSweisc
als Giu- und Ausladestätte für die.zrattfmalins- oder sogenanirten Stückgüter destiinmt
ttnö untersteht der Beanfsichtigttiig des Groffh. HattptsteiieramtS.
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