Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1896 — Heidelberg, 1896

Seite: 321
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6. Dvr Wasenverkehr in der Vergheimerstratze.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 11. August 1891.

8 1. Dus Befohreu der Bergheiiuerstraße mit den städtischcu Adfuhrwagen, so-
wie mit deu Dosfeuheimcr Schotterfuhrwerkeu ist auf der Strecke von dcr Nohrbacher-
straße bis zur Römer- uud Mühlstraße verboteu, ausgenommeu, weuu iuuerhalb der
bezeichncteu Strecke

a) die Bergheimerstraste felbst,
d) ciue Seilcustrasze derfelbeu
das Ziel der Fahrt ist.

Die bezcichueteu Fuhrwerke haben die llferstraße oder Bahuhofstraße uebst deren
Zufnhrtsstraßeu zu beuützeu.

8 2. Zuwiderhaudluugeu werdeu gemäß 8 R.-St.-G.-B. mit Geldstrafe

bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tageu bestraft.

v Die Handhabung der Strahenpoli;ei im Stadtwald.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 23. Oktober 1880.

8 1. Es ist verboteu, auf Wegen Fuhrwerke statl durch Auwenduug eines Rad-
schuhs oder eiuer Mücke rauh zu fperreu.

8 2. Das Fahreu, Reiteu uud Viehtreibeu auf Fuß-, sowie auf Gehwegen ist
uuterfagt.

8 3. Das Vcruureiuigeu der Wege, freieu Pläbe, Schuvhäuscheu, fowie der an
den Wegen aufgelllen Lische uud Bänke ist verboteu.

8 4. Uebertretuugeu der 88 1 ""d 2 werdeu gemäß 8 366 Z. 10 R.-St.-G.-B. au
Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen, Uebertretuugeu des 8 6 gemäß
8 129 P.-Str.-G.-B. mit gleicher Strafe geahudet.

L. Die Erhaltung drs Klingenteichweges nnd der übrigerr Wrge

des Stadtwaldes.

Ortspolizeiliche Borfchrift vom 20. Jauunr 1883.

8 1. Alle Wagen, mit welchen aus den Steinbrüchen odcr aus dem Stadtwalde
Mauersteiue abgeführt werdeu sollen, müsfen mit geschlosfeueu Ltasten verseheu seiu,
welche uicht läuger als 3,60m sind uud mit Einschluß der Leiterbüume die Höhe von
0,60 m uicht überstcigen.

Der Wageukasteu muß nuten eine lichte Weite von 0,60m nnd oben eiue solche
von 0,90 m habeu.

8 2. Die Näder der Steiuwagen müssen aunähernd vorn 1,05 m, hinteu 1,30 m
Höhe habeu. Die Reife derselben dürfen nicht unter 9cm breit seiu.

8 6. Das Gewicht der Ladung eines Wagens darf 80 Geutner nicht übersteigen,
die Äbfuhr vou 27kdm (einer badischen Kubikrute) Mauersteine daruach nicht in we-
niger als 10 Wagenladungen erfolgen.

8 4. Bei allen Steinfuhren sind zwei sog. Mücken anzuwenden nnd ist das
Nauhsperren und das Anlegen eines Radschuhs untersagt.

Die Steinfuhren sind stets von zwei Männern zu begleiten, von welchen der eiue
die Pserde zu beaufsichtigen, der andere die Mücken zu bedienen hat.

8 5. Bei den Holzfuhrwerken und Fuhrwerken anderer Art ist das Nauhsperreu
untersagt, dagegen die Anwendung eines Radschuhs gestattet.

8 6. Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Tage der Veröffentlichung dieser
ortspolizeilichen Vorschrift in Kraft.

8 7. Uebertretungen werden auf Grund des 8 366, Ziff. 10 N.-Str.-G.-B. an
Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

I'. Das Sperren -er Wagrnräder.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 18. November 1865 bezw. 2. Januar 1891.

DaS Herabfahren mit Fuhrwerken ohne Sperre von deru Schloßberge, von dem
Klingenthor an auf dem Wege über die Eisenbahn bis zum Gymnasiumsgebäude, von
der Neckarbrücke, von der Bremeneckgnsse bis zur Oberbadgasse, von dem Philosophen-
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