Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1895 — Heidelberg, 1895

Seite: 338
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Gege n st cinde

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2

25. Wnrst- nnd Fleischwaren. Chemische mid mikroskopische

Utttersuchnng auf einen Zusatz tremder Stärke . . . ! 1 Stiick

26. Zucker. a. Wasser, Asche, organlsche Beimengttttgett . . ! 100

1,. Polarimetrische tltttersuchrittg.! 100 „

i!

8. Gebrauchsgegeristättde.

1. Metall-Legieruttgeu sur Eß-, Triuk- und Koch-

geschirre, Konservenbiichsen, Driickoorrichtttilgett zum
Ausschauk von Bier, Syphons für kohlettsäurehaltige !

Getränke, MetaUteile siir Kiudersaligflascheii, Metall- ^j 1 Stück oder
solien zur Verpackmig von Schnupf-, Kautabak und Käse !! 50

2. Kautschuk zur Herstellmig uon Mmldstuckett für Saug- j!

stascheu, Saugriiigen urid Warzenhütcheri, Trinkbecher, !^

Spiellvareu, Kailtschilkschläuche.. .j1St.od.100g!-

3. Glasureu irdener Kochgeschirre.^! 1 Stiick

4. Farbeu. a. Fiir Gefäße zur Attfbewahrmig vou Nah- !j

rmigsmittelii, Umhüllmigeii, Schutzdedeck- !
uiigeu,

b. fur kosmetische Mittel tMittel zur Pflege
oder Färbmig der Haut uud der Haare),
e. für Spielwareu, Bllderbogcu, Tilschfarbeii,

Buch- uud Steiiidruckfarbeu,
cl. für Tapeteu, Möbelstoffe, Teppiche, Beklei-
dmigsgegettställde, künstliche Blmiien, Blät-

ter, Früchte. 1 Stück

Wasser- mid Leiiisarbeii, auantitative Be-
stimmnng des giftigen Stoffes. — 10

5. Petroleilin. Bestilmnuilg des Giitstammriiigspttuktcs . 250 gr 2

Das städtische Laboratorium steht dem Piidlikum vom 1. F-ebriiar 1885 an znr

Bcnützuiig offen uiid können bei demselben Utttersilchmitzett der in dem oben anf-
geführten Tarif bezeichneteii Art deantragt werden, fur deren Voinahme die in
demselben bezeichneten Gebührenbeträge zu entrichten sind.

Znr Giltgegettiiahme von lltttersiichiiiigs-tKegeiistättdett ist das Labaratorim»,
welches sich im II. Stockwerke des Mättnerarmeilhäuses lEiiigailg von der Plöck ans)
befindet, an sämtlicheii Wochentagen voniiittags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

D. Den gewsrlismäffiüen DerUans Vvn Onürwaren (Orot).

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 14. Jmii 1860.

tz 1. Wer gewerbsmäßlg Brot verkanft, ist verpflichtet, die Preise für dasselbe
alle 14 Tage fest zu bestimliien, an seinem Berkaufslokal anzuschlageu und dem
Bezirksamte anziizeigen.

Letzteres muß vou jedem Gewerbetreibenden besouders geschehen.

8 2. Jnnerhalb dieser vierzehiitägigeil Periode darf der Preis uicht erhöht
werden.

8 3. Alle Brotsorten mit Ausnahme der Eiri- mid Zweikreuzer-Brote^)
dürfe'n nur mit Angabe eines bestirnmten Gcwichtes, als Ein-, Zwei-, Vier-Pfuud-
Laibe u. s. W. verkauft werden nnd hat der Verkänser dafür einzustehen, daß das
Brot das angegebene Gewicht auch wirklich hat.

8 4. Jn jedem Verkanfslokal muß eine Wage aufgestellt sein, damit das Brot
auf Verlangeu vorgewogen werden kann.

Außerdem wird aber auch von der Polizeibehörde von Zeit zu Zeit das Nach-
wiegeu dieser Ware angeordnet werdeu.

*) Drei- und Lechspfennigbrote.
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