Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 287
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Für jedk Pnson ist die Anzeige a»f eine besondeie Inipresse z» schreiben. Nur
bci Meldrmgeii, die sich auf cin F-aniilieiihmipt bezichen, koniieii Ehcsrau irud Kinder
auf daS gleiche Blatt geschricbcn weideii.

Die Anzeigen sind von der OrtSpolizcibchörde alphabetisch nach dem Namcn der
Angezeigte» gcordnet aiifziibewahreii.

H 10. Für die nicht uriter s? 9 salleiiden Geiiieindeii kann die Verpflichtung zur
Anzeige von Wohnungsänderiingen dnrch ortS- oder bezirkspolizeiliche Vorschrift fest-
gesetzt »nd geregelt iverden.

('. Dicnsteintritt irnd -Austritt.

11. Jn Ergünznng der Vorschriften, welche zum Vollzuge

des ^49 des ReichSgesetzeS voi» 15. Jnni 1885, betresfcnd die Krmlkcnvelsicheruiig
dcr Arberter,

dcr k4 und 15 des plandeSgesetzeS voin 24. März 1888, die Ansflihriliig der
Unsall- und Krankenvcrsicheriing betresfend, nnd

des 8 112 Absatz 2 Zisser 2 des NeichSgesctzcS voni 22. Imii 1880, betreffend die
IiivalidirälS- nnd Altersversicheriliig, in den Verordiinngen voin 11. Februar 1884,
25>. Iuiii 1888 nnd 27. Okiober 1890 über die An- imd Abnieldimg der versichcrimgs-
vffichtigen Personen crlassen sind. kami die Vcrpffichtimg der Arbeitgeber, Dienst- und
Lehrherrn zur Annieldimg des DienslaiUriltü und -AilStritlS der Arbeiter, Gewerbs-
gehilfen, Dienstboten imd Lchrlinge durch ortöpoliz.Vorschrift näher geregelt werden.

Aiifferdciii kann sür Geinciiiden, in welchen dic Geineindekrankciiver-
sicherung cingeführt odcr eine genieinsaiile Meldcstclle gcmäff Z 49
Abs. 8 dcs KraiikcuversicheriingsgesetzcS crrichtet ist. einc Verbindung
dcr in den 1, 8 nnd 6, geeignetenfalls ancb der in H 9 dieser VerordniMjZ vorgc-
schriebencn Meldimgen inil deiiicnigen für dic Krmiken- nnd IilvaliditätSversichcrimg
von dem Bezirksmnt init Ziistiiimiimg der Gemeiiidcbchörde in dcr Weise angeordnet
werden, daff

1) sämtliche Meldimgcn bei cinrr Stelle zn erfolgeil haben;

2> zu den An- und Abiiieldiiiigen für dic verschiedencn Zwccke und zur Grteilnng
der Bescheinigunaen hicrübcr die gleichen Formnlare zu verwenden sind, tvelchc daö
Bezirksamt mit Rücksicht anf die in 8s- 1, 6 und 9 dieser Verordnung vcrlangten, so-
wie die für die Krankcn- und Invaliditätöveisichcrung crforderlichen Angaben zu bc-
stiiiimen hat;

3) duich die rechtzeitigc Aiiineldimg versicherimaspflichtigcr Personcu seiienS der
Arbeitgeber, Dicnst- nnd Lehrherrn auch die ienen Personcn lvcgen ihreö EinzngS in
die Gemeinde obliegende Lffeldepflicht crfüllt wird;

4) die misgesüllten Vieldcformnlme als gemeinschastliche Beilagen dcr Liste
dicicr Verordimng >md dcr Register für die Krankcn- und Jnvaliditätsvcrsicherung
aufbewahrt werden. nachdem in diese Verzcichnisse die nötigen Einträge auf Grnud
der Angaben der Meldepflichtige» gemacht worden sind.

I>. Schlnffbcstinlniungen.

^ 12. Zeder, in Bezug auf dessen Person oder Angehörige nach Vorschrift dieser
Verordnung eineMeldung erstattet wcrdcn muß, ist vervunden, den znrMeldung Vcr-
pflichteten alle znr vorschristöiiiäßigen Ersüllung erfordcrlichen Angaben zu machen.

8 18. Die ^mpressen zu de» Melde-Forurularen sind den zur An-
melduna verpftichtetcn Personeu von der Ortspolizeibehörde, bezw. der
Gemeindebehörde unent^eltlich zu behändiflen.

8 14. In den Städtcn, m welchcn die Polizci von einer Staatsstelle verwaltct
wird,' hat diesc, sofcrn nicht schon dnrch eine Einrichtimg gcmäff 811 Absatz L entspre-
chende Vorkehrung crsolgr ist, iin Benchiiien mit der Gemeindebehörde die gceigneten
Vcrmistalrungen dahin zu treffe». daff dieselbe sich jcdcrzcit von dcn vorgeschriebenen
Anmcldungen Kcimliiis verschaffen kann. Namentlich sind der Gcmeindcbehörde am ,
Schlusse jede» NionatS die Erhebimgen über die Neuanzicheiiden iFormular zur
Einsicht initznkeilcn.

2. Daö pvlizeiliche Meldewesen.

Ortspolizeiliche Vorschrist vom 29. Juli 1884.

Die Znhabcr vo» Freilidciipcnsionen haben jeden Samstag Morgen der Polizei-
behörde ein VerzcichniS der bei ihnen wohnenden Fremden, unter Angabe bon Namen,
Stand und Wohnort der betreffenden Personen vorznlegen.

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