Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 288
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VorüvcMliendt Brsnche von oilSwäitinrn Venvandten odei Befieundeleii dcr
PensionVinhcrber dleibcn dnbei nnsier Betenciit.

ttrbertretnnnen iverden an <>!eld bi« zn i?0 Mark bestrast, vorbeboUliü» dcr iii
40 P.:St.-0!.-B. Absasj 2 angedrobten boheren Strnse sur die dasclbst vorüesebcncn
rrschwerten Falle.

L. D.nr Dvrlttietvn vvtt l-chlatttellvtt.

Orlöpolizeiliche Vorschrist vom ls<. März 1880.

8 I. Wer sich mit dem Berinieteii von Schlasstellen an Arbeits-
aehilsen, Dicnstbotcn nnd Lehrlinsie besasu, bat vorber bievon bci drr
Ortspolizeibehörde 2l nzeirie zn erstatten. t8 I-I tüeiverbe-Ordinina.l

8 2. Der Bermieter von Sciilafslellen bat ein Bnch zn snlneii, i» ivelches jeiveils
nach Allsnabme des Schläsers dcssen Baine, Mmial, bisberiger Anseiitbalt. bisbciigc
nnd aegenwärtigc Beschästisiiinn, soivie der Tag der Biisnabnie in die Woliiiiina imd
da« Berlasscn dersclben c>nz»i>agen ist.

Da« Buch ist jcdcrzeit der Polizeiinaiittschast. den Btedizinalbeamtcn »iid den
BeanstraHteil der OrtSkrankenrasse a»s Bellanacn znr O insichl vor^nleocn.

Tältlich in der Frnbe, iin 20inter vor 8 Ubr, iin Sominer vor « ttbr, ist cin 21 »s-
znfl au« diesem Bnche beziigl. allcr in der vorbergcbeilden Bachl bcberberateii Schlascr
(nicht n»r der srisch ailslzenommenens bci der Polizeibebördc eiiiznreiäic».

8 0. Der Bermieler von Schlafstellen ist verpslichtel, sür Oalialtnna der PeiiNiäi-
kcit, «itte nnd Ordninch in den Lchlafstcllen Sorqe zn traaen.

8 4. Personen, welchc siäi nicht dnrch ein von der Bebörde aiisgestelltcö Ilegiti-
mationSpapier anszlilvcisen vermönen, diirfen nicbt länncr als eine Nacht bcbcrl'eigt
wcrderl.

8 b. Das Bcrmietcn von Schlasstelle» in eincr Wobnnilg an Personcn beiderlci
Oicschlechts ist lintelsaqt.

DcSlrlcicbcn diirfrn in rinem nnd demsclben Hanse Schlafstellen cntwedcr n»r sur
inännlichr oder nnr siir wcibliche Personen einncrichtet iverden.

8 6. O'S dars keine arösiere Babl von Personen znr alcichzeitiaeii Bebcrbcigiing
a»sge,loi»men lverde», als naä> Berbältnis des Panmes nnd den vorbandenen Beitcn
beherberat iverden könncn. Bötiaensalls wird dicsc^abl voii dc»iBczirksaiii> festgestellt.

N in Bett darf stets nur von eine r Pcrson be»»pt lverden.

8 7. Dcn Schläsern »insi aestattet sei», siä, anä) naäi dcn plrbeitsstnnden i» der
Schlafstelle auszllhalten.

8 8. elnlvidcrbaildliingeii gegcn diese Barjchriste» werdeii peinäsi 8 Hb! Polizci
StraMsehbnchS an (Üeld bis zn U» Biark oder mit Hast bis zn 8 Tagcn bestrast.

O. Dir Llol'rrUiallllitto -rr v»n ^rivatpvrsvitvtt orzn'tt Ltttorlt i»

Oilrtir oeoeI>e>le>l ittiil-rr.

Bezlrkspolizeiliche Borschrist vom 22. PInPist 1880.

§ 1. Wer Kindcr nnter 7 Iabreii, weläic von Privatpersonen in PfU'bt gegeben
werdrn, aeaen O'iitgeU in Pfleae nehmen witl, bat vor de r 21 n s n a hm e niUer Bor-
taae dcr den Personenstand feststcllende» llrkunde dic tüenebmWi»,» der Ortspolizci-
bebörde hiez» einzubolei!. Diese Otcnkbmiilimg wird imr erieiit, wen» dcr Pfleaer bc-
züalich seines LennmndS, sciner Familicn-, ^rwcrbs-, 20obmmi»s- »nd soiisligeii Per-
bältnisse die (üarantie dafür bietet, das« dem Kinde bei ibm die nötich' PflM raid
Fürsorae z» Tetl wird.

Die Vfleaer erbaiten rine (üenebmignnllsiirknnde. worans der Name deS Ülindes
bezeichnet ist und die wesentlichen Beslimmnnäen dicser Berordnmiä nnd eme bezirls-
ärzttiche Bclcbrniig übcr N-rnäbrii»b imb Pflegc dcr Uiiidcr entbaUc» sind, dercn gc-
mmc Bcachtmig den Pflcäccltcrn bcsondcrs znr Pfliäü qcmaäit ivird.

Dic Bürgcrmcister-2Ie»>tcr babe» dic er»orderliche 2lnzabl Fmpresscn z» bcschasscn
und dcn Pstcgcrn bci tücncbmig»»,» der Pflcac micnläeitlich abzugcben.

8 2. 2Icndcrt dcr Psieger seinen Wvbnsth odrr seine 20ob»»»a, oder wird daS
PfleaeverbäUnis dnrch täntlass»»,» des Kindes a»s der Pstege aiisgeboben, sv hat cr
dies binne» 8 Taflen der Ortspolizeibehörbc anzuzciltcn.
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