Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 250
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5. Ailträgc wegcii Aeiidermig bezw. Erwcilcrmig diw tcchiiisctieii Oi»richt»»gc» bc-
stehnidcr Sprechsicilen, wegcu Aenderiiiig der (s iiitrag'.iiigen i» der zwcitc» Zpallc dcs
Teililehnterverzcichnisses n. s. w. sind ebeuso wic Anträge wege» Berlcgiing vv» Lprcch-
stellen schr iftlich nnd frankiert an dieKais.Obci-Postdirektio» i»iirarlsr»hc<Badcii)
zn r chten. Anträge der Ichterc» Art sind s o s r ü h wie in ögIi ch z» ''t'llcii. damit dic
Leitnng uttd die sonstigcn 6»nricht»»ge» für dc» »e»e» Am'chliis; rechtzcitig hcrgcstcllt
werdc» köimcii. Te» Aiiträgen ist dic Gcuehmiguug des >>aiiseige»lsj»iers z»r Aus-
stellmig von tüestäiige» ?c. a»f dem vo» dem Teilnchmer bewohiite» odcr z» beziehcndcii
Hause gleiä) beizusüge». Formulare z» solche» (stcnehiiiigmigs-l^rkläriiiigcu köimcii
schristlich beantragt werde».

t>. (s'ine ösfentliche Tprechstelle iü vorhaiide»: im Telcgrapliciiamt tNohrbachcr
Strahc Ar. 3).

Fiir jedc Beiiiihmig der öfscntliche» Sprecin'telle bis z»r Taiier von drei Ptiiiiiic»
ii't z» entrichten:

-r> Im Stadtverkehr eine tstebühr von -b'> Psg.

l>) Jm Fernverkehr: ans kürz'kre (Hitfermiiigk» eine tüebühr vo» '-'>Psg. Oiarls-
rnhe. Diirlach, Mamihcim, Wciiiheim, Brnctisal); a»s weiterc (s'iilseriimigk» eine
solche von l Mk.

7. ^eitiiuge» fnr de» Fernverkehr bcstehen znr Ieit zwische» Heidelberg cincrscils
nnd Baden-Bade», Biebrich lRhei»), Brnchsal, Bühl sBadcn», tsolmar (tAsas;), Tarm-
stadt, DcideSheim, Doiianeschinge», Dürkheim, Dnrlach, trilville. Eimueiidiiigeii,
Ettlinge», Franksilrt (Psaiil), Fraukenthal, Frcibnrg (Breisgan», Fiirtlvaiige», chcb-
weiler, Olcrnsbach, Ha»a», Höcl)st (Main), Hombnrg v. d.H., Hornberg, KaiscrSlauterii,
KarlSrnhe, Kastel, Kchl, Köiiigsfeld tBaden», K'önigstci» (TamniSl, .stoilstaiiz, (lahr,
Lainbr..P, Landa» (Pfalz), Tstrugensctnvalbach, ^ndwigshase» tüihciii). Btaiiiz, Mami-
heim, Markirch, Mühlhanst» «(t-isas;,, Ncnstadt (Haardt). Nenstadt (Schwarzwald),
Ofscnbach (Main), Ossenburg, Pforzheim, Nastatt, Pirmasciis, Dküdesheim, Tpener,
St.Georgcn (Schwarzwald). St. lstudivig (Elsas;), Strastbnrg «(>lsas;>, Thami «(slsas;).
Tribcrg, Villiugcn. Wachcuheim (Pfalz), Weiiilieim, Wiesbaden, sowie sämtliche»
Orten des württembergische» Sprechnehes andererscits. Dieselbc» kömie» vo» dc» Teil-
iichmerslellen mid von den össentlichen Sprechstclle» a»S bcniiht werdc». Tie (stebühr
beträgt sür jcdcS (stcspräch bis znr Dauer vo» drei Miniitcn anf kiirzere ((>»-
fernmigen 25 Pfennig (s. obcn), mis weitere Eiltfcrniingcn l Mark.

8. Im Vcrkehr zwische» verschiedenen Stadt-Fcriisprccheinrichinnge» si»d die Teil-
nchiner bei (stesprächen, für welche dic Entrichlmig dcr Einzelgcbühr vo» 50 Psg. oder
1 Mk. stattsindet (6 und 7) verpstichtct, die Aufzeichnmigen der Vermiiteliingsstelle iiber
die Dmrer der jedesmaligen Gesprächc als richtig anznerkennen. Nnterschicde zwischc»
dcn Aiifzeich»»ngen der Vcrmittelmigsstelle mid den Angaben der Teilnchmer wcrdc»
zwar nach Möglichkeit anfgeklärt; jcdoch wird der Teilnehmer bci ctwaigcm Eiiispriich
von der Verpstichtung zur cinstweiligcn Iahlmig der seitenS der Vermitlclmigsmistalt
in Nechnnng gestellte» (stebühren nicht bcfrcit.

Die einsache Dauer der gege» Entrichtmig von Eiiizclgebühren geführte» Ec-
fpräche ist für den gesamtc» Verkehr anf drei Minilten festgesetzt. Die
Ausdehnmig eines Gespräches »ber drei Minuten hinmis ist iiur i» dem Fallc zu-
gelasscn, wenn anderweitige Gesprächs-Amneldiingen »icht vorliegc». Das; dic Sprech-
zeit von drei Mimiten abgelansen sei, wird den Teiliichiner» nur dann besonderS mit-
geteilt, wenn sonstige Gesprächs-Amneldnngen zn erledige» sind oder wcnn der Teil-
nehmer bei der Aiiineldung deS Gesprächs die Anshebnng der Verbindmig »ach drci
Minnten ansdriicklich verlangt hat.

9. Im Verkehr anf de» Verbindiingsleitmige» siir den Fernverkehr wird für
jedes angemeldete, aber ohne Verschnlde» der Ncichs-Post- nnd Telegrapheiiverwaltimg
nnailSgesnhrt gebl.ebene (stespräche auf knrzerc Entfernmigen einc (stebühr von
50 Pfg., auf wcitere Entferiiungeii ei»e (stebühr von 1 Mark i» denjenigcii Fällen bci
der Anmeldestelle erhobcn, i» welchcn:

a) der getvüiischte Teilnehmer iin ferncn Orte bei bctriebösähiger (teitung den An-
ruf nicht beantwortet, oder es ablehnt, in ein Gespräch einzutreten;

I>) dcrjenige Tcilnehiuer, vo» welchem die Anmeldnng hcrrührt, a»f die Iluter-
rediing verzichtet, bezw. nicht mehr antwortet, nachdem die Ferilleitnng für ihu
zur Bemitzung bereit aestellt worden ist.

10. Für driiigende Gespräche, welchc mit Vorzug vor den gcwöhiiliche»
Gesprächen ansbeführt werde», ist die dreifache Gebühr kines gewöhnlichen Ge-
spräches von gleicher Zeitdauer zu erlegen.
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