Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1896 — Heidelberg, 1896

Seite: 292
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Me Mtrittsinibell »liisse» ii» Ziriicrii mit eineiki geglätteieii. t'/^m sinrke»
Leiileiitvcrpli!) vcrsehe» u»d aus;erde»t mit ei»e»r 25em starfe» Geivölbe iibciwölbt
Iverden.

Wo ei»c Abdcckliusi »lit Dicle» crsolstc» soil, ist das Bersahre» »ach ß :b) eiazu-
halte».

tz 27. Sollte» alte Abtriltqriibc» mchr als .'ilcbm Naiimiiihalk habe», so ist dinch
Ailsiliaiier» der Grube, che die iimere Bcrkleid»ii(i mit Backstei» »orqeilommeii wird,
der Naiimiilhalt aiif das vorqeschriebcric Mas; z» verriiiqeni.

8 28. Vor Fcrtiflstellliiifl der Abtrittqrilbe» ist »ach 24 z» llerfahre».

II. Dungnruben und Pfuhllöcher.

8 29. F»r die bmiliche Aiilage »iid Iliitersllchriilg der Diiilggrribe» »rid Psuhl-
löcher gelte» die glciche» Vorschrifte», lvie siir die Abtrittgrnbeir. Zedoch muh die
Eiltfernililg der D»nggr»beii »ttdPfllhllöcher von Brtt»neiischachle»,Wasserleit»»gen,
Brullilenstubeil und der Nachbarsgrenze mindestens 5m betragen.

Kein Pfuhlloch darf mchr als ISKbm Nauillinhalt habe».

tz 90. Wo statt der llebertvölbiillg ans besondere» Ojriirrdeil die Abdeckung mir
Dielen geschehcn soll, hat letjtere aus einer doppelten Bretterlage, bei der die Hrige»
gut geschlossen sein müssen, zu bestehen.

Hiezrr ist jedoch stets die Geiiehiuigung der Baupolizeibchörde einzuhole».

8 31. Die Beniibttilg der Duilggrilbe als Abtrittgrnbe oder »mgckehrt ist un-
statthaft.

ck. Nbfuhr der Nbtrittstoffe.

Ortspolizeiliche Vorschrist vom 24. März 1881 i» der Fassuug vom 10. Inli 1890.

I. Allgemeine Borschriften.

8 i- Die Attsivechslung, Abfuhr, Entleerung und Reinigung der Abtritttonnen
wird, insolange die Stadtgemeinde drese Eleschäfte nicht etwa selbst überninunt,*)
namens derselben gegen Erhebring der in anliegendem Tarif bezeichneten Gebühren
durch einen Unterneymer besorgt. Der Unternehmer, bezlv. dessen Vertreter, tvelcher
für dic Crfüllung dieser Vorschrift der Polizeibehörde gegenüber einzustehen hat, ist
der lctzteren vom Stadtrat namhaft zu mache».

Das gleiche gilt bezllglich der Reinigung der Abtrittgruben.

Sollte die Stadtgemeinde das in Frage stehende Geschäft selbst übernehmen,**)
so hat sie der Polizewehörde einen städtischen Bediensteten zu bezeichnen, welcher für
Erfüllung dieser Vorschrift veranttvortlich ist^ und es unterliegt dann derselbe den
nämlichen Bestimmungett, die in dieser Vorschrrft für den Unternehmer enthalten sind.

8 2. Der Stad trat kann in einzelnen Fällen, namentlich zu Gunslen hiesiger
Landwirte, mit Zustimmung des Bezirksamts gestatten, daß der betreffende Haus-
besitzer selbst die Auswechslung, Abfuhr, Entleerung und Reinigung seiner Donnen
bezw. die Entleerung seiner Abtrittgrube bewirkt.

8 3. Findet bei der Abholung der Tonnen oder bei der Entleerung der Abtritt-
gruben eine Verllnreinigung der Straße oder des Hauses statt, so ist der Unternehmer,
bezw. dessen Dienstpersonal verbunden, dieselben sofort wicder zu beseitigen, wozu
die betreffeiiden Hausbesitzer das nötige Wasser zu liesern haben.

H. Besondere Borschriften.

1. Bezüglich der Answechslung, Abfuhr, Enilecruiig und
NeinigunFder Abtritttorrnen.

8 4. Der Unternehmer, bezw. dessen Vertreter ist verbunden, die Auswechslung,
Abfuhr, Entleerung und Reimgung der Toiinen stetS rcchtzeitig zu besorgen. Dle
Zeit der Abholung der Tonnen wird für jedes Haus von vornherein vom Stadtbau-
amt festgesetzt.

Die in Frage stehende Festsetzung muß so getroffen werden, daß jede Tonue, be-
vor sie vollstäudlg gefüllt ist, zur Abholuug gelangt. Eine im Gebrauche befindiiche
tragbare Tonne darf nie länger wie 8 Tage in eiuem Hause stehen bleibeu.

*) Die Stadtgemeinde hnt das Geschäft »nterm i. Ianuar 1889 selbst ubeli,o»i»ie,i.

') Ist geschehe» unterm I. Januar 1889.
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