Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1896 — Heidelberg, 1896

Seite: 318
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vie Lääen äs8 unteron äürken 1n kvinem kalls mu- kis rur IlLlkte

zo8ekloss6ll veräeu. Das Oeffnen klerselben muss wit äer gelröriZsn Vorsieüt
gesoiieden, äamit nuk äer 8trasse Vorüdergeiienlie äurek sie niekt verietrit veräen.

Auslegung von Wareri. Firmeilschilder. Sonnendächer.

tz 34. VVaren, veleke in d'enstern unä an l'kürgestellen rur 8ekau ausAS-
stellt oäer ausgeküngt veräsn, äürken niekt über äie Ijauüuekt äes Hauses ker-
vorragen. Heisek uvä aväsre 'lVaren, äsren kerüdrung besekmutrit, äürken ausser-
äem nieiit an l'kürgestellen unä überkaupt nicdt auk eine ^Veise ausxedünzt
veräen, äass VorüberAkdenäe äaäureii besedmlitrit veräen dönnen.

8ediläer unä auäere Oegenstänäe, veleke in äen 8trassellraum vorsprinzen,
äürken nur in einer liödo von minäeslens 2.40 m über äem OekveA LnZebraedt
veräen. ^bgeseken kievon sinä äieselbon in Lo^ug auk äio runäedst betinäüeden
ölkentlieden Oaslateruen so doed anirubringon, äass äie öeleueiltuug äes Verdedrs-
raumss uiekt beeintraedtiZt vvirä.

Oie 8ediläer äürkeu döedstens eiueu Vorspruug vou 1,20 m gegen äio 8trassen
oäer öäentlieben klätrie daben.

Vor ^nbringung oines 8ediläes oäer auäern äerartigen Oegenstanäes ist
^eveils unter Linreiedung einor klanskiM bsim Oerirdsamt um OenekmigunZ
naed^usuckon; über äas Oesuek virä uacd .4ndörung äes Ortsbaudonlrolenrs unä
äer Oiredtion äer stäät. Oas- unä ^Vasservverde vom kerrirdsamt entscdieäen.
8onvenääeder äürken niedt tieker derabdänßeu, als bis suk 2,25 m übei äem
krottoir. Dieseiben äürkeu döeiisteus eine Lreite daben, veleds um 40cm ge-
riuger ist, ais äie Lreito äes äarunter bednäiicdeu 4'rottoirs. Len Verdedr stö-
relläe seitiicde Voriiäuge äürken an ^onnenääekorn uiedt anZebraekt veräen.

8 34 s. äeäer Lauseigentümer muss es äuläen, äass äie Ztrassennamen,
IlTiisnuwmern unä äie Leiseiednungen aväerer öikontlieder LillriedtunFon irgenä
velcker ^rt an seinem ddgontum äured källwauern oäer auk anäere >Veise an-
gebraedt imä aus^ebessert, aued äie nur ^trassenbeleuedtung erkoräeriieden I.a-
ternen äort bokestigt weräen.

Vor äor iVndrivgunZ ist äer Lauseißentümer xu verstänäiZen unä ist äossen
4Vünsedev dinsiedtlied äor ^.rt unä V oise äer.Vobrin^ung äer kraAlicden Oegen-
stäuäo zsäo mit äom öK'entlieden Interesse veroinbarlicde Lücdsickt xu traZsn.

Weg für Lastfuhren.

tz 35. Alle Lastfuhren, wie z. B. Holz, 5kohleu, Steiu, Laub, Heu, Slroh, Mehl
und Möbelwagen .'c., welche durch die Stadt fahren, dürfen die Hauptftrahe voin
Marktplatze bis zunr Darmstädter Hof nicht benützen, müssen vielmehr über den
Markplatz oder bei (5afo Wachter in die Haspelgasse und die obere und untere Neckar-
straße entlang fahren; liegt der Bestiiniilungsort innerhalb der Stadt, so dürfen sie
die Hauptstratze nnr soweit benützen, als unbedingt norwendig ist. Z u s a m meng e-
bundene Lastwagen dürfen nicht durch die Stadt fahren.

Alle Heu- und Strohwagen, welche von und nach dem Heumarkte sahren, dürfen
ihren Weg nicht durch die sehr steile, verlängerte große Mantelgafse zwischen den
Häusern des Kaufmanns Nupprecht nnd Privatmanns Hoffmeister uehmeir.

Den Führern von Lastfuhreii, insbesondere auch von Kalksteinfuhren, welche aus
der Rohrbacherstraße komiuen und nach der Bergheimerstraße oder durch levtere nach
einer anderen Straße fahren wollen, ist unteriagt, bei diesem Anlasse die Kaffer-,
sowie die Römerftraße zn benützen.

Befahren der Plöckstraße.

8 35 a. Das Fahren der Droschken und Privatequipagen durch die Plöckstraße
ist verboten, ausgenommen wenn die Plöckstraße selbst, die Theaterstraße oder Fried-
richstrnße das Ziel der Fahrt ist.

Fahren um Straßenecken.

H.IIo d'udrverde müssen beim ksdren uw eine ^trassenecde im 8odritt
kadreu.

Beim Einbiegen in die Hauptstraße haben sich die Führer zu verläsfigen, ob die
Strecke frei ist, nötigenfalls haben sie so lange zn warten, bis der Pferdebahnwagen
vorüber ist.
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