Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1896 — Heidelberg, 1896

Seite: 339
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H6. Der Platz von der Marstallstrasze bis znm*) Hanse der )vran Professor Walz,
Untere Dkeckarstraste Nr.9, ist nach Verordnnng dcr Großh. ,'joltdirekkion vom 22.Scp-
tember 1865 vorzugöweise als Ein- nnd Anöladestätte snr die Uanfmanns- oder sogen.
Stückgüter bestimmt und nntersteht der Beaufsichtignng deö (tzr. Hanptsteneramtes.

tz 7. Der Platz oon dem Hause der Fran Prosessor Walz, Unlere Ncckarstraße
Nr. 9, bis an das Hans von F-rl. E. srnnk, Unterc Neckarstratze 9U-. 5, hat zum Ler-
laden vonBrennholz, Hopsenstangcn, Brellern, Latten nnd9iahmenschenkeln zu dienen.
Sobald die Bedarfszeil sür Hopfenstangen vorüber ist nnd spätestens mit Nblanf des
Monats Mai müssen die in Nesten noch lagernden Slangen von ihren Plätzcn geräumt
nnd auf einen vom Lauerpächter sür sie zn bestimmenden Platz gebracht werden.

tz 8. Das Vorland von dem Hause von Frl. Fiink, Unterc Neckarstraste Nr. 5,
bis znr nenen Brücke ist znm itzagern von Stcinen, Banholz, Flostholz, Hopfenstangen,
Brettern, Latten, Nahmemchenkeln und Gernststangen bestimmt.

s. Nusladeordnung.

a. Lage und Ordnung dcs Ansladeplatzes.
tz 1. Der Platz, an welchem die mit Holz beladenen Schisse znr Ansladimg
kommen, bestebt aus

1) dem eigentlichen Ausladeglatz und

2) dem Anshilfsansladeplatz.

tz 2. Der eigentl iche Ansladeplatz beginnt an der breiten Treppe ober-
halb dcs Prof.Walz'schen.vauseS nnd erstreekt sich bis zum nnteren Gnde dieses Hauses.
An diesem Platze können zwci Schifse zngleich ausgeladen werden. Dersclbe must au
der Uferseite stets in einer Breite von niindestens 4 Meter freigehalten werden.

tz 3. Der Anshilssa nsladeplatz crstreckt sich vom Walz'schen .vause, am
unteren Cmde des obigen Platzes bis zur Cinmündung der Bienenstraste. Cr ist zur
AnShilse bestimmt, wenn drei vder mchr Schiffe zn gleicher Beit znr Ansladiiiig
kommen. Dieser Platz ist in gleicher Weise sreiznhalten wie der eigentlicheAnsladeplatz.

d. Ordnung der zum Ausladen ankommenden Schisfe.
tz 4. Das erste ankommende Schiff hal seinen anf Schissslänge bestimmteii Nanm
am oberen Cmde des eigentlichen Ansladcplatzes dirckt von der breiten Treppe an,
einznnehmcn. An dicses Schiff schliestt sich unmittelbar das nächstkommende an.
Kommen zugleich noch mehrere Schiffe zur Ansladnng, so schliestt sich stetS das
nächsteintreffende direkt an das vorher angekommene an.

tz 5. Sobald ein Schiff von seiner Ladnng entleert iit, hat es sosorl den Ausladc-
platz zu verlassen. Dessen Naum daselbst hal das nächste untcre Schiff eiilzunehinen.
Sind mehrere Schiffe zugleich beim Ausladen, so rücken sänitliche in die Nänme ihrer
Vorderschiffe ein.

tz 6. Nach der Ausladnng cineS Schiffcs ist der Ansladeplatz sofort zn räunien,
so daß der Ausladcplatz uicht länger in Anspruch genommen wird, als bis das
Schiff von seiner Ladung entleert ist.

tz 7. Mit dem Ansladen oder dem Abführcn von gelagerten Gegensläitden darf
erst begonnen werden, nachdem dem Lanerpächter oder seinem Stellvertreter eiue
beztlgliche Anzeige erstattet worden ist.

Strafbestim m u ng.

Uebertretunaen der unter a und L gegebenen Vorschriften tverden geinäst tz 155
des P.-Str.-G.-B. au Geld bis zu 100 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

Der Lanerpächter sowie die Polizeimannschaft sind zn strenger Ansrechterhaltnng
dieser Ordnung lind sofortiger Anzeige von Uebertretuugen augetviesen.

0 Lauerordnnng nebst Tarif.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 13. Dezember 1893 auf Grund des tz 69 149 a G.-O.

tz 1. An dem Heidelberger Ufer soll der freie Platz vom alten Schlachthause an
bis zur Dreikönigstraste, besondere Fälle ausgeilommen, nicht znr Verladuug, sondern
nur zum Aufstellen von leeren Wageu an Markttagen benützt werden.

tz 2. Der Platz bei der Einfahrt in die Dreikömgstraste ist für den Fischmarkt vor-
behalten.

*) Jstzt abgebrochenen.
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