Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1896 — Heidelberg, 1896

Seite: 320
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Vom »'rrxen LU8 äürfen kfercjsgespLuno - sovok! Liu- ulg ^weispänoer —
vur mit äem voppe!- de/vv. Xreu^ügei geieitet vveräeu.

kioräe müssen mit Oebiss Lufgeriüumt voräen.

Peirschenknallen.

I)L8 unnötiAe Knuüell mit 6er keitseke unä 6er OedrLllck sogellMllter Hetrpeit-
sedöll ist verboten.

Anfahren zum Theater, zu Bällen, Konzerten u. s. w.

8 36. Das Anfahren zunr Theater hat in der Weise zu geschehen, daß nicht in
der Theaterstraße umgewendet wird.

Beim Abholen haben sich die Wagcn oberhalb des Theaters auszustellen und
dürsen erst dann vorfahren, wenn das Publikum sich zum großen Teil entsernt hat,
welchen Zeitpunkt der dienstlhuende Polizeibedienstete bezeichnen wird.

Bei Bällen, Konzerten, Bersammlungen u. dgl. haben sich die Fahrenden bezüg-
lich des An- und Abfahrens nach dcn von der Polizei getrossenen besonderen Anord-
nungen zu richten.

Ausstellung von Wagen.

§ 37. Die Aufstellung von Fuhrwerken auf der Hauptstraße in ihrer ganzen
Ausdehnung ist verboten.

Um jedoch den an der Hauptstraße wohnenden Wirten beim mangelnden Raum
im Jnncrn ihrer Häuser die Möglichkeit der Aufnahme von Fremden mit Fuhrwerken
nicht zu verschließen, werden folgende Plätze zum Aufstellen der Wagen gestatten die
Straße zwisä)en dem Gasthaus zum Eisernen Kreuz und dem Karlsplane, jene zwi-
schen dem Schupp'schen Hause und Karlsplatz und die Karlsftraße, wosür zur Meß-
zeit der obere Teil der letzteren nebst der Plankengasse benutzt werden kann; ferner
die Hirschstraße, die verlängerte Jngrimstratze, vom Prinz Friedrich bis zur Univer-
sität, nötigenfalls auä) die zwischen dem Museum und der Universirärsbibliothek be-
findliche Straße und endliä) der Ludwigsplab nächst dem Halteplatz für die Drozchken.

Die Holzfuhren, insbesondere auch die Wellcnsuhren, dürfen nicht in der Stadl
berumfahren, sie haben vielmchr ihre Wagen aus dem ebcn bezeichneten Teile des
Üudwigsplabes auszustellen.

Den Besitzern der zunä6)st der Heiliggeistkirche gelegenen Wirtshäuser ift auch
gestattet, die bei ihuen einkehrenden Fuhrwerke auf dem Platze vor der Pforte dieser
Kirche, gcgenüber dem Ritterwirtshans aufzustellen; dies muß jcdoch in einer Weise
geschehen, daß das Anfahren der für die Kir6)e bestimmten Chaisen nicht unmöglich
gemacht und überhaupt den Kirchengängern der freie und ungehinderte Cingang nicht
benomrnen wird. An sol6)en Wageii muß die Dei6)sel zuriickgelegt oder abgenommen
und Na6)tS Beleu6)tung durch Katernen angebraäir werden.

Jst die Uebertretung vor einem Wirtshaus durch einkehrende Reisende oder fremde
Fuhrleute begangen wordeu, so wird die Strase gegen den Wirt vorbehaltlich seines
Rückgriffs aus den Uebertreter crkannt.

Aufbrechen des Straßenpslasters.

8 38. ckeckermLNn, rveleker riu irZellck einem ^veeb 6as Ltrasseopllaster Luk-
dreedsn lassen muss, ist gekalteri, 24 8tull6en vor Uegilln 6er ^rbeit un6 lluck
LeenäigunF «lerseUien 6en 8ta6trrrt in Kenntvis 2U sotren.

Oer 8ta6trat ^ir6 alsliLNN, nm eine Aleickmässigo un6 seknelle UerstollunA 6es
LufZerissonen kÜLstors rm erreielien, unter ^uksiebt 6es 8tu6tl)aumoister8 äassellie
auk Kosten ckesjklligen, iveleber es Iiat aufbreclien lassen, binnen lüngstons 24 8trm-
äen ^vieder io 6en geliörigen 8tmi6 sotirell lassen.

Ankerwerfcn auf dem Vorland.

8 39. I>L8 ^nberivei'fen nuf 6em Vorlllnck ist üborall 6a, wo äasselbo §epüä8-
tert ist un6 Uinßs anzebracbt sin6, untersaZt.

Lbonso ist vorboten, auk diose RinZo 80I2, 8toine 06er an6ero Oegeustäncke,
voäurcb 6eron kenüt/.ung ersebivert rvirci, ?.u lezen.

8 40. OebertretunKen odiZer Vorscbrikt vor6en naeb § 366 2.10 R.-8t.-0.-6.
mit Oeblstrafo bis /.u 60 Uarb o6or niit Ilakt bis /u 14 Ta^en bestrakt.
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