Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 252
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rimiicn Haken qenommenen Fernhörer mn L7l,r. Aus dic olcgcnmtldung: „>>>ici
wer dort'ö" beginnt -V dic Unterhaltniw, mil: „Hier .-H' niuer Benüijiuhi bcidcr Fciu-
hörer. C-s empsiehlt sich, den Abschlui; der einzelnen Milleilniuren, Funien ee> durch
„Bitte Antwort" bezw. dnrch „Schlnsi" zu bezeichnen.

Im Lanse einer Unterhaltnnq dars dcr Wecknops niMt liedrückt
werden. Vansen sind während dcn Unlerrednngen lhnnliäist z» r'ermeide», wic iiber-
haupt die Taner dcr Beniitznng der Giiirichtniigen nach Möglichkeil z» beschränken ist.
Falls eine turze Untcrbrechiing deS Gespräches nicht zn vcriiicidcn ist. so nmsi demioch
der Teilnehmer, welcher die Fortsesiiing des Gesprächs crwartet. die Fernhorer uiiaus-
gesetzt am Ohrc behalten. Beim Gintritl ciner längeren Panse ist vo» bciden Lcilneh-
mern daS Schlnsizeichen zn gcben nnd z»r F-ortsetzung der Unterhalliing dic Bermilt-
lungsanstalt von nenem anznrnfen.

Nach beendctem Gespräch hängen die Teilnehiner dic F-crnhörcr an die Haken „»d
gebcn beidc dnrch dreimaliges knrzes Trncken des Weckfnopfes das Lchlus;-
zeichen. Die genaue Bcsolgnng dicser Borsclirift ist snr einen ordnnugs-
mäsiigem Betrieb u nerIäsili cli.

Wicd nach Schlnsi einer Untcrrednng cine anderwcitige Berbindiing gewiinscht, so ist
ebenfallS znnächst das Schlnsizeichen zn geben nnd dcmnächst, aber nicht vor A blaus
einer halbcn Minnte, die Bermittcliingsanstalt abcrmals zn ivecken.

II. Teilnehmcr ll wird gcweckt.

Sobald der Wecker ertönt, hebl U die Fernhörer von den Haken, hält sie au die
Ohren nud meldet sich mit den Worten: „hier U, >ver dorl b" lDrücke n d e s W e ck-
knopfs als Gegen meldnng i st d n r ch a » S u n st atlhast nnd bc w irkt vor-
zeitige Trennnng). .X ncnnl lnerans seincn Namen n»d beginnt die Unterhaltnng.

III. Znr Bestellnng einer Nachricht dnrch die Bermitl lnngsannall

ruft der Teilnehmer letzrerc wie gewöhnlich an nnd sagt: „Ersnche zn schrciben". Ain die
Antwort: „Bitte bringen" iibermittelt der Teilnchnier dic Nachricht nnd bezeichncl die
Beförderungsart dnrch: „mit Post (als Brief oder Postkarte), „dnrch Gilbotcn" odcr
„als Telegramm".

ir. Zm Fernvrrlrehr

uennt der «nrufendc Teilnchmer sciner Bcrmittelnngsanstali den Namen dcs audercil
Trtes, sowie Nummer nnd Namen dcs Teilnehmers daselbst, z. B. „Frankfnrt iMain)
Nummer 12, Krebs". Der Beamte antwortet: „Fch wcrde rufen", veranlatzt daram
das weitere und weckt, sobald der gcrufene Teilnchmer am Apparat ist, dcn rnfcndcu.
Dicser bringt die Fernhörer, welche er inzwischen an dic Haken gchängt hatte, wiedcr au
die Ohren, cmpfängt die bezügliche Mitteilung der Bermittclungsanstalt nnd leitet das
Gespräch nach erfolgter Nteldung des gernfenen Teilnehmers in gewöhnlicher Wcisc cin.
Für den weiteren Berlauf des Gesprächs gelten ebenfalls die 'Bcstimmungcn für dcn
Stadtvcrkehr.

Der gerufene Teitnehmer wird von scincr Bermittelnngsanstalt geweckt; dicselbe
teilt ihm mit, dasi er gerufen wcrde. Der Teilnehmer meldet sich, beide Fernhörcr an
den Ohren, in gewöhnlicher Weisc.

IV. Kreisausschntz.

Kreishauptmaun: GeheimcrRegiernngsrat!
Pfister

Kreisausschusi: Dr. Wilhelm Blum, Bor->
sitzender, Proiessor Dr. Friedr. Eisenlohr j
Stellvertreter, Oberbiirgermcistcr Dr.!
Karl Wilckens.StadtratWilh.Hoffmann, >
Professor n. Nmtsrichtcr a. D. Dr. Seng, ^
Gemeinderat Philipp Schweinfnrth in'

Sinsheim, Gerbercibcsitzer Inl. Bnrk-
hardt in Wiesloch, Büraermeistcr Ncn-
wirth i» Neckarbischofsheim
C'rsatzinänncr: Stabhalter Zimmermann
vom Schwabcnheinier Hof, Landtagsab-
geordnetcr Greiff in Wiesloch
Kreissekretär: Nevisor a. DILudwig Nitter
Kreisrechner: Ednard Schneider, Grabeng.5
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