Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 286d
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stilst ciucr Person cliiziltraaeil. deren Niikmist sei'ner Zeit nicht eiȟetr,Mii wurde. so
tst der Begirm des Aufcnthaltes iu der Gemcinde nuchtrüglich zn ermitteln uud hicr-
nach der Eintras, in der bctreffcnden Spnlte zn sertiflen.

8 6. Bezüalich dcrjenikien in ß 1 erwühnten Personen, dic keine» cigeiien .vauS-
stand ilnd keine selbsläiidigeLcbensstellung haben (Lehrliinie.Ütewerl'sqchilseil.Dieiis!-
doten. Fabrikarbeiter, Handarbeitcr cc.) kann in Stadte», in welchen dic Polizei von
einer Staatsstcllc verwaltet wird, sofern die Genieindebehörde zustimint, und in an-
deren Gcineindcn niit besondercr Genehiilisiiiny des Bczirksaintö bei der Anmelduilj!
(8 1) von dem Gcbrauch desFormulars /V, sowic anch von demEi»tra;z in dieListe l»
avgesehen, und dafiir eiu Anmeldcbiich gefiihrt werdcn, in welcheö dic Aiigemeldetcii
nach der Zeitfolge der Anincldiiny einzntragen sind.

Diese Anmeldcbiichcr sollen iedc»fnlls iibcr den Tag dcs Ginziigs nnd der An-
meldung, A'ainen, Stand, GeburtSort und Geburtszcit, übcr den letzten Wohn- »iid
AufenthaltSort, übcr die StaatSangehörigkeit, über dic vorgclegten Legitimatioiis-
papiere, über dlc Wohnung, daL Dienst- oder ArbeitSverbältnis nnd übcr den Tag dcö
Wegzngs Ausknnft geben nnd mit cinem alphabet. Nachjchlagsregister versehcn scin.

8 7. Hinsichtlich der Pcrsonen untcr dem in deu 88 l und bczeichneten Alter
kann dic Berpflichtnng znr An- und Abmeldnng durch ortS- oder bezirkspolizeiliche
Vorschrift festgcsetzt nnd aeregelt werdcn.

8 8. Bezüglich dcr Personeii, die sich nnr als Neisende in eincr Gcmciude aus-
halten, findct eino Berpflichlung zur Anzcige nur insowcit statt, dafi Gastwirtc tschi-
haber ec. .'c. von Hotcls garnis) Bor- nnd Zuiiamen, Stand, Wohnort und Tag der
Anknnft desFremdcn sogleich in das von ihnen zn sührcnde Frcmdcnbuch cinzutrageu
oder von dem Fremden eintragen zu lasscn habeu.

Durch ortSpolizeilicheBorschrift kann bestimmt wcrden, dafi von denWirten auch
der Tag der Abreisc in das Freindcnbuch eiiizutraaen ist.

Jn dcn Städte», i» welchen die Ortspolizei von einer Staatsstellc verwaltel
wird, haben die Wirle Anszüge aus dem Freiudenbllch längstens bis zum ander»
Moraen dieser Polizeibchörde mitziiteilcn.

Airch in anderen Geineindcii kann dic Ortspolizeibehörde die gleiche Ginrichtung
treffen.

Die Fremdenbücher könttcn vo» dcr Polizcibehörde und dcrcn Organen jederzeit
eingcfehen werden.

Durch ortspolizeiliche Borschrift kann angcordnct werden, dafi auch andere Per-
sonen, dic eincn Fremden beherbergcn oder aiisnehmen, unter Angabe deS Lor- iind
ZilnamenS, StandeS, Wohnortes und des TaaS dcr Ankunst des Frcmde», hievo»,
sowie vom Tage der Abreise der Ortspolizeibehörde in zu bestimmender Frist Anzeige
zu machen liabeu.

Borübergehendc Besuche von ansivärtigen Bcrwandten oder Bcfreiindcteil ange
sessener Familicn sind jedoch von solchen Anzeigen aiisziinehmcn.

It. W o h n ungSände r nnge n.

8 ü. I» den Städtcn von mindestens ZOOO Einwohiieril ist jedcr Giiiziig »nd jedcr
Ansziig spätestcns drei Tage mch seittein Bcgiiill schristlich bei derOrtspolizeibehörde
nach Formlar b) anznzcigen:

a. von dein Bcsitzer des Wohnhanscs oder dem von ihm oder für ihn anfgkstellte»
Bcrtvalter bezüalich des Ein- nnd Auözugs, welcher

1) ihn selbst und seine mit ihm wohnenden Angchörigen,

2) die übrigen in seincm Haushalt wohnenden Personen, wie Dienstbote», Gc
sellen, Gehilfen, Lehrliiige, Schlafleute, Pfleglinge,

8) setne Micter,

4) die in dem .Haushnlte des Mieterö wohncndcn Personcn, wie Angchörige,
Dienstboien, Gesellen, Gchilfen, Lehrlinge, Pfleglingc n»d dic von dcm Mieter auf-
genommenen Schlafleute, Aftermieter und deren Angehörige, soweit alle diesc
Personen mit dem Mietcr zuglcich ein- oder auSziehen;

b. von dem Mieter bezüglich des Ein- und AuSzugs dcr- mit ihm wohnenden
Falliilienangchörige», Dienstboten, Gesellcn, Gehilfen, Lehrlinge, Pfleglinge, After-
mieter, Schlafleute, welcher mit seiner eigenen Wohnllttgsveränderuiig
nicht zusammenfällt.

Kinder linter vierzchn Jahren können aufier Betracht bleiben.
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