Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1895 — Heidelberg, 1895

Seite: 339
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ß 6. Bcicker und Verkättser von Backwaren werden gemäß H 134b P.-Str.-G.-B.
bestmft:

s. wenn sie der Vorschrift nriter H 1, 3 n. 4 zuwiderhandelü, an Geld bis zu 36 Mk.,
b. weun sie dre Vorschrist des tz 2 übertreten, an Geld bis zu 66 Mark.

Die Anschläge über die Preise sind gemäsr ß 73 der Gewerbeordnung mit dem
polizeilichen Stcmpel zn versehen.

V'. Den Verknuf von Vlnmen, Obst und Varllwaren auf Slratzen

und öffenllichsn Plähen.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 21. November 1879.

Auf Grund des ß 366 Zifs. 16 R.-St.-G.-B. wird das Feilbieten von Blumen,
Obst nnd Backwaren ans den Straßen nnd öffentlichen Pläyen durch ttinder unter
14 Fahren verboten.

Eltern nnd Vormmlder sind für Uebertretungen dieses Verbots durch ihre
üinder mit verantwortlich.

a. Der Verkauf von Holr» Heu und Strolr in den Slratzen drr Sladt.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 4. Dezember 1893.

8 1. Alles Holz, welches in Scheitersorm und in ganzen Wagenladungeu, Hen
und Stroh, welches znm Verkauf in hiesiger Stadt eingesührt wird nnd nich't für den
städtischen Laner bestimmt ist, muß ans den Platz bei der Henscheuer verbracht werden.
Das Herumfahren und Feilbieten in den Ltraßen ist verboten.

Holz kaiin außerdem aus den Holzlauer gebracht werden. Holz, Heu uud Stroh,
welches aus Bestelluttg eingebracht wird, darf direkt nach de'm vom Besteller be-
zeichueten Ort verbracht werden, sofern der.Nanfpreis mit dem Besteller vorher
fest vereinbart ist oder nnr noch durch AiiSinessttng, Abwägung oder Znzähluiig be-
stimint zu werden braucht.

ß 2. Als Platzgeld sind an den Verbrauchssteuer-Grheberstellett an den Ltadt-
eingäiigen zu entrichten.

1) Für einen Schiebkarren.16 Pfg.

2) Für einen zweirädrigen Handkarren . . 26 „

3) Für einen Einspäntt'erwagen .... 25 „

4) F-iir einen Zweispännerivagen ... 35 „

Die über das bezahlte Platzgeld eiiipfangene Qnittung hat der Verkäuser bei sich
zu tragcn nnd dem Koittrotpersonale auf Verlangcn vorznzeigen.

H 3. Die Anfsicht über den Markt fiihrt der Marftmeister und haben die Markt-
besncher den Anordnungeil desselben Folge zn leisten.

ß 4. Znwiderhaiid'lnttgen gegen vorstehende Bestimittiiiigeii werden gemäß Z 149
Zifs. 6 der lüelverbeordnnng mit Geldstrafe bis zn bO Bkark und iin Unverinögensfalle
mit Haft bis zu 8 Tageii bestrast.

n. Droschkenordnung fnr die Sladt und Tarif.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 16. Febrnar 1892, mit Aenderung dnrch die orts-
polizeiliche Vorschrift vom 13. Mai 1893.

Drojchken-Ordnung.

8 1. Die Aufsteltuug und Inbetriebsetzung von Droschken zu Jedermanns
Gebranch an össentlichen Örten in hiesiger Stadt ist nur solchen Personen gestattet,
welche den beabsichtigtcn Gewerbebetrieb beim Bezirksamt angemeldet und vou diesem
die erforderliche ZnlnssttiigSnrkuttde erhalten haben.

Die Zttlassuilgsurknnde, in welche die Zahl der nach vorheriger Prüfnng zuin
Betrieb zugelassenen Droschken, sowie die ihnen zugeteilten Nunimern eingetragen
werden, ist allen denienigen zn versagen, bezw. wieder zu entziehen, in deren Ver-
halteu und persönlichen Verhältnissen begründetc Besorgnis zu finden ist, daß sie
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