Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1896 — Heidelberg, 1896

Seite: 358
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3. Auf eiuen Auftrag, welcher nicht sogleich erteilt wird (2), haben die Dienst-
männer 5 Minuten lang unentgeltlich zu warten, ebensolang auf Rückantwort. Wer-
den sie länger aufgehalten, so sind ihnen von ^/< zu Stunde weitere 10 Pfg. zu ent-
richten; die begonncne Viertelstnnde wird für voll gerechnet.

4. Die Dienste der Dienstmänner können in den Monaten April bis einschlieMch
September nnr von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr und in den Monaten Oktober
bis einschließlich März nur von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr zur einfachen Taxe
in Anspruch genommen wcrden; außer dicser Zeit ist in den Monaten April bis Sep-
tember bis abcnds 10 Uhr, in den Monaten Oktober bis März bis abends 9 Uhr die
Hälfte der Taxe mehr, von da an die doppelte Taxe zu entrichten.

5. Anfordernngen von Trinkgeldern sind den Diem'tmännern strengstens untersagt.

L. Der Geschäfksbetrieb der Fremdenführer, Tohndiener eLc.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 30. Ianuar 1874.

H 1. Ten Frcmdenführern, Lohndienern, Herrendienern, Hotelwerbern, Portiers,
und ällen Personen ähnlichen Gewerbebetriebes ist es unbedinat untersagt, zur Aus-
üblmg ihrcs Gewcrbcs das Gebiet der Bahnhöfe zn betreten. Alle früher an einzelne
dieser Personen erteilte Bcrechtigungen treten außer Kraft.

tz 2. Die Omnibus-Kondukteure dürfen sich bei Ankunft der Züge nicht mehr
von 'ihren Schlägen entfernen und überhanpt die den Omnibussen gestellle Linie
nicht überschreiten.

H 3. Uebertretungen werden an Geld bis zu 150 Mark bestraft.

Bei Wiederholungen crfolgt Untersagnng nnd nötigenfalls polizeiliche Einstel-
lung des Gewerbebetriebs.

r-4. Bezüglich der Dienstmänner und Droschkcnkutscher bleiben die geltenden
Bestimmungen in Kraft.

Taxordnung für die geprüfken Fremdenführer.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 15. Ianuar 1875.

I. Taren für die Umgebung der Ltadt:

Auf das Schloß.I Mk. 40Pfg.

Schloß und Molkenkur.2 „ 30 „

„ Rondell, Riesenstein, Kanzel, Molkenkur und Schloß . . . 3 „ 10 „

„ Schloß und Wolfsbrunnen.2 „ 30 „

„ den Königstuhl.3„ — „

„ Philosophenweg.1 „ 75 „

„ Speyererhof (Neuhof) .2 „ 30 „

„ Schloß, Molkenkur, Königstuhl, Felsenmeer, Wolfsbrunnen . . 6 „ — ,

II. Taren für die Stadt selbst:

Für den ganzen Tag (10 Stunden).3 ^

„ halben Tag (bis zu 5 Stunden) . .'.1 „ 80 „

„ eine Stunde.— „ 70 „

„ volle zwei Stunden bis zu einem halben Tag.1 „ 40 „

Bei den Taxen uuter I. ist eine angemessene Wartezeit und der Rückweg inbegriffen.
Leichtes Handgepäck hat dcr Fremdenfllhrer ohne besondere Vergütung zu tragen.
Diese Taxen sind bei Vermeidung von Geldstrafe bis zu 150 Mark von den
Fremdenführern strenge einzuhalten; ebenso sind die letzteren verpflichtet, einen Ab-
drnck des Tarifes immer bei sich zu führen und auf Verlangen den Fremden, sowie
dem Polizeipersonale vorznzeigen.

Lck. Taxordnung für EsrlsvermreLer.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 25. Juni 1884. ^ ^

1) Nach dem Schloffe über die neue Schloßstraße . . - - 1- —

2) Dahin und zurück.1- 50

3) Nach dem Schloffe über den Schloßbergweg.—.70

4) Nach der Molkenkur durch das Klingenteich.1. 50

5) Dahin und zurück . . . . . ' . . . 2. 50

6) Nach der Molkenkur über das Schloß.2. —

7) Denselben Weg mit halbstündigem Aufenthalt aus dem Schloffe . 2. 50

8) Nach der Molkenkur über das Schloß und zurück . . . . 3. —
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